Weißer Nougat mit Mandeln, Pistazien und Cranberries, in Riegel geschnitten auf Holzbrett

Weißer Nougat selbstgemacht

Geröstete Mandeln und Pistazien, süße Cranberries und eine luftige Honig-Zucker-Masse – dieser weiße Nougat ist Folge 5 meiner Serie Selbstgemacht ist geiler als gekauft und ein Highlight für jeden Weihnachtstisch.

Zeit45 Min + Kühlzeit SchwierigkeitAnspruchsvoll Ergibtca. 36 Stücke
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Dieser Nougat ist Folge 5 meiner Serie Selbstgemacht ist geiler als gekauft. Nougat aus Honig, Eiweiß und gerösteten Nüssen ist ein sehr altes mediterranes Konfekt mit vermutlich arabischen Wurzeln – die Kombination aus Honig und Nüssen gelangte während der maurischen Herrschaft in Spanien in die iberische Küche und entwickelte sich dort zum spanischen Turrón. In Italien heißt die Variante Torrone; der Legende nach erstmals 1441 zur Hochzeit von Francesco Sforza und Bianca Maria Visconti in Cremona serviert.

Entscheidend für die Konsistenz ist das exakte Kochen des Zuckersirups: Bei 140 bis 150 Grad befindet sich der Sirup im Übergang zwischen dem „Festball“- und dem beginnenden „Karamell“-Stadium – nur wenige Grad Unterschied entscheiden darüber, ob der fertige Nougat weich und kaubar oder hart und brüchig wird. Das heiße Eiweiß wird dann mit dem Zuckersirup „abgebrüht“ – die Proteine denaturieren durch die Hitze und stabilisieren dauerhaft die eingeschlagene Luft, wodurch die charakteristische helle, leicht poröse Nougat-Textur entsteht.

Die Cranberries und die Wahl zwischen Mandeln und Pistazien sind dabei kein Zufall: Türkischer und italienischer Nougat verwenden traditionell meist nur Mandeln, die Kombination mit Pistazien und Cranberries bringt zusätzlich Farbe und einen fruchtig-säuerlichen Kontrapunkt zur puren Süße der Zucker-Honig-Masse – ein Detail, das den Nougat gerade als Weihnachtsgeschenk optisch und geschmacklich abwechslungsreicher macht als die klassische, rein weiße Variante.

Das Rezept im Video

Wie die Zuckermasse in den Eischnee eingerührt wird, siehst du im Reel.

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Mehr Informationen

Zutaten für weißen Nougat

  • Mandeln: Bilden zusammen mit den Pistazien die nussige Basis und den knackigen Biss. Vorher ohne Fett geröstet schmecken sie deutlich intensiver. Am besten blanchiert und ungesalzen.
  • Pistazien: Bringen Farbe und ein feineres, süßlicheres Aroma als Mandeln. Ungesalzene, geschälte Pistazien nehmen, sonst wird der Nougat zu salzig.
  • Cranberries: Sorgen für einen fruchtig-säuerlichen Kontrast zur puren Süße und für rote Farbtupfer. Getrocknet und ungezuckert; ersatzweise getrocknete Aprikosen oder Feigen.
  • Eiweiß: Steif geschlagen bindet es die Luft in der Masse und gibt dem Nougat seine helle, leicht poröse Textur. Das Eigelb bleibt übrig und lässt sich anderweitig verwenden.
  • Zucker: Bildet mit dem Honig den Sirup, der auf 140 bis 150 Grad gekocht die spätere Konsistenz bestimmt. Normaler weißer Haushaltszucker.
  • Honig: Gibt dem Nougat Süße und das typische Aroma und macht die Masse geschmeidig. Ein milder, heller Honig hält den Eigengeschmack dezent.
  • Wasser: Löst den Zucker zu Beginn und hilft, den Sirup gleichmäßig auf Temperatur zu bringen, bevor es beim Kochen wieder verdampft.
  • Vanillezucker: Bringt eine dezente Vanillenote in den Hintergrund. Alternativ das Mark einer Vanilleschote.
  • Salz: Nur eine Prise – sie hebt die Nussaromen hervor und bricht die reine Süße.
  • Backoblaten: Die essbaren Waffelblätter oben und unten verhindern, dass die klebrige Masse an Unterlage und Verpackung festklebt. Optional, aber praktisch fürs Verschenken.

Tipps für gelungenen Nougat

Ein Zuckerthermometer wirklich verwenden. Nur wenige Grad Unterschied entscheiden über weiche oder harte Endkonsistenz.
Den Sirup nach dem ersten Umrühren wirklich nicht mehr rühren. Ständiges Rühren lässt den Zucker unkontrolliert kristallisieren.
Das Eiweiß wirklich steif schlagen, bevor der Sirup dazukommt. Nur so bindet die heiße Masse die eingeschlagene Luft dauerhaft.
Die Nüsse erst kurz vor dem Verarbeiten unterheben. So bleiben sie knackig, statt in der warmen Masse aufzuweichen.

Zubereitung Schritt für Schritt

Die kompakte Version mit Mengen findest du weiter unten in der Rezeptkarte – hier ausführlich, worauf es bei den einzelnen Schritten ankommt.

