Rum-Kugeln sind Folge 22 meiner Serie Selbstgemacht ist geiler als gekauft – ein echter Klassiker wie von Oma: schokoladig, zart und mit einem feinen Schwips.
Diese Kugeln sind Folge 22 meiner Serie Selbstgemacht ist geiler als gekauft, in der ich bis Weihnachten jeden Tag eine kulinarische Geschenkidee zeige. Rumkugeln gehören zu den klassischen deutschen Weihnachtsgebäcken und haben ihren Ursprung eigentlich in der Resteverwertung: Traditionell wurden übrig gebliebene Kuchen- und Keksreste mit Rum getränkt, mit Schokolade gebunden und zu Kugeln geformt – ein cleverer Weg, nichts wegwerfen zu müssen. Diese Version verzichtet auf die Kuchenreste und setzt stattdessen direkt auf eine Ganache aus Schokolade und Butter, dadurch wird das Ergebnis deutlich zarter und schokoladiger als die krümelige Resteverwertungs-Variante.
Der Grund, warum diese Ganache so geschmeidig wird: Butter und Schokolade bestehen beide überwiegend aus Fett, das beim gemeinsamen Schmelzen eine homogene, streichfähige Masse bildet. Der Rum wird erst nach dem Herunternehmen vom Herd untergerührt, nicht mitgekocht – so bleibt der volle Alkohol- und Aromagehalt erhalten, während beim Kochen ein Teil des Alkohols verdunsten würde.
Das Rezept im Video
Wie die Kugeln geformt und gewälzt werden, siehst du im Reel.
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Mehr InformationenZutaten für Rum-Kugeln
- Butter: Macht die Ganache geschmeidig und sorgt dafür, dass die Kugeln beim Kühlen fest, aber nicht hart werden.
- Vollmilchschokolade: Gibt die milde, süße Grundnote und bindet die Masse mit der Butter zu einer glatten Ganache.
- Zartbitterschokolade: Bringt eine leicht bittere Tiefe, die die Süße der Vollmilchschokolade ausbalanciert.
- Rum: Das namensgebende Aroma, wird erst nach dem Schmelzen untergerührt, damit der volle Alkoholgehalt erhalten bleibt.
- Vanilleextrakt: Rundet die Schokoladennote ab und gibt eine warme Tiefe im Hintergrund.
- Schokostreusel: Die klassische Hülle, gibt zusätzlichen Crunch und verhindert, dass die Kugeln beim Anfassen kleben.
Tipps für perfekte Rum-Kugeln
Zubereitung Schritt für Schritt
Die kompakte Version mit Mengen findest du weiter unten in der Rezeptkarte – hier ausführlich, worauf es bei den einzelnen Schritten ankommt.
Schokolade hacken
Die Schokolade grob hacken, damit sie später gleichmäßig schmilzt.
Tipp: Kleinere Stücke schmelzen schneller und gleichmäßiger als ein großer Block.
Schmelzen
Zusammen mit der Butter über einem Wasserbad langsam schmelzen lassen und dabei ständig rühren, bis alles glatt ist.
Warum Wasserbad: Schonende, gleichmäßige Hitze, die Schokolade verbrennt oder flockt nicht aus.
Rum und Vanille unterrühren
Vom Herd nehmen und Rum sowie Vanilleextrakt unterrühren.
Warum vom Herd: So bleibt der Alkohol erhalten, statt beim Weiterkochen zu verdunsten.
Kühlen
Die Masse abgedeckt für etwa 1 bis 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis sie fest genug zum Formen ist.
Woran du erkennst, dass es passt: Ein Löffel hinterlässt einen Abdruck, ohne dass die Masse zurückfließt.
Formen und wälzen
Mit einem Teelöffel walnussgroße Portionen abnehmen, zu Kugeln formen und in den Schokostreuseln wälzen.
Tipp: Zwischendurch die Hände kurz mit kaltem Wasser abspülen, das erleichtert das Formen deutlich.
Nachkühlen
Die fertigen Rum-Kugeln nochmal kühlstellen, bis sie vollständig fest sind.
Warum: Erst richtig durchgekühlt halten die Kugeln beim Verpacken ihre Form.
Variationen
- Mit Amaretto statt Rum: Bringt eine mandelig-süße statt warm-karamellige Note.
- Mit Kokosraspeln: Statt Schokostreuseln gewälzt für eine exotischere Hülle.
- Mit Orangenzesten: Fein abgeriebene Orangenschale in der Masse für eine fruchtig-weihnachtliche Note.
Was du dazu servierst
- Zum Kaffee
- Auf dem Plätzchenteller zu Weihnachten
- In Pralinenförmchen mit Zellophan verpackt zum Verschenken
- Gemischt mit Spekulatius-Kugeln oder Trüffel Pralinen auf dem Plätzchenteller
Rezept zum Nachmachen
Hier die kompletten Rum-Kugeln kompakt zum Nachmachen, mit allen Mengen und Zeiten auf einen Blick.
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Rum-Kugeln
Schokoladig-zarte Rum-Kugeln wie von Oma, aus einer Ganache von Butter und Schokolade, in Schokostreuseln gewälzt.
- Gesamtzeit1 hour 58 minutes
- Portionen18 1x
- ErnährungVegetarisch
Zutaten
- 50 g Butter
- 100 g Vollmilchschokolade
- 75 g Zartbitterschokolade
- 2 EL Rum
- 1 TL Vanilleextrakt
- Schokostreusel (Vollmilch)
Zubereitung
- Die Schokolade grob hacken.
- Zusammen mit der Butter über einem Wasserbad langsam schmelzen lassen und dabei ständig rühren, bis alles glatt ist.
- Vom Herd nehmen und Rum sowie Vanilleextrakt unterrühren.
- Die Masse abgedeckt für etwa 1–2 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis sie fest genug zum Formen ist.
- Mit einem Teelöffel walnussgroße Portionen abnehmen, zu Kugeln formen und in den Schokostreuseln wälzen.
- Die fertigen Rum-Kugeln nochmal kühlstellen.
Recipe Video
Anmerkungen
[PRÜFEN] Ausbeute rechnerisch ca. 273 g Masse (inkl. ca. 20 g adhärierender Streusel), als 18 Kugeln à ca. 15 g gerechnet, da das Original keine Stückzahl nennt. Küche Deutsch gesetzt (Rumkugeln = klassisches deutsches Weihnachtsgebäck) – bitte gegenprüfen.
- Vorbereitung: 20 minutes
- Kühlzeit: 90 minutes
- Kochzeit: 8 minutes
- Kategorie: Süßes & Desserts
- Methode: Kalt zubereitet
- Küche: Deutsch
Nährwerte
- Portionsgröße: 1 Kugel
- Kalorien: 83
- davon Zucker: 5 g
- Fett: 6 g
- Kohlenhydrate: 6 g
- Ballaststoffe: 0 g
- Eiweiß: 1 g
Häufige Fragen zu Rum-Kugeln
Wie lange halten die Rum-Kugeln?
Im Kühlschrank etwa ein bis zwei Wochen.
Kann man die Kugeln ohne Alkohol machen?
Ja, den Rum durch Rumaroma oder etwas mehr Vanilleextrakt ersetzen, dann fehlt aber der charakteristische Schwips.
Warum zerfällt meine Masse beim Formen?
Meist ist sie noch zu warm – länger kühlen oder kurz ins Gefrierfach stellen.
Kann man die Kugeln einfrieren?
Ja, gut verpackt bis zu 2 Monate haltbar.
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