Türkischer Zwiebelsalat mit Sumach und Petersilie

Türkischer Zwiebelsalat

Vier Zutaten, zehn Minuten, und trotzdem ist dieser Zwiebelsalat einer der prägendsten Geschmacksträger der türkischen Küche. Rohe Zwiebelringe, mit Salz sanft entschärft, mit Zitrone und Olivenöl mariniert und mit dem fruchtig-sauren Gewürz Sumach bestäubt – fertig ist die Beilage, die zu praktisch jedem gegrillten Fleisch, jedem Lahmacun und Döner dazugehört.

Zeit40 Min SchwierigkeitEinfach Portionen4
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Namensgebend für diesen Salat ist Sumach, ein dunkelrotes Gewürz aus den getrockneten und gemahlenen Früchten des Gerbersumachs. Die Pflanze ist im östlichen Mittelmeerraum und in Westasien heimisch und wächst vor allem in der Türkei, Griechenland, Syrien, Libanon, Iran und Irak. Geschmacklich erinnert Sumach an Zitrone – fruchtig-sauer, aber erdiger und milder als reiner Zitronensaft. In der türkischen, kurdischen, arabischen und persischen Küche wird es seit Jahrhunderten verwendet und ist eine der Hauptzutaten der Gewürzmischung Za’atar, die seit dem 13. Jahrhundert fester Bestandteil der Levante-Küche ist.

Der türkische Zwiebelsalat selbst – auf Türkisch Soğan Salatası – ist ein Klassiker der Mezze-Küche, wird aber auch als schnelle Beilage zu praktisch jedem gegrillten oder gebratenen Fleischgericht serviert. Das Prinzip ist überall gleich: Rohe Zwiebeln werden durch Salz und Säure mild gemacht, ohne ihren Crunch zu verlieren – eine einfache Technik, die den intensiven Zwiebelgeschmack zähmt und gleichzeitig frisch hält.

Türkischer Zwiebelsalat im Video

Wie die Zwiebeln gehobelt und mariniert werden, siehst du hier im Video.

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Zutaten für deinen Türkischen Zwiebelsalat

Nur vier Zutaten für den charakteristischen Geschmack:

  • Rote Zwiebeln: Milder als weiße Zwiebeln und optisch ansprechender in feinen Ringen.
  • Sumach: Das namensgebende, fruchtig-saure Gewürz aus dem östlichen Mittelmeerraum.
  • Zitronensaft: Verstärkt die Säure des Sumachs und mildert die Zwiebelschärfe zusätzlich.
  • Petersilie: Bringt Frische und Farbe in den ansonsten monochromen Salat.

Tipps für den perfekten Türkischen Zwiebelsalat

Wirklich dünn hobeln. Eine Mandoline sorgt für gleichmäßig hauchdünne Ringe, die die Marinade schneller aufnehmen.
Ziehzeit nicht überspringen. Erst nach 30 Minuten hat sich die anfangs scharfe Zwiebel zu einem milden, aromatischen Salat entwickelt.
Sumach sparsam dosieren und nachwürzen. Die Intensität schwankt je nach Marke – lieber erst wenig nehmen und nach Geschmack ergänzen.
Frisch zubereiten. Der Salat schmeckt am Tag der Zubereitung am besten – am nächsten Tag werden die Zwiebeln weicher und weniger knackig.

Zubereitung Schritt für Schritt

Die ausführliche Variante mit allen Kniffen. Wer direkt loslegen will, springt zur Rezept-Karte.

Zwiebeln und Petersilie vorbereiten

Zwiebeln schälen und mit einer Mandoline oder einem scharfen Messer in möglichst gleichmäßige, feine Ringe hobeln. Petersilie fein hacken, dabei auch die zarten Stiele mitverwenden, da sie viel Aroma tragen.

Tipp: Je feiner die Ringe, desto schneller zieht die Marinade ein und desto milder wird der Salat.

