Haselnuss-Kokos-Aufstrich im Bügelglas, angeschnitten mit sichtbarer krümeliger Konsistenz

Haselnuss-Kokos-Aufstrich selbstgemacht

Geröstete Haselnüsse, Kakao und Kokosöl zu einer cremigen Masse gemixt – dieser Haselnuss-Kokos-Aufstrich ist Folge 4 meiner Serie Selbstgemacht ist geiler als gekauft und ein Geschenk, das wirklich jeden begeistert.

Zeit30 Min SchwierigkeitEinfach Ergibtca. 610 g
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Dieser Aufstrich ist Folge 4 meiner Serie Selbstgemacht ist geiler als gekauft. Nuss-Nougat-Cremes gehen auf Pietro Ferrero zurück, einen Konditor aus Alba im Piemont. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Kakao knapp und teuer – Ferrero streckte Schokoladencreme deshalb mit der regional reichlich verfügbaren Haselnuss, aufbauend auf der älteren piemontesischen „Gianduja“-Tradition. 1946 verkaufte er die erste Charge seiner Nüsse-Kakao-Paste, daraus entwickelte sich später die weltbekannte streichfähige Version.

Der Grund, warum sich Haselnüsse so leicht zu einer glatten, cremigen Masse mixen lassen: Ihr Öl besteht zu rund 77 Prozent aus Ölsaeure, einer einfach ungesättigten Fettsäure, die bei Raumtemperatur flüssig bis weich bleibt – chemisch eng verwandt mit Olivenöl. Beim Rösten der Nuss entstehen zudem durch die Maillard-Reaktion die typisch geröstet-nussigen Aromen, ohne die der Aufstrich eher flach und grasig schmecken würde.

Das Kokosöl übernimmt dabei eine wichtige zweite Funktion neben dem Geschmack: Es schmilzt beim Mixen durch die Reibungswärme mit, verflüssigt die Masse zusätzlich zum Haselnussöl und macht den Aufstrich dadurch besonders geschmeidig streichfähig. Nach dem Abkühlen kristallisiert es bei rund 24 bis 26 Grad wieder teilweise fest – genau das sorgt dafür, dass der fertige Aufstrich im Glas eine feste, aber immer noch streichfähige Konsistenz bekommt, statt flüssig zu bleiben wie reine Nusspaste.

Das Rezept im Video

Wie die Masse cremig gemixt wird, siehst du im Reel.

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Mehr Informationen

Zutaten für Haselnuss-Kokos-Aufstrich

  • Haselnüsse: Die Basis des Aufstrichs. Blanchiert und ohne Haut werden sie feiner und weniger bitter, geröstet entfalten sie durch die Maillard-Reaktion ihr volles nussiges Aroma. Ihr hoher Ölanteil macht die Masse beim Mixen von selbst cremig.
  • Kakaopulver: Gibt die schokoladige Note und die dunkle Farbe. Nimm ungesüßtes Backkakaopulver, dann steuerst du die Süße selbst über den Agavendicksaft.
  • Kokosöl: Macht den Aufstrich geschmeidig streichfähig und sorgt dafür, dass er nach dem Abkühlen wieder fest wird, statt flüssig zu bleiben. Geschmacksneutrales, desodoriertes Öl, wenn du kein Kokosaroma möchtest.
  • Agavendicksaft: Süßt natürlich und flüssig, ohne dass sich wie bei Zucker Kristalle bilden. Ersatzweise Honig, dann aber nicht mehr vegan.
  • Vanilleextrakt: Rundet den Geschmack ab und nimmt dem Kakao die Herbheit. Echter Extrakt statt künstliches Aroma bringt mehr Tiefe.
  • Salz: Nur eine Prise – sie hebt Nuss- und Schokonote hervor und macht die Süße runder.

Tipps für den perfekten Aufstrich

Die Haselnüsse wirklich rösten, bis sie duften. Erst die Röstaromen geben dem Aufstrich seine volle Tiefe.
Die Restschale gründlich abrubbeln. Reste der Haut machen den Aufstrich sonst leicht bitter.
Geduldig weitermixen, auch wenn es lange dauert. Erst nach einigen Minuten wird aus krümeligen Nüssen eine glatte Creme.
Das Glas vorher wirklich steril auskochen. Das verlängert die Haltbarkeit deutlich.

Zubereitung Schritt für Schritt

Die kompakte Version mit Mengen findest du weiter unten in der Rezeptkarte – hier ausführlich, worauf es bei den einzelnen Schritten ankommt.

