Johannisbeeren
„Sauer macht lustig" – kaum eine Frucht trägt das so stolz wie die Johannisbeere. Die kleinen Trauben in Rot, Weiß oder Schwarz bringen Frische und Säure in den Sommer und sind ein heimisches Vitamin-C-Kraftpaket. Ihren Namen verdankt sie dem Johannistag am 24. Juni, um den herum die ersten reif werden. Hier kommt alles über die Johannisbeere: die drei Farben, Saison, Lagerung und was du daraus zauberst.
Ribes rubrum (rot/weiß) / Ribes nigrum (schwarz)
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Juni – August
- Botanisch
- Ribes rubrum (rot/weiß) / Ribes nigrum (schwarz)
- Familie / Gattung
- Stachelbeergewächse (Grossulariaceae), Gattung Ribes
- Herkunft / Anbau
- Deutschlandweit; ursprünglich Nord-/Westeuropa
- Aufbewahrung
- ungewaschen, kühl – bis zu 3 Tage; gut zum Einfrieren
- Besonderheit
- eine der wenigen botanisch „echten" Beeren
Saison-Kalender für Johannisbeeren
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Johannisbeeren wirklich Saison haben
Die Johannisbeer-Saison startet pünktlich zum Namensgeber: Ab dem Johannistag (24. Juni) werden die roten und weißen reif, und die Saison läuft bis etwa Ende August. Eine Besonderheit: Schwarze Johannisbeeren reifen rund einen Monat später als die roten und weißen. Die Saison ist also gestaffelt – wer alle drei Farben mag, hat über Wochen Nachschub.
Meine Rezepte mit Johannisbeeren
Für Johannisbeeren habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund sind Johannisbeeren?
Johannisbeeren sind kalorienarm und stecken voller Vitamin C – die schwarzen ganz besonders, mit einem Gehalt, der den von Zitrusfrüchten übertrifft. Dazu kommen Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Das Kernöl der schwarzen Johannisbeere ist reich an Gamma-Linolensäure, einer wertvollen Fettsäure. Botanisch gehören Johannisbeeren übrigens zu den wenigen „echten" Beeren.
Rot, weiß oder schwarz – die drei Johannisbeeren
Rote Johannisbeere
Die bekannteste. Kräftig säuerlich, hübsch glänzend, perfekt für rote Grütze, Gelee, Kuchen und Saft.
Weiße Johannisbeere
Eine helle Variante der roten, etwas milder und süßer, seltener im Handel. Schön zum puren Naschen.
Schwarze Johannisbeere (Cassis)
Geschmacklich ein ganz eigenes Kaliber: kräftig würzig, herb, intensiv. Reift später, ist die Basis für Cassislikör, Sirup und Konfitüre. Enthält bis zu fünfmal mehr Vitamin C als die roten – mehr als Zitrusfrüchte!
Woran du gute Johannisbeeren erkennst
- Pralle, glänzende Beeren an den kleinen Rispen, unverletzte Haut
- Möglichst mit noch frischen, grünen (nicht welken) Blättchen an den Rispen – ein Frischezeichen
- Keine matschigen oder eingetrockneten Beeren
- Gleichmäßig ausgefärbt
Johannisbeeren richtig lagern
Johannisbeeren haben eine etwas festere Haut als andere Beeren und sind dadurch unempfindlicher – trotzdem sollte man sie gekühlt nicht länger als drei Tage aufbewahren. Ungewaschen und locker im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie am besten. Tipp: Die Beeren lassen sich mit einer Gabel leicht von den Rispen streifen.
Johannisbeeren haltbar machen
Einfrieren gelingt mühelos: Rispen waschen, abtropfen, Beeren abstreifen und einzeln vorfrieren – halten 10 bis 12 Monate. Das gilt für alle drei Farben. Wegen ihrer kräftigen Säure und des hohen Pektingehalts sind Johannisbeeren ideal für Gelee, Marmelade und Saft – sie gelieren von Natur aus gut.
Johannisbeeren in der Küche
Die rote ist der Star der roten Grütze und macht sich auf Kuchen (Baiser!), in Gelee, Saft und Sorbet wunderbar. Die schwarze brilliert in Likör, Sirup, Konfitüre und herzhaften Soßen zu Wild. Pur sind vor allem die milderen weißen und gezuckerte rote ein Genuss. Ein Spritzer Johannisbeersaft frischt auch Dressings und Desserts auf.
Häufige Fragen zu Johannisbeeren
Wann haben Johannisbeeren Saison?
Rote und weiße ab dem Johannistag (24. Juni) bis etwa Ende August, schwarze reifen rund einen Monat später. Insgesamt läuft die Saison von Juni bis August.
Was ist der Unterschied zwischen roten, weißen und schwarzen Johannisbeeren?
Rote sind kräftig säuerlich, weiße milder und süßer, schwarze (Cassis) würzig-herb und besonders vitaminreich. Schwarze reifen später und werden meist verarbeitet.
Warum heißt sie Johannisbeere?
Weil die ersten Früchte um den Johannistag (24. Juni) reif werden. Daher auch der Dialektname „Ribisel" von der Gattung Ribes.
Wie lange halten Johannisbeeren?
Gekühlt bis zu drei Tage. Ungewaschen und locker im Gemüsefach lagern, erst vor der Verarbeitung waschen und abstreifen.
Kann man Johannisbeeren einfrieren?
Ja, alle drei Farben halten gefroren 10 bis 12 Monate. Beeren von den Rispen streifen und einzeln vorfrieren.
Welche Johannisbeere hat am meisten Vitamin C?
Die schwarze – mit bis zu fünfmal mehr Vitamin C als die roten und mehr als Zitrusfrüchte.
Wofür eignen sich Johannisbeeren am besten?
Rote für Grütze, Gelee, Kuchen und Saft, schwarze für Likör, Sirup und Konfitüre. Durch den hohen Pektingehalt gelieren sie gut.
Sind Johannisbeeren gesund?
Ja, sehr. Sie sind kalorienarm und reich an Vitamin C (schwarze besonders) sowie Mineralstoffen.