Knoblauch

Knoblauch

Knoblauch ist das aromatische Kraftpaket der Weltküche – von der mediterranen über die asiatische bis zur orientalischen Küche unverzichtbar. Seine kräftige Würze und sein Ruf als Gesundheits- und Heilmittel machen ihn legendär. Frischer heimischer Knoblauch im Sommer ist eine Offenbarung gegenüber der importierten Trockenware. Hier kommt alles über den Knoblauch: Saison, Gesundheit, der Geruchs-Trick und Küche.

Allium sativum

Steckbrief

Saison (frisch)
Juni – September
Geschützt / Lager
Januar – Februar, Oktober – Dezember
Botanisch
Allium sativum
Familie / Gattung
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae), Gattung Allium
Herkunft / Anbau
Ursprung Zentralasien; zunehmend auch in DE angebaut
Aufbewahrung
kühl, trocken, luftig – Monate (Lagerknoblauch)
Besonderheit
Allicin (Geruchs- und Wirkstoff) entsteht erst beim Schneiden

Saison-Kalender für Knoblauch

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.

Wann Knoblauch Saison hat

Frischer heimischer Knoblauch wird von Juni bis September geerntet – der „grüne" oder frische Knoblauch im Frühsommer ist besonders mild und saftig. Durch Lagerung ist Knoblauch das ganze Jahr verfügbar, der Großteil im Handel ist Importware (Spanien, China). Heimischer Anbau nimmt zu. Frischer Knoblauch ist aromatischer als die lange gelagerte Trockenware.

Meine Rezepte mit Knoblauch

Wie gesund ist Knoblauch?

Gut zu wissen

Knoblauch ist ein traditionelles Heilmittel mit Substanz: Sein Hauptwirkstoff Allicin (entsteht erst beim Zerschneiden/Zerdrücken) wirkt antibakteriell und antiviral. Ihm werden positive Effekte auf Blutdruck, Cholesterin und Herz-Kreislauf nachgesagt. Dazu kommen Vitamin C, B-Vitamine und Mineralstoffe. Tipp: Zerschnittenen Knoblauch vor dem Erhitzen ein paar Minuten ruhen lassen – so bildet sich das meiste Allicin.

Gegen den Geruch – was hilft?

Wer den entkeimten Knoblauch verwendet (den grünen Keim in der Mitte entfernen), dem liegt er oft auch leichter im Magen.

Woran du guten Knoblauch erkennst

  • Feste, pralle Knollen mit trockener, unverletzter Schale
  • Schwere, kompakte Knollen mit dicken Zehen
  • Keine weichen, schrumpeligen oder schimmeligen Stellen
  • Keine grünen Triebe (austreibend = überlagert)

Knoblauch richtig lagern

Knoblauch kühl, trocken, luftig und dunkel lagern (nicht im Kühlschrank, dort wird er weich und keimt). So hält die ganze Knolle Monate. Angebrochene Knollen rasch verbrauchen. Eine offene Schale oder ein Knoblauchtopf im Vorratsraum ist ideal.

Knoblauch haltbar machen

Frischen Knoblauch kann man in Öl einlegen (im Kühlschrank und rasch verbrauchen – wegen Botulismus-Risiko nicht lange bei Raumtemperatur lagern!), zu Knoblauchpaste verarbeiten und einfrieren, trocknen und zu Pulver/Granulat mahlen. Schwarzer Knoblauch (fermentiert) ist eine süßlich-milde Delikatesse.

Knoblauch in der Küche

Universell: als Aroma-Basis in Soßen, Suppen, Schmorgerichten, in der Pasta (Aglio e Olio!), im Pesto, in Marinaden und Dressings, im Hummus, in Tzatziki und Aioli, geröstet im Ganzen (wird mild und cremig). Frisch und roh ist er am schärfsten, gegart süßlich-mild. Er passt einfach zu fast allem Herzhaften. Wenig reicht oft schon – Knoblauch ist intensiv.

Kurioses zum Knoblauch

Knoblauch hat eine fast magische Kulturgeschichte: Er sollte böse Geister und – der Legende nach – Vampire abwehren, wurde von römischen Soldaten für Kraft gegessen und im alten Ägypten den Pyramidenbauern gereicht. Der berühmte „Anti-Vampir"-Mythos hat sogar einen wahren Kern: Knoblauch wirkt tatsächlich antibakteriell – nur eben gegen Bakterien, nicht gegen Blutsauger.

Häufige Fragen zu Knoblauch

Wann hat Knoblauch Saison?

Frischer heimischer Knoblauch von Juni bis September. Durch Lagerung ist er ganzjährig verfügbar, der Großteil ist aber Importware.

Was hilft gegen Knoblauch-Geruch?

Frische Petersilie, Minze, Apfel oder Milch neutralisieren die Geruchsstoffe. Da sie über die Lunge ausgeatmet werden, hilft Zähneputzen allein nur begrenzt.

Warum ist Knoblauch gesund?

Sein Wirkstoff Allicin (entsteht beim Schneiden) wirkt antibakteriell. Ihm werden positive Effekte auf Blutdruck, Cholesterin und Herz-Kreislauf nachgesagt.

Sollte man den grünen Keim entfernen?

Ja, gern. Der grüne Keim in der Mitte älterer Zehen schmeckt bitter und liegt vielen schwerer im Magen. Bei frischem Knoblauch ist er kaum vorhanden.

Wie lagert man Knoblauch?

Kühl, trocken, luftig und dunkel – nicht im Kühlschrank (er wird weich und keimt). So hält die Knolle Monate.

Kann man Knoblauch einfrieren?

Ja, als Paste oder gehackt für gekochte Gerichte. In Öl eingelegten Knoblauch nur gekühlt und kurz aufbewahren (Botulismus-Risiko).

Was ist schwarzer Knoblauch?

Fermentierter Knoblauch – durch wochenlange Wärme und Feuchtigkeit wird er weich, schwarz und süßlich-mild mit balsamico-artigem Aroma. Eine Delikatesse.

Wann gibt man Knoblauch am besten dazu?

Zerschnitten ein paar Minuten ruhen lassen (bildet Allicin), dann nur kurz mitbraten – zu lange/heiß wird er bitter. In vielen Gerichten erst gegen Ende zugeben.