Mirabellen
Klein, golden und zuckersüß: Die Mirabelle ist die kleine Schwester in der Pflaumenfamilie und ein echtes Sommerjuwel. Kaum größer als eine Kirsche, gelblich-rot und hocharomatisch. Ihren Namen verdankt sie wohl der französischen Stadt Mirabeau. Frisch vom Baum ist sie ein Genuss – nur leider keine, die lange hält. Hier kommt alles über die Mirabelle: Saison, Einkauf, Lagerung und Küche.
Prunus domestica subsp. syriaca
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Juli – September
- Botanisch
- Prunus domestica subsp. syriaca
- Familie / Gattung
- Rosengewächse (Rosaceae), Steinobst
- Herkunft / Anbau
- Süddeutschland und Frankreich (v.a. Lothringen)
- Aufbewahrung
- sehr kurz haltbar – max. 2 Tage
- Besonderheit
- auch „gelbe Zwetschge" genannt; kirschgroß und zuckersüß
Saison-Kalender für Mirabellen
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Mirabellen Saison haben
Die Mirabellensaison ist kurz und liegt im Juli bis September, mit Schwerpunkt im August. Mirabellen sind wärmeliebend und werden vor allem in Süddeutschland und in Frankreich (Lothringen ist berühmt dafür) angebaut. Als Spätblüher entgehen sie oft den Spätfrösten und tragen deshalb meist zuverlässig.
Meine Rezepte mit Mirabellen
Für Mirabellen habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund sind Mirabellen?
Gut zu wissen
Mirabellen sind wie alle Pflaumen reich an B-Vitaminen, Vitamin C, Kalium und Ballaststoffen. Durch ihre Süße haben sie etwas mehr Zucker als manch andere Pflaume, sind aber immer noch moderat in den Kalorien. Die gelbe Farbe bringt etwas Beta-Carotin mit.
Was die Mirabelle ausmacht
Die Mirabelle ist eine Unterart der Pflaume, wird aber auch „gelbe Zwetschge" genannt:
- Größe: klein, etwa kirschgroß
- Farbe: gelb bis gelblich-rot, oft mit roten Pünktchen
- Geschmack: sehr süß, hocharomatisch, kaum Säure
- Fruchtfleisch: fest, Stein löst sich leicht
Die bekannteste Sorte ist die „Mirabelle von Nancy".
Woran du gute Mirabellen erkennst
- Pralle, gold-gelbe Früchte mit fester Haut
- Geben auf sanften Druck leicht nach (reif), aber nicht matschig
- Keine aufgeplatzten, braunen oder matschigen Stellen
- Möglichst frisch kaufen – sie halten nicht lange
Mirabellen richtig lagern
Mirabellen sind schlecht lagerfähig und sollten innerhalb von ein bis zwei Tagen verbraucht werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie kurz. Am besten gleich nach dem Kauf verarbeiten oder naschen – wer einen Mirabellenbaum hat, kennt die Schwemme und friert oder kocht ein.
Mirabellen haltbar machen
Weil frische Mirabellen kaum haltbar sind, lohnt das Konservieren besonders: Einfrieren (entsteint, einzeln vorgefroren), Einkochen zu Marmelade und Kompott oder Einwecken im Glas. Mirabellenmarmelade ist ein Klassiker. Auch zu Likör und (in Frankreich) zum berühmten Mirabellen-Schnaps werden sie verarbeitet.
Mirabellen in der Küche
Frisch vom Baum sind sie unschlagbar. Sonst: als Marmelade, Kompott, auf Kuchen und Tarte (Mirabellentarte ist ein Genuss), im Obstsalat. Wegen ihrer Süße brauchen sie wenig Zucker. Sie passen auch zu herzhaften Gerichten und machen sich gut in einem sommerlichen Chutney.
Häufige Fragen zu Mirabellen
Wann haben Mirabellen Saison?
Von Juli bis September, Schwerpunkt August. Sie werden vor allem in Süddeutschland und in Lothringen (Frankreich) angebaut.
Was ist eine Mirabelle?
Eine kleine, kirschgroße, goldgelbe und sehr süße Unterart der Pflaume, auch „gelbe Zwetschge" genannt. Bekannteste Sorte: Mirabelle von Nancy.
Was ist der Unterschied zwischen Mirabelle und Reneklode?
Beide sind Pflaumen-Unterarten. Mirabellen sind klein und gelb, Renekloden größer und meist grünlich-gelb. Beide sind sehr aromatisch und schlecht lagerfähig.
Wie lange halten Mirabellen?
Sehr kurz – höchstens ein bis zwei Tage. Am besten gleich verarbeiten oder naschen.
Kann man Mirabellen einfrieren?
Ja, entsteint und einzeln vorgefroren. Da sie frisch kaum haltbar sind, lohnt sich das Konservieren besonders.
Wofür verwendet man Mirabellen?
Für Marmelade, Kompott, Kuchen und Tarte, im Obstsalat und zu Likör oder Schnaps. Durch ihre Süße brauchen sie wenig Zucker.
Muss man Mirabellen schälen?
Nein, die Haut wird mitgegessen. Zum Entsteinen lassen sie sich leicht aufdrücken, der Stein löst sich gut.
Sind Mirabellen gesund?
Ja. Sie liefern B-Vitamine, Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Durch die Süße etwas zuckerreicher, aber moderat in den Kalorien.