Gebratener Reis mit Ei und Gemüse, angerichtet als Turm mit Sriracha und Frühlingszwiebeln, von oben

Gebratener Reis

Reis vom Vortag, ein paar Eier, Karotte und Frühlingszwiebeln: Gebratener Reis ist in 20 Minuten fertig und die beste Art, Reste sinnvoll zu retten – schnell, würzig und unkompliziert. Genau das Richtige, wenn im Kühlschrank noch eine Schüssel Reis vom Vortag steht und schnell was Gutes auf den Tisch soll.

Zeit20 Min SchwierigkeitEinfach Portionen2
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Dieses Rezept ist Folge 3 meiner Serie „Jo Benne, mach mal“ – ihr schreibt mir eure Wunschgerichte in die Kommentare, und ich koche sie nach. Diesmal ging es um einen echten Alltagsklassiker: gebratenen Reis.

Gebratener Reis stammt aus der chinesischen Küche – die früheste bekannte Erwähnung reicht bis in die Sui-Dynastie zurück, also ins 6. oder 7. Jahrhundert. Ursprünglich entstand das Gericht vermutlich als pragmatische Resteverwertung: Reis, Gemüse und Fleisch vom Vortag, die schon nicht mehr ganz frisch, aber noch genießbar waren, wurden kurzerhand mit Sojasoße und Knoblauch in der Pfanne aufgepeppt. Genau dieses Prinzip lebt bis heute weiter – eine der bekanntesten Varianten, der Yangzhou-gebratene Reis aus der gleichnamigen Stadt in der Provinz Jiangsu, hat sich längst weltweit verbreitet.

Der Trick, der wirklich guten gebratenen Reis von mittelmäßigem unterscheidet: kalter, bereits gekochter Reis vom Vortag. Frisch gekochter, warmer Reis ist zu feucht und klebrig – er verklumpt in der Pfanne, statt körnig zu bleiben. Reis, der im Kühlschrank durchgezogen ist, hat Feuchtigkeit verloren und wird beim Anbraten schön locker.

Zum MSG in der Zutatenliste: Glutamat hat einen schlechten Ruf, der wissenschaftlich nicht haltbar ist. Lebensmittelbehörden wie die FDA und die europäische EFSA stufen es als unbedenklich ein, und wir nehmen ohnehin ständig natürliches Glutamat auf – es steckt zum Beispiel in Parmesan, Tomaten und Pilzen. Wer lieber darauf verzichtet, lässt es einfach weg und würzt etwas kräftiger mit Sojasoße nach.

Gebratener Reis im Video

Wie ich das Gemüse anbrate, die Eier einarbeite und alles zusammenbringe, siehst du hier im Video.

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Zutaten für deinen gebratenen Reis

Wenige Zutaten, die meisten hast du wahrscheinlich schon da:

  • Reis vom Vortag: Kalt und leicht angetrocknet – das Geheimnis für körnigen, nicht klebrigen gebratenen Reis.
  • Eier: Werden separat angebraten und dann untergehoben, für lockere Stücke statt Rührei-Matsch.
  • Karotte & Frühlingszwiebeln: Bringen Farbe, Süße und Frische. Weißer und grüner Teil der Zwiebeln werden getrennt verwendet.
  • Sojasoße: Die Basis-Würze – sparsam dosieren und nach Geschmack nachsalzen.
  • Sesamöl: Sorgt für den typisch nussigen Geschmack und die nötige Hitze zum Anbraten.
  • MSG (optional): Verstärkt den herzhaften Umami-Geschmack. Kann weggelassen werden, wer möchte.

Tipps für den perfekten gebratenen Reis

Nur kalten Reis verwenden. Frisch gekochter, warmer Reis wird beim Anbraten matschig. Reis vom Vortag aus dem Kühlschrank ist ideal.
Pfanne richtig heiß werden lassen. Gebratener Reis lebt vom starken, kurzen Anbraten – bei zu niedriger Hitze wird er schnell weich statt knusprig.
Eier separat anbraten. So bleiben sie in erkennbaren, lockeren Stücken, statt sich unter dem Reis zu verlieren.
Reis mit dem Wender auflockern. Klumpen beim Zugeben mit dem Pfannenwender aufbrechen, damit sich die Würze gleichmäßig verteilt.

Zubereitung Schritt für Schritt

Die ausführliche Variante mit allen Kniffen. Wer direkt loslegen will, springt zur Rezept-Karte.

Zutaten vorbereiten

Karotten in kleine, feine Streifen schneiden, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und dabei das Weiße vom Grünen trennen. Knoblauch fein hacken. Eier in einer Schale aufschlagen und verquirlen.

Tipp: Alles bereitstellen, bevor die Pfanne heiß ist – beim Braten geht danach alles sehr schnell.

Gemüse anbraten

Die Hälfte des Sesamöls in einer Pfanne stark erhitzen. Karotten, weiße Frühlingszwiebeln und Knoblauch darin 1–2 Minuten scharf anbraten.