Marinieren

Zwiebelringe und Petersilie in eine Schüssel geben und mit Zitronensaft sowie Olivenöl gründlich vermengen, bis jeder Ring benetzt ist.

Warum: Die Säure beginnt sofort, die Schärfe der rohen Zwiebeln zu mildern, während das Olivenöl die Aromen bindet und den Sumach später besser haften lässt.

Sumach zugeben

Sumach und Salz zugeben und mit den Händen oder zwei Löffeln gut durchmischen, bis die Zwiebelringe gleichmäßig dunkelrot gefärbt sind.

Woran du erkennst, dass es passt: Alle Zwiebelringe sollten gleichmäßig mit dem roten Sumach überzogen sein.

Ziehen lassen

Den Salat etwa 30 Minuten ziehen lassen und anschließend servieren.

Servier-Detail: Die Ziehzeit ist der wichtigste Schritt – sie verwandelt scharfe rohe Zwiebeln in einen milden, aromatischen Salat.

Variationen

  • Mit Granatapfelkernen: Ein paar Granatapfelkerne geben zusätzliche Süße und Optik.
  • Mit Chiliflocken: Eine Prise Aleppo-Pfeffer oder Chiliflocken für etwas Schärfe.
  • Mit Minze: Frische Minze zusätzlich zur Petersilie für eine kühlere Note.

Was du dazu servierst

  • Lahmacun-Wrap — die klassische Kombination
  • Gegrilltes Fleisch oder Köfte — als frische, säuerliche Beilage
  • Ayran — das traditionelle türkische Joghurtgetränk

Rezept zum Nachmachen

Hier findest du das komplette Rezept zum Ausdrucken oder Speichern — mit allen Zutaten, Schritten und Nährwerten auf einen Blick.

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Türkischer Zwiebelsalat mit Sumach und Petersilie

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Türkischer Zwiebelsalat

Rezept von Benne Benzing

Frischer, säuerlicher Zwiebelsalat mit Sumach und Petersilie – die klassische türkische Beilage zu gegrilltem Fleisch und Lahmacun.



Zutaten

Skalieren
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 1 EL Sumach
  • Saft von ½ Zitrone
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Prise Salz


Zubereitung

  1. Zwiebeln in feine Ringe hobeln und Petersilie fein hacken.
  2. Beides in eine Schüssel geben und mit Zitronensaft sowie Olivenöl vermengen.
  3. Sumach und Salz zugeben und alles gut durchmischen.
  4. Salat etwa 30 Minuten ziehen lassen und anschließend servieren.

Recipe Video

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Anmerkungen

Das Salzen und Ziehenlassen nimmt den Zwiebeln einen Teil ihrer Schärfe, ohne den Crunch zu verlieren.


Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 Portion
  • Kalorien: 60
  • davon Zucker: 2 g
  • Fett: 5 g
  • Kohlenhydrate: 5 g
  • Ballaststoffe: 1 g
  • Eiweiß: 1 g

Häufige Fragen zum Türkischen Zwiebelsalat

Was kann ich statt Sumach verwenden?

Eine Mischung aus etwas mehr Zitronensaft und einer Prise Paprikapulver kommt geschmacklich am nächsten, ersetzt aber nicht ganz die erdige Note von echtem Sumach.

Wie lange hält sich der Salat im Kühlschrank?

Abgedeckt etwa 1–2 Tage, danach verlieren die Zwiebeln zunehmend ihren Crunch und werden weicher.

Warum wird der Salat gesalzen?

Salz zieht Flüssigkeit aus den Zwiebeln und mildert dadurch ihre Schärfe, ähnlich wie die Säure von Zitrone und Sumach.

Kann ich weiße statt rote Zwiebeln verwenden?

Ja, geschmacklich funktioniert es genauso gut, weiße Zwiebeln sind aber oft etwas schärfer und weniger farbenfroh.

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