Bratapfel-Aufstrich im geöffneten Bügelglas, goldbraune stückige Konfitüre

Bratapfel-Aufstrich

Bratapfel-Aufstrich ist Folge 21 meiner Serie Selbstgemacht ist geiler als gekauft – ein fruchtig-würziger Apfel-Aufstrich mit Zimt und Vanille, der wie ein Bratapfel im Glas schmeckt.

Zeit35 Min SchwierigkeitEinfach Ergibtca. 660 g
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Dieser Aufstrich ist Folge 21 meiner Serie Selbstgemacht ist geiler als gekauft, in der ich bis Weihnachten jeden Tag eine kulinarische Geschenkidee zeige. Der Bratapfel selbst wurde schon im Mittelalter über offenem Feuer gegart und ist seit dem 18. Jahrhundert fest mit der Adventszeit verbunden – klassischerweise gefüllt mit Nüssen, Rosinen und Zimt, serviert mit Vanillesauce. Dieser Aufstrich übersetzt genau diese Aromenkombination in ein Konfitüren-Glas: Äpfel, Zimt, Vanille und ein Schuss Rum statt der ganzen gebratenen Frucht. Wie bei meinem Bratapfelsirup oder meinem Bratapfellikör steckt das Bratapfel-Aroma auch hier in einer neuen Form – diesmal streichfähig im Glas.

Der Unterschied zu klassischer Marmelade steckt im Gelierzucker: Die 2:1-Variante enthält nur halb so viel Zucker im Verhältnis zur Frucht wie normaler Gelierzucker 1:1. Das ergibt einen weniger süßen, fruchtigeren Aufstrich – dafür ist er auch etwas kürzer haltbar, weil Zucker als natürliches Konservierungsmittel wirkt. Äpfel bringen zusätzlich von Natur aus viel Pektin mit, das beim Gelieren unterstützt, anders als etwa Erdbeeren, die von sich aus eher wenig Pektin enthalten.

Das Rezept im Video

Wie der Aufstrich eingekocht und abgefüllt wird, siehst du im Reel.

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Mehr Informationen

Zutaten für Bratapfel-Aufstrich

  • Äpfel: Die fruchtige Basis und Hauptzutat. Feste, säuerliche Sorten wie Boskoop oder Elstar halten beim Kochen die Stückigkeit besser als mehlige Sorten.
  • Zucker: Wird zu Beginn karamellisiert und gibt dem Aufstrich eine tiefere, leicht röstige Süße statt reiner Zuckersüße.
  • Apfelsaft: Löst das Karamell und gibt zusätzliche Fruchtigkeit, ohne dass mehr feste Apfelstücke nötig sind.
  • Zitronensaft: Die Säure balanciert die Süße aus und unterstützt zusätzlich das Gelieren durch den niedrigen pH-Wert.
  • Vanilleextrakt: Bringt die typische Bratapfel-Assoziation, die man sonst von Vanillesauce zum Bratapfel kennt.
  • Zimt: Die klassische Weihnachtsgewürznote, die den Aufstrich sofort nach Bratapfel schmecken lässt.
  • Gelierzucker 2:1: Sorgt für die Konfitüren-Konsistenz bei weniger Süße als klassischer 1:1-Gelierzucker.
  • Rum (optional): Rundet die Aromen ab und gibt eine warme, weihnachtliche Tiefe – lässt sich für eine alkoholfreie Version einfach weglassen.

Tipps für den perfekten Bratapfel-Aufstrich

Feste, säuerliche Apfelsorten wählen. Boskoop oder Elstar zerfallen beim Kochen nicht komplett und geben dem Aufstrich Struktur.
Zucker wirklich karamellisieren lassen, bevor die Äpfel dazukommen. Das gibt die typische Bratapfel-Röstnote.
Gelierprobe machen, bevor du abfüllst. Einen Klecks auf einen kalten Teller geben – wird er fest, ist die Konsistenz erreicht.
Gläser wirklich heiß befüllen und sofort verschließen. Das erzeugt beim Abkühlen ein Vakuum, das die Haltbarkeit verlängert.

Zubereitung Schritt für Schritt

Die kompakte Version mit Mengen findest du weiter unten in der Rezeptkarte – hier ausführlich, worauf es bei den einzelnen Schritten ankommt.

Äpfel vorbereiten

Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.

Warum kleine Würfel: Sie garen gleichmäßiger und lassen sich später leichter zu einer homogenen Masse verkochen.

Karamellisieren und ablöschen

Zucker in einem Topf karamellisieren lassen, Apfelstücke zugeben und mit dem Apfelsaft ablöschen.