Rösten

Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Öl für 7 bis 8 Minuten anrösten, bis sie leicht duften.

Warum: Die Röstung erzeugt durch die Maillard-Reaktion die charakteristischen nussigen Aromen.

Abkühlen und putzen

Abkühlen lassen und die restliche Schale, falls noch vorhanden, mit einem Küchentuch abrubbeln.

Tipp: Die Nüsse in einem sauberen Tuch kräftig hin- und herrollen, das löst die Haut effektiv.

Mixen

Die Haselnüsse in einen leistungsstarken Mixer geben und so lange mixen, bis eine cremige Masse entsteht. Je nach Mixer kann das etwa 15 Minuten dauern.

Woran du erkennst, dass es passt: Die Masse durchläuft mehrere Phasen – von bröselig über klumpig bis schließlich flüssig-cremig.

Fertigstellen

Die restlichen Zutaten hinzufügen und erneut gut durchmixen, bis alles gleichmäßig vermischt ist.

Achtung: Durch das Mixen wird die Masse warm und relativ flüssig, nach dem Abkühlen wird sie wieder fester.

Einfüllen

Den Aufstrich in ein sauberes, steriles Bügelglas füllen.

Serviertipp: Noch warm einfüllen lässt sich einfacher als bereits fest gewordene Masse.

Variationen

  • Mit Honig statt Agavendicksaft: Ähnlich in Textur und Süße, aber nicht vegan.
  • Mit Meersalz: Eine zusätzliche Prise grobes Meersalz obenauf für salzig-süßen Kontrast.
  • Mit Mandeln: Einen Teil der Haselnüsse durch Mandeln ersetzen.

Was du dazu servierst

  • Auf frischem Brot oder Brötchen
  • Als Topping für Pancakes oder Waffeln
  • Als besondere Zutat in Desserts

Rezept zum Nachmachen

Hier der komplette Haselnuss-Kokos-Aufstrich kompakt zum Nachmachen, mit allen Mengen und Zeiten auf einen Blick.

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Haselnuss-Kokos-Aufstrich im Bügelglas, angeschnitten mit sichtbarer krümeliger Konsistenz

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Haselnuss-Kokos-Aufstrich selbstgemacht

Rezept von Benne Benzing

Geröstete Haselnüsse, Kakao und Kokosöl zu einer cremigen Masse gemixt – der selbstgemachte Aufstrich zum Verschenken.


  • Gesamtzeit28 minutes
  • Portionen20 1x

Zutaten

Skalieren
  • 400 g blanchierte Haselnüsse, ohne Haut
  • 4 EL Kakaopulver
  • 5 EL Kokosöl
  • 80 ml Agavendicksaft
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • Bügelglas


Zubereitung

  1. Haselnüsse ohne Öl 7-8 Minuten anrösten.
  2. Abkühlen lassen, restliche Schale abrubbeln.
  3. In leistungsstarkem Mixer cremig mixen (ca. 15 Min).
  4. Restliche Zutaten dazu, gut durchmixen.
  5. In steriles Bügelglas füllen.
  • Vorbereitung: 20 minutes
  • Kochzeit: 8 minutes

Nährwerte

  • Portionsgröße: 30 g
  • Kalorien: 172
  • davon Zucker: 4.9 g
  • Fett: 15.4 g
  • Kohlenhydrate: 8.3 g
  • Ballaststoffe: 2.5 g
  • Eiweiß: 3.3 g

Häufige Fragen zum Haselnuss-Kokos-Aufstrich

Wie lange hält sich der Aufstrich?

Im sterilen, verschlossenen Glas kühl gelagert etwa 2 bis 4 Wochen, da keine Konservierungsstoffe enthalten sind.

Warum wird die Masse beim Mixen erst flüssig, dann wieder fest?

Reibungswärme im Mixer schmilzt das Fett der Nüsse. Nach dem Abkühlen kristallisiert es teilweise wieder, vor allem das Kokosöl, das bei etwa 24 bis 26 Grad fest wird.

Kann man Agavendicksaft durch Honig ersetzen?

Ja, geschmacklich und texturlich sehr ähnlich, aber Honig ist nicht vegan.

Warum blanchierte statt normale Haselnüsse?

Ohne Haut wird die Creme heller, feiner im Mundgefühl und weniger bitter, da die Haut Gerbstoffe enthält.

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