Ein einfaches, aber unglaublich aromatisches Pasta-Rezept mit cremigem Burrata und frischen Tomaten – perfekt für ein entspanntes Abendessen, bei dem die Zutatenliste kurz bleibt, der Geschmack aber trotzdem groß rauskommt. Keine Sahne, kein Trick, nur gute Zutaten, die sich gegenseitig die Bühne überlassen.
Burrata stammt aus Apulien in Süditalien, genauer aus der Stadt Andria. Die verbreitetste Ursprungsgeschichte datiert die Erfindung auf das Jahr 1956 und schreibt sie Lorenzo Bianchino vom Hof Piana Padura zu – der Legende nach entstand sie, um übrig gebliebene Mozzarella-Reste nicht verkommen zu lassen. Diese Reste wurden mit Sahne zur sogenannten Stracciatella vermischt und in einen Mantel aus frisch gezogenem Mozzarella-Teig eingeschlossen, der zum Beutel verschlossen wird. Genau das ist bis heute der Unterschied zu normaler Mozzarella: Die ist innen komplett fest und gleichmäßig, während Burrata eine feste Außenhülle hat, gefüllt mit weicher, cremiger Stracciatella.
Stracciatella selbst ist übrigens nichts anderes als diese Füllung ohne die feste Hülle drumherum – handzerrissene Mozzarella-Fäden in Sahne, quasi Burrata ohne Verpackung. Wer keine Burrata bekommt, kann also genauso gut Stracciatella verwenden, das Ergebnis ist nahezu identisch, nur ohne den Moment, in dem die Kugel beim Anschneiden aufreisst und ihre cremige Füllung freigibt.
Der Grund, warum die Burrata hier erst ganz am Ende in die heiße Pfanne kommt, liegt an ihrer Textur: Die ungekochte Füllung aus Stracciatella und Sahne ist sehr hitzeempfindlich. Bei längerem Erhitzen zerfällt sie strähnig und klumpig, statt cremig zu schmelzen. Die empfohlene Methode ist deshalb, die Burrata über die fertig heiße Pasta zu geben und nur durch die Resthitze leicht anschmelzen zu lassen – so bleibt der Kontrast zwischen zartschmelzendem Rand und cremigem Kern erhalten, den ein volles Aufkochen sofort zerstören würde.
Am besten schmeckt Burrata ohnehin bei Zimmertemperatur statt eiskalt aus dem Kühlschrank: Kalt ist der cremige Kern fester und das milchig-süße Aroma spielt sich weniger aus. Wer die Kugel also 20 Minuten vor dem Kochen schon aus dem Kühlschrank nimmt, holt spürbar mehr Geschmack aus diesem Rezept heraus – ein kleiner Handgriff, der keine zusätzliche Arbeit macht, aber den Unterschied ausmacht.
Das Rezept im Video
Wie die Burrata beim Unterrühren in Sekunden zu einer cremigen Soße wird, siehst du im Reel.
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Mehr InformationenZutaten für Tomaten-Burrata-Spaghetti
- Spaghetti: 300 g – al dente gekocht, das Nudelwasser wird noch gebraucht
- Cocktailtomaten: 150 g – werden in der Pfanne zur Soßenbasis
- Burrata: 1 Stück – kommt erst ganz zum Schluss dazu
- Basilikum: eine Handvoll frisch, erst am Ende zugeben
Tipps für die perfekte Burrata-Pasta
Zubereitung Schritt für Schritt
Die kompakte Version mit Mengen findest du weiter unten in der Rezeptkarte – hier ausführlich, worauf es bei den einzelnen Schritten ankommt.
Vorbereiten
Tomaten halbieren und den Knoblauch grob hacken, damit beides beim Anbraten gleichmäßig Aroma abgibt. Grobe Stücke statt feiner Würfel sorgen dafür, dass der Knoblauch nicht sofort verbrennt.
Tipp: Die Tomaten mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne legen – so karamellisieren sie schneller und werden süßer.
Spaghetti kochen
Die Spaghetti nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser al dente kochen. Kurz vor dem Abgießen unbedingt eine Tasse Nudelwasser abnehmen, denn die enthaltene Stärke wird gleich zum Bindemittel der Soße.
Woran du erkennst, dass es passt: Die Nudeln sollten noch leichten Biss haben, da sie in der Soße noch minimal nachgaren.
Tomaten anbraten
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Tomaten darin anbraten, bis die Tomaten weich werden und etwas Flüssigkeit abgeben. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann etwas Nudelwasser dazugeben, sodass eine aromatische, leicht sämige Tomatensoße entsteht.
