Mirabellen

Mirabellen

Klein, golden und zuckersüß: Die Mirabelle ist die kleine Schwester in der Pflaumenfamilie und ein echtes Sommerjuwel. Kaum größer als eine Kirsche, gelblich-rot und hocharomatisch. Ihren Namen verdankt sie wohl der französischen Stadt Mirabeau. Frisch vom Baum ist sie ein Genuss – nur leider keine, die lange hält. Hier kommt alles über die Mirabelle: Saison, Einkauf, Lagerung und Küche.

Prunus domestica subsp. syriaca

Steckbrief

Saison (frisch)
Juli – September
Botanisch
Prunus domestica subsp. syriaca
Familie / Gattung
Rosengewächse (Rosaceae), Steinobst
Herkunft / Anbau
Süddeutschland und Frankreich (v.a. Lothringen)
Aufbewahrung
sehr kurz haltbar – max. 2 Tage
Besonderheit
auch „gelbe Zwetschge" genannt; kirschgroß und zuckersüß

Saison-Kalender für Mirabellen

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.

Wann Mirabellen Saison haben

Die Mirabellensaison ist kurz und liegt im Juli bis September, mit Schwerpunkt im August. Mirabellen sind wärmeliebend und werden vor allem in Süddeutschland und in Frankreich (Lothringen ist berühmt dafür) angebaut. Als Spätblüher entgehen sie oft den Spätfrösten und tragen deshalb meist zuverlässig.

Meine Rezepte mit Mirabellen

Für Mirabellen habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.

Wie gesund sind Mirabellen?

Gut zu wissen

Mirabellen sind wie alle Pflaumen reich an B-Vitaminen, Vitamin C, Kalium und Ballaststoffen. Durch ihre Süße haben sie etwas mehr Zucker als manch andere Pflaume, sind aber immer noch moderat in den Kalorien. Die gelbe Farbe bringt etwas Beta-Carotin mit.

Was die Mirabelle ausmacht

Die Mirabelle ist eine Unterart der Pflaume, wird aber auch „gelbe Zwetschge" genannt:

  • Größe: klein, etwa kirschgroß
  • Farbe: gelb bis gelblich-rot, oft mit roten Pünktchen
  • Geschmack: sehr süß, hocharomatisch, kaum Säure
  • Fruchtfleisch: fest, Stein löst sich leicht

Die bekannteste Sorte ist die „Mirabelle von Nancy".

Woran du gute Mirabellen erkennst

  • Pralle, gold-gelbe Früchte mit fester Haut
  • Geben auf sanften Druck leicht nach (reif), aber nicht matschig
  • Keine aufgeplatzten, braunen oder matschigen Stellen
  • Möglichst frisch kaufen – sie halten nicht lange

Mirabellen richtig lagern

Mirabellen sind schlecht lagerfähig und sollten innerhalb von ein bis zwei Tagen verbraucht werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie kurz. Am besten gleich nach dem Kauf verarbeiten oder naschen – wer einen Mirabellenbaum hat, kennt die Schwemme und friert oder kocht ein.

Mirabellen haltbar machen

Weil frische Mirabellen kaum haltbar sind, lohnt das Konservieren besonders: Einfrieren (entsteint, einzeln vorgefroren), Einkochen zu Marmelade und Kompott oder Einwecken im Glas. Mirabellenmarmelade ist ein Klassiker. Auch zu Likör und (in Frankreich) zum berühmten Mirabellen-Schnaps werden sie verarbeitet.

Mirabellen in der Küche

Frisch vom Baum sind sie unschlagbar. Sonst: als Marmelade, Kompott, auf Kuchen und Tarte (Mirabellentarte ist ein Genuss), im Obstsalat. Wegen ihrer Süße brauchen sie wenig Zucker. Sie passen auch zu herzhaften Gerichten und machen sich gut in einem sommerlichen Chutney.

Häufige Fragen zu Mirabellen

Wann haben Mirabellen Saison?

Von Juli bis September, Schwerpunkt August. Sie werden vor allem in Süddeutschland und in Lothringen (Frankreich) angebaut.

Was ist eine Mirabelle?

Eine kleine, kirschgroße, goldgelbe und sehr süße Unterart der Pflaume, auch „gelbe Zwetschge" genannt. Bekannteste Sorte: Mirabelle von Nancy.

Was ist der Unterschied zwischen Mirabelle und Reneklode?

Beide sind Pflaumen-Unterarten. Mirabellen sind klein und gelb, Renekloden größer und meist grünlich-gelb. Beide sind sehr aromatisch und schlecht lagerfähig.

Wie lange halten Mirabellen?

Sehr kurz – höchstens ein bis zwei Tage. Am besten gleich verarbeiten oder naschen.

Kann man Mirabellen einfrieren?

Ja, entsteint und einzeln vorgefroren. Da sie frisch kaum haltbar sind, lohnt sich das Konservieren besonders.

Wofür verwendet man Mirabellen?

Für Marmelade, Kompott, Kuchen und Tarte, im Obstsalat und zu Likör oder Schnaps. Durch ihre Süße brauchen sie wenig Zucker.

Muss man Mirabellen schälen?

Nein, die Haut wird mitgegessen. Zum Entsteinen lassen sie sich leicht aufdrücken, der Stein löst sich gut.

Sind Mirabellen gesund?

Ja. Sie liefern B-Vitamine, Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Durch die Süße etwas zuckerreicher, aber moderat in den Kalorien.