Champignons
Der Champignon ist der beliebteste Pilz Deutschlands – mild, vielseitig und das ganze Jahr frisch verfügbar. Ob weiß oder braun, roh im Salat oder gebraten in der Pfanne: Der Zuchtchampignon ist der unkomplizierte Allrounder unter den Speisepilzen und einer der wenigen, die man bedenkenlos roh essen kann. Hier kommt alles über den Champignon: Verfügbarkeit, weiß vs. braun, Lagerung und Küche.
Agaricus bisporus
Steckbrief
- Botanisch
- Agaricus bisporus
- Verfügbarkeit
- ganzjährig (Zuchtpilz, keine Saison)
- Familie / Gattung
- Champignonverwandte (Agaricaceae)
- Herkunft / Anbau
- Deutschlandweit als Zuchtpilz (auf Substrat in Hallen)
- Aufbewahrung
- kühl, luftig (Papier) – 2 bis 3 Tage
- Besonderheit
- beliebtester Pilz Deutschlands; auch roh genießbar
Wann Champignons Saison haben
Der Champignon ist ein Zuchtpilz und hat damit keine klassische Saison – er wird ganzjährig in Kulturhallen auf einem Substrat angebaut und ist immer frisch verfügbar. Als beliebtester Pilz Deutschlands liegt er in der Anbaumenge ganz vorn. Ein Vorteil der Zucht: Zuchtpilze enthalten garantiert keine Giftstoffe und keine Verwechslungsgefahr.
Meine Rezepte mit Champignons
Wie gesund ist der Champignon?
Gut zu wissen
Champignons sind kalorienarm, fett- und kohlenhydratarm und liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß, B-Vitamine, Folsäure, Kalium, Selen und Ballaststoffe. Sie enthalten zudem Vitamin D (vor allem, wenn sie Licht ausgesetzt waren). Als „Fleisch der Natur" sind sie sättigend und eine wertvolle Zutat der pflanzenbetonten Küche – bei sehr wenig Kalorien.
Weißer oder brauner Champignon?
Weißer Champignon
Der bekannteste, mild und nussig. Der Allrounder für Pfanne, Salat und Soße.
Brauner Champignon (Egerling)
Etwas voller und aromatischer im Geschmack, festere Konsistenz.
Portobello
Der große, ausgereifte braune Champignon. Groß, fest, fleischig – ideal zum Füllen, Grillen und Braten.
Es ist botanisch dieselbe Art in verschiedenen Reifestadien und Zuchtformen.
Woran du gute Champignons erkennst
- Feste, pralle, trockene Hüte ohne Druckstellen
- Geschlossene Hüte (Lamellen verdeckt) = besonders frisch und mild
- Helle, nicht braun-fleckige oder schmierige Oberfläche
- Frischer, pilziger Geruch
Champignons richtig putzen und lagern
Im Kühlschrank halten Champignons zwei bis drei Tage, am besten in Papier (nicht luftdicht in Plastik, sonst schwitzen sie und verderben). Tipp: Pilze nicht zu lange lagern – alte, schwitzende Pilze können Magen-Darm-Beschwerden verursachen.
Champignons haltbar machen
Einfrieren gelingt am besten kurz angebraten (roh werden sie matschig). Auch Einlegen (in Öl, als Antipasti) und Trocknen ist möglich. Getrocknete Champignons sind ein intensives Würzmittel. Frisch sind sie aber am besten.
Champignons in der Küche
Extrem vielseitig: roh in Scheiben im Salat, gebraten als Beilage (Rahmchampignons!), in Soßen (Jägersoße), im Risotto, in der Suppe, gefüllt und überbacken, im Omelett, auf der Pizza, als Champignonschnitzel, in Pfannengerichten und Eintöpfen. Der Portobello eignet sich als fleischiger „Burger-Patty". Champignons müssen für die meisten Gerichte gut gebraten/gedünstet werden, sind aber auch roh genießbar. Sie passen zu Knoblauch, Petersilie, Sahne, Zwiebel und Thymian.
Kurioses zum Champignon
Champignons sind weder Pflanze noch Tier – Pilze bilden ein ganz eigenes Reich des Lebens. Anders als Pflanzen betreiben sie keine Photosynthese, sondern ernähren sich (ähnlich wie Tiere) von organischem Material. Ein spannender Trick für mehr Vitamin D: Legt man Champignons mit den Lamellen nach oben für ein, zwei Stunden in die Sonne, bilden sie – wie unsere Haut – aus dem Sonnenlicht zusätzliches Vitamin D.
Häufige Fragen zu Champignons
Haben Champignons Saison?
Nein, Champignons sind Zuchtpilze und ganzjährig frisch verfügbar. Sie werden in Kulturhallen auf Substrat angebaut – ohne Giftstoffe und ohne Verwechslungsgefahr.
Kann man Champignons roh essen?
Ja, der Zuchtchampignon ist einer der wenigen Pilze, die man bedenkenlos roh essen kann – z.B. in Scheiben im Salat. Die meisten anderen Pilze müssen gegart werden.
Soll man Champignons waschen?
Besser nicht – sie saugen sich voll und verlieren Aroma und Biss. Stattdessen mit Pinsel, Küchenpapier oder feuchtem Tuch abreiben.
Was ist der Unterschied zwischen weißen und braunen Champignons?
Es ist dieselbe Art. Braune Champignons (Egerlinge) sind etwas aromatischer und fester, weiße milder. Der Portobello ist der große, ausgereifte braune Champignon.
Wie lagert man Champignons?
Kühl und luftig in Papier (nicht luftdicht in Plastik, sonst schwitzen sie), zwei bis drei Tage. Nicht zu lange lagern.
Kann man Champignons einfrieren?
Am besten kurz angebraten – roh werden sie matschig. Auch Trocknen und Einlegen ist möglich.
Sind Champignons gesund?
Ja, sie sind kalorienarm und liefern pflanzliches Eiweiß, B-Vitamine, Folsäure, Kalium, Selen und (bei Lichtkontakt) Vitamin D.
Ist ein Champignon ein Gemüse?
Nein, Pilze sind weder Gemüse noch Tier, sondern bilden ein eigenes Reich des Lebens. Sie betreiben keine Photosynthese.