Achtung: Den Knoblauch nur kurz mitbraten, bevor die Tomaten dazukommen – zu lange allein in heißem Öl wird er schnell bitter.
Burrata einarbeiten
Die Burrata direkt in die Pfanne geben und mit einem Löffel vorsichtig unterrühren, bis sie sich in der warmen Tomatensoße auflöst und alles schön cremig wird. Anschließend das frisch gezupfte Basilikum unterheben.
Warum: Die Resthitze der Pfanne reicht völlig aus, um die Burrata cremig zu schmelzen, ohne dass sie strähnig wird.
Pasta und Soße vereinen
Die fertigen Spaghetti direkt in die Pfanne zur Soße geben und alles gut durchschwenken, damit sich die cremige Burrata-Tomaten-Mischung um jeden Strang legt. Zum Anrichten mit einem Schuss gutem Olivenöl verfeinern.
Servier-Detail: Sofort servieren, solange die Burrata noch warm und cremig ist – beim Abkühlen wird sie schnell wieder fester.
Variationen
- Mit Chili: Eine getrocknete Chilischote beim Anbraten der Tomaten mitrösten, für eine dezente Schärfe.
- Mit Pinienkernen: Geröstete Pinienkerne zum Schluss über die Pasta streuen, für zusätzlichen Crunch.
- Als Vorspeise: Kleinere Portion ohne Nudeln, nur Tomatensoße und Burrata auf geröstetem Brot.
Was du dazu servierst
- Als Vorspeise davor: Tomate Mozzarella Brot im gleichen italienischen Stil
- Zum Auftunken der Soße: geröstetes Baguette oder Pan con Tomate
- Als Absacker danach: ein Espresso, ganz klassisch italienisch
Rezept zum Nachkochen
Hier die komplette Tomaten-Burrata-Spaghetti kompakt zum Nachkochen, mit allen Mengen und Zeiten auf einen Blick.
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Cremige Tomaten-Burrata-Spaghetti (Rezept)
Spaghetti in einer cremigen Sauce aus geschmolzener Burrata, angebratenen Cocktailtomaten und frischem Basilikum – einfaches Pasta-Rezept mit großem Geschmack.
- Gesamtzeit20 minutes
- Portionen2 1x
Zutaten
- 300 g Spaghetti
- 150 g Cocktailtomaten
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Burrata
- 1 Handvoll Basilikum
- Olivenöl
- Pfeffer & Salz
Zubereitung
- Tomaten halbieren, Knoblauch grob hacken.
- Spaghetti nach Packungsanweisung al dente kochen.
- Währenddessen Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Tomaten darin anbraten.
- Mit Salz und Pfeffer würzen.
- Etwas Nudelwasser dazugeben, sodass eine aromatische Tomatensoße entsteht.
- Burrata in die Pfanne geben und unterrühren, bis alles schön cremig ist.
- Frisches Basilikum grob zupfen und hinzufügen.
- Die fertige Pasta in die Soße geben, alles gut durchschwenken.
- Anrichten und mit etwas Olivenöl verfeinern.
Recipe Video
Anmerkungen
Burrata rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen – bei Zimmertemperatur schmeckt sie deutlich cremiger.
- Vorbereitung: 10 minutes
- Kochzeit: 10 minutes
- Methode: Kochen
- Küche: Italienisch
Nährwerte
- Portionsgröße: 1 Portion
- Kalorien: 850
- davon Zucker: 6 g
- Fett: 32 g
- Kohlenhydrate: 116 g
- Ballaststoffe: 6 g
- Eiweiß: 32 g
Häufige Fragen zu Tomaten-Burrata-Spaghetti
Kann man Burrata erhitzen?
Nur kurz und indirekt über die Resthitze eines fertigen Gerichts. Direktes Kochen macht sie strähnig und zerstört den cremigen Kern.
Wie lange ist Burrata haltbar?
Ungeöffnet im Originalwasser einige Tage bis wenige Wochen im Kühlschrank, nach dem Öffnen sollte sie innerhalb von 2–3 Tagen verzehrt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Burrata und Stracciatella?
Stracciatella ist die cremige Füllung aus handzerrissenem Mozzarella und Sahne – Burrata ist diese Füllung umhüllt von einer festen Mozzarella-Kugel.
Kann man Burrata durch normale Mozzarella ersetzen?
Nur bedingt: normale Mozzarella ist deutlich fester und trockener und liefert nicht den cremigen Effekt beim Verteilen über die Pasta. Stracciatella ist der bessere Ersatz.
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