Aprikosen
Samtig, golden und herrlich aromatisch: Die Aprikose – in Österreich Marille genannt – ist ein Stück Sommer pur. Vollreif vom Baum schmeckt sie am besten, doch genau da liegt die Krux: Sie ist empfindlich und kurzlebig. Heimische Aprikosen aus dem Süden Deutschlands gibt es nur für ein kurzes Sommerfenster. Hier kommt alles, was du über die Aprikose wissen musst: Saison, Einkauf, Lagerung und Küche.
Prunus armeniaca
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Juli – August
- Botanisch
- Prunus armeniaca
- Familie / Gattung
- Rosengewächse (Rosaceae), Steinobst
- Herkunft / Anbau
- In DE v.a. wärmere Regionen (z.B. Baden, Pfalz); viel Import aus Süden
- Aufbewahrung
- empfindlich, kühl – nur 1 bis 2 Tage
- Besonderheit
- in Österreich „Marille"; reift kaum nach – reif kaufen
Saison-Kalender für Aprikosen
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Aprikosen Saison haben
Die heimische Aprikosensaison ist kurz und liegt im Juli und August. In Deutschland werden Aprikosen nur in den wärmsten Regionen angebaut (etwa am Kaiserstuhl, in Baden und der Pfalz), der Großteil im Handel kommt aus wärmeren Ländern wie Spanien, Italien oder der Türkei. Wer heimische Ware findet, sollte zugreifen – sie ist meist reifer geerntet und aromatischer.
Meine Rezepte mit Aprikosen
Für Aprikosen habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund sind Aprikosen?
Gut zu wissen
Aprikosen sind kalorienarm und reich an Provitamin A (Beta-Carotin) – daher die orange Farbe –, das gut für Haut und Augen ist. Dazu kommen B-Vitamine, Vitamin C, Kalium und Eisen. Getrocknete Aprikosen sind besonders eisen- und ballaststoffreich, aber durch den konzentrierten Zucker auch kalorienreicher.
Woran du gute Aprikosen erkennst
- Intensiver, süßer Duft – das wichtigste Reifezeichen
- Kräftig orange-gelbe Farbe, gern mit roten Bäckchen
- Gibt auf leichten Daumendruck sanft nach (aber nicht matschig)
- Pralle, unverletzte Haut ohne braune Druckstellen
Blasse, harte Aprikosen werden nicht mehr richtig süß – nur weicher.
Aprikosen richtig lagern
Aprikosen sind sehr empfindlich und halten nur kurz. Im Kühlschrank bleiben sie ein bis zwei Tage, verlieren dort aber an Aroma. Tipp: Leicht unreife Aprikosen können bei Zimmertemperatur noch etwas weicher und saftiger werden (echte Süße kommt aber nicht mehr dazu). Vor dem Essen auf Zimmertemperatur bringen – kalt schmecken sie nach wenig.
Aprikosen haltbar machen
Einfrieren: waschen, halbieren, entsteinen und einfrieren – halten so mehrere Monate, ideal für Kompott und Kuchen. Klassisch macht man Aprikosen zu Marmelade (die berühmte Marillenmarmelade) oder Kompott. Auch Trocknen ist eine traditionelle Methode – getrocknete Aprikosen sind ein beliebter Snack.
Aprikosen in der Küche
Pur und vollreif sind sie am schönsten. Sonst: als Marmelade (Marillenmarmelade ist Pflicht für die Sachertorte), im Kuchen und Tarte, als Kompott, in Knödeln (Marillenknödel!). Aprikosen passen auch wunderbar zu Herzhaftem: zu Lamm und Hühnchen in orientalischen Gerichten, in Grillsoßen oder im Couscous-Salat. Ihre Süße mit feiner Säure ist vielseitig.
Häufige Fragen zu Aprikosen
Wann haben Aprikosen Saison?
Heimische Aprikosen gibt es im Juli und August. Der Großteil im Handel ist Importware aus Spanien, Italien oder der Türkei.
Was ist der Unterschied zwischen Aprikose und Marille?
Keiner – Marille ist einfach der österreichische Name für die Aprikose.
Reifen Aprikosen nach?
Kaum. Sie werden bei Zimmertemperatur höchstens etwas weicher, aber nicht mehr süßer. Deshalb möglichst reife, duftende Früchte kaufen.
Wie erkenne ich reife Aprikosen?
An intensivem süßem Duft, kräftig oranger Farbe und leichtem Nachgeben auf Daumendruck. Blasse, harte Früchte bleiben fade.
Wie lange halten Aprikosen?
Nur ein bis zwei Tage im Kühlschrank, wo sie aber an Aroma verlieren. Am besten frisch verbrauchen und vor dem Essen auf Zimmertemperatur bringen.
Kann man Aprikosen einfrieren?
Ja, halbiert und entsteint. Sie halten mehrere Monate und eignen sich für Kompott, Marmelade und Kuchen.
Wofür verwendet man Aprikosen?
Pur, als Marillenmarmelade, im Kuchen, in Knödeln, als Kompott und zu herzhaften Gerichten mit Lamm oder Hühnchen.
Sind Aprikosen gesund?
Ja. Sie sind kalorienarm und reich an Provitamin A (Beta-Carotin), B-Vitaminen, Kalium und Eisen.