Nüsse rösten

Die Mandeln in einer Pfanne ohne Öl rösten, nach 5 Minuten die Pistazien hinzufügen und weitere 5 Minuten rösten. Abkühlen lassen und mit den Cranberries vermischen.

Warum: Das Rösten intensiviert das Aroma der Nüsse deutlich.

Eiweiß schlagen

Das Ei trennen und das Eiweiß steif schlagen.

Woran du erkennst, dass es passt: Der Eischnee sollte feste Spitzen bilden, wenn du den Schneebesen herausziehst.

Sirup kochen

In einem großen Topf Zucker, Honig, Vanillezucker und Wasser geben und langsam erhitzen. Kurz umrühren, bis sich alles verbunden hat, dann nicht mehr rühren. Die Masse köcheln lassen, bis sie 140 bis 150 °C erreicht.

Achtung: Ein Thermometer ist hier Pflicht – die Temperatur entscheidet über die spätere Konsistenz.

Verbinden

Die heiße Zuckermasse langsam in den Eischnee gießen, dabei ständig rühren. Anschließend weitermixen, bis die Masse zäh wird.

Warum: Die Hitze denaturiert das Eiweiß und stabilisiert die eingeschlagene Luft dauerhaft.

Nüsse unterheben

Die Nuss- und Beerenmischung unterheben.

Tipp: Zügig arbeiten, die Masse wird schnell fester und lässt sich dann schwerer verteilen.

Formen und kühlen

Die Masse auf Backpapier glattstreichen und bei Bedarf mit Oblaten abdecken. Die Masse wenden und auch die Unterseite mit Oblaten bedecken. Einige Stunden abkühlen lassen und in gewünschte Portionsgrößen schneiden.

Serviertipp: Ein scharfes, leicht geöltes Messer erleichtert das saubere Schneiden.

Variationen

  • Mit anderen Nüssen: Statt Mandeln und Pistazien Haselnüsse oder Walnußkerne verwenden.
  • Mit Trockenfrüchten: Statt Cranberries getrocknete Aprikosen oder Feigen verwenden.
  • Mit Schokoladenüberzug: Die fertigen Stücke in Zartbitterschokolade tunken.

Was du dazu servierst

  • Als Nachtisch zum Weihnachtsmenü
  • Hübsch verpackt als Geschenk
  • Ein Espresso oder Glühwein dazu

Rezept zum Nachmachen

Hier der komplette weiße Nougat kompakt zum Nachmachen, mit allen Mengen und Zeiten auf einen Blick.

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Weißer Nougat mit Mandeln, Pistazien und Cranberries, in Riegel geschnitten auf Holzbrett

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Weißer Nougat selbstgemacht

Rezept von Benne Benzing

Geröstete Mandeln und Pistazien, süße Cranberries und eine luftige Honig-Zucker-Masse – selbstgemachter Nougat zum Verschenken.


  • Gesamtzeit45 minutes
  • Portionen36 1x

Zutaten

Skalieren
  • 150 g Mandeln
  • 100 g Pistazien (ungesalzen)
  • 50 g getrocknete Cranberries
  • Eiweiß von 1 Ei
  • 250 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 50 ml Wasser
  • 125 g Honig
  • 1 Prise Salz
  • Große Backoblaten (optional)
  • Thermometer


Zubereitung

  1. Mandeln rösten, nach 5 Min Pistazien dazu, weitere 5 Min rösten. Abkühlen, mit Cranberries mischen.
  2. Ei trennen, Eiweiß steif schlagen.
  3. Zucker, Honig, Vanillezucker und Wasser langsam erhitzen, kurz umrühren, dann nicht mehr rühren. Auf 140-150°C köcheln.
  4. Heiße Zuckermasse langsam in den Eischnee gießen, ständig rühren, bis zäh.
  5. Nuss-Beeren-Mischung unterheben.
  6. Auf Backpapier glattstreichen, mit Oblaten abdecken, wenden, Unterseite ebenfalls bedecken. Einige Stunden abkühlen, in Stücke schneiden.
  • Vorbereitung: 30 minutes
  • Kochzeit: 15 minutes

Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 Stück (20g)
  • Kalorien: 83
  • davon Zucker: 11.4 g
  • Fett: 3.4 g
  • Kohlenhydrate: 12.8 g
  • Ballaststoffe: 0.9 g
  • Eiweiß: 1.6 g

Häufige Fragen zu weißem Nougat

Warum braucht man beim Nougat ein Zuckerthermometer?

Nur wenige Grad Unterschied verändern die Endkonsistenz massiv – von weich und kaubar bis hart und brüchig. Ohne Thermometer ist das kaum reproduzierbar zu treffen.

Wie lange ist selbstgemachter Nougat haltbar?

Trocken und luftdicht verpackt bei Zimmertemperatur etwa 3 bis 4 Wochen.

Wofür sind die Oblaten am Nougat?

Sie verhindern, dass die klebrige Masse an Unterlage und Verpackung festklebt, und sind geschmacksneutral mitessbar.

Warum wird der Nougat manchmal krümelig statt geschmeidig?

Meist durch Zuckerkristallisation, wenn beim Kochen gerührt wird, bevor sich Zucker, Honig und Wasser vollständig verbunden haben.

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