Warum ablöschen: Stoppt das Karamellisieren am richtigen Punkt und verhindert, dass der Zucker anbrennt.

Köcheln

Zimt, Vanilleextrakt und Zitronensaft einrühren und alles etwa 10 bis 15 Minuten köcheln lassen, zwischendurch umrühren.

Woran du erkennst, dass es passt: Die Äpfel sind weich, zerfallen aber nicht komplett zu Brei.

Gelierzucker einkochen

Gelierzucker zugeben und die Masse 3 bis 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Warum sprudelnd: Nur bei voller Kochtemperatur aktiviert sich das Pektin im Gelierzucker zuverlässig.

Gelierprobe und Rum

Gelierprobe machen, und wenn die Konsistenz passt, den Rum unterrühren.

Tipp: Den Rum erst nach der Gelierprobe zugeben, damit beim Testen kein Alkohol mitverkocht wird.

Abfüllen

Heiß in sterile Gläser füllen, gut verschließen und vollständig auskühlen lassen.

Warum heiß abfüllen: Erzeugt beim Abkühlen ein Vakuum im Glas, das die Haltbarkeit deutlich verlängert.

Variationen

  • Mit Birnen: Einen Teil der Äpfel durch Birnen ersetzen für einen milderen, weniger säuerlichen Aufstrich.
  • Mit gehackten Walnüssen: Für mehr Textur und näher am klassischen, gefüllten Bratapfel.
  • Ohne Rum: Für Kinder oder eine alkoholfreie Version, dafür etwas mehr Vanille für zusätzliche Tiefe.

Was du dazu servierst

  • Auf frischem Brot oder Brötchen
  • Zu würzigem Bergkäse
  • Als Füllung für Plätzchen
  • Über Vanilleeis oder Grießpudding

Rezept zum Nachmachen

Hier der komplette Bratapfel-Aufstrich kompakt zum Nachmachen, mit allen Mengen und Zeiten auf einen Blick.

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Bratapfel-Aufstrich im offenen Bügelglas, dicht gefüllt mit Apfelstückchen

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Bratapfel-Aufstrich

Rezept von Benne Benzing

Fruchtig-würziger Apfel-Aufstrich mit Zimt und Vanille, der wie ein Bratapfel im Glas schmeckt.



Zutaten

Skalieren
  • 400 g Äpfel
  • 1 EL Zucker
  • 100 ml Apfelsaft
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Prise Zimt
  • 200 g Gelierzucker 2:1
  • 1 EL Rum (optional)


Zubereitung

  1. Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.
  2. Zucker in einem Topf karamellisieren lassen, Apfelstücke zugeben und mit dem Apfelsaft ablöschen.
  3. Zimt, Vanilleextrakt und Zitronensaft einrühren und alles ca. 10–15 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch umrühren.
  4. Gelierzucker zugeben und die Masse 3–4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  5. Gelierprobe machen, wenn die Konsistenz passt, den Rum unterrühren.
  6. Heiß in sterile Gläser füllen, gut verschließen und auskühlen lassen.

Recipe Video

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Anmerkungen

[PRÜFEN] Ausbeute rechnerisch ca. 660–670 g (nach Verdampfung beim Köcheln), als 33 Portionen à 1 EL/20 g gerechnet. Kategorie Soßen & Dips laut Vorgabe – Haselnuss-Kokos-Aufstrich (Staffel 1 Folge 4) lief demgegenüber unter Süßes & Desserts; Konsistenz bei Gelegenheit gegenprüfen.


Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 EL (20 g)
  • Kalorien: 34
  • davon Zucker: 8 g
  • Fett: 0 g
  • Kohlenhydrate: 8 g
  • Ballaststoffe: 0 g
  • Eiweiß: 0 g

Häufige Fragen zu Bratapfel-Aufstrich

Wie lange ist der Aufstrich haltbar?

Kühl und dunkel gelagert mehrere Monate. Nach dem Öffnen im Kühlschrank innerhalb weniger Wochen aufbrauchen.

Warum wird mein Aufstrich nicht fest?

Meist wurde er zu kurz sprudelnd gekocht oder es war zu wenig Gelierzucker im Verhältnis zur Fruchtmenge. Die Gelierprobe vor dem Abfüllen zeigt es zuverlässig.

Welche Apfelsorte eignet sich am besten?

Feste, säuerliche Sorten wie Boskoop oder Elstar, die beim Kochen nicht komplett zerfallen.

Kann man den Aufstrich ohne Alkohol machen?

Ja, der Rum ist im Rezept als optional markiert und lässt sich problemlos weglassen.

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