Achtung: Knoblauch verbrennt in der heißen Pfanne schnell und wird dann bitter – ständig bewegen.

Eier einarbeiten

Die verquirlten Eier dazugeben und mit anbraten, bis sie noch leicht schlotzig, also nicht ganz durchgestockt, sind.

Warum: Leicht unterbratene Eier garen im nächsten Schritt mit dem heißen Reis weiter und bleiben so schön saftig statt trocken.

Reis dazugeben

Den kalten Reis dazugeben, gut mit dem Gemüse und den Eiern vermischen und kurz mit anbraten, dabei Klumpen mit dem Pfannenwender auflockern.

Würzen

Zwei Drittel der grünen Frühlingszwiebeln dazugeben. Mit dem restlichen Sesamöl, der Sojasoße und dem MSG würzen. Alles gut vermengen, bis der Reis gleichmäßig gewürzt ist.

Anrichten

Den Reis anrichten und mit den restlichen Frühlingszwiebeln garnieren. Wer mag, gibt noch etwas Sriracha dazu.

Servier-Detail: Sofort servieren, solange er noch heiß und die Eier saftig sind.

Variationen

  • Mit Fleisch: Reste von Hähnchen, Schwein oder Garnelen passen hervorragend dazu – einfach mit anbraten.
  • Mehr Gemüse: Erbsen, Mais oder Paprika lassen sich problemlos mit einarbeiten.
  • Vegan: Eier weglassen oder durch Tofu-Rührei ersetzen.
  • Schärfer: Etwas Chiliöl oder mehr Sriracha direkt untermischen statt nur obendrauf.

Was du dazu servierst

  • Miso-Suppe — als leichte Ergänzung
  • Gurkensalat — asiatisch angemacht, für Frische
  • Ein Spiegelei obendrauf — für die klassische Variante mit extra Ei

Rezept zum Nachkochen

Hier findest du das komplette Rezept zum Ausdrucken oder Speichern — mit allen Zutaten, Schritten und Nährwerten auf einen Blick.

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Gebratener Reis mit Ei und Gemüse, angerichtet als Turm mit Sriracha und Frühlingszwiebeln, von oben

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Gebratener Reis

Rezept von Benne Benzing

Schnell gebratener Reis mit Ei, Karotte und Frühlingszwiebeln – die perfekte Resteverwertung für Reis vom Vortag.


  • Gesamtzeit20 minutes
  • Portionen2 1x

Zutaten

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  • 1 kleine Schüssel gekochter Reis vom Vortag (ca. 200 g)
  • 1/2 Karotte
  • 23 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 Eier
  • 34 EL Sojasoße
  • 56 EL Sesamöl
  • 1 TL MSG/Glutamat


Zubereitung

  1. Karotten in kleine Streifen schneiden, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und das Weiße vom Grünen trennen. Knoblauch fein hacken.
  2. Eier aufschlagen und verquirlen.
  3. In einer Pfanne die Hälfte des Sesamöls stark erhitzen. Karotten, weiße Frühlingszwiebeln und Knoblauch darin kurz scharf anbraten (1-2 Minuten).
  4. Eier hinzufügen und mit anbraten, bis sie noch leicht schlotzig sind.
  5. Reis dazugeben, gut vermischen und kurz mit anbraten.
  6. 2/3 der grünen Frühlingszwiebeln dazugeben. Mit dem restlichen Sesamöl, Sojasoße und MSG würzen. Alles gut vermengen.
  7. Den Reis anrichten und mit den restlichen Frühlingszwiebeln garnieren. Wer möchte, kann noch Sriracha hinzufügen.

Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 Portion
  • Kalorien: 670
  • davon Zucker: 3 g
  • Fett: 50 g
  • Kohlenhydrate: 32 g
  • Ballaststoffe: 2 g
  • Eiweiß: 20 g

Häufige Fragen zum gebratenen Reis

Kann ich frisch gekochten Reis verwenden?

Besser nicht direkt – frischer, warmer Reis ist zu feucht und wird beim Anbraten klebrig. Kalter Reis vom Vortag ergibt die typische körnige Textur.

Ist MSG ungesund?

Nein. Zahlreiche Lebensmittelbehörden, darunter FDA und EFSA, stufen MSG als unbedenklich ein. Glutamat kommt außerdem natürlich in vielen Lebensmitteln wie Parmesan oder Tomaten vor.

Kann ich das Rezept ohne MSG machen?

Ja, problemlos. Einfach weglassen und stattdessen etwas kräftiger mit Sojasoße würzen.

Wie lange hält sich gebratener Reis im Kühlschrank?

Luftdicht abgedeckt 2–3 Tage. Beim Aufwärmen am besten in der Pfanne statt in der Mikrowelle, damit er wieder etwas Röstaroma bekommt.

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