Pflaumen
Pflaume, Zwetschge, Mirabelle, Reneklode – kaum ein Obst sorgt für so viel Verwirrung. Dabei sind sie alle eine große Familie: Unterarten der Kulturpflaume. Die Pflaume selbst ist die runde, saftige, vielfarbige unter ihnen. Hier kommt alles, was du über die Pflaume wissen musst, inklusive der Aufklärung, wie du sie von der Zwetschge unterscheidest – und warum das beim Backen einen echten Unterschied macht.
Prunus domestica
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Juli – Oktober
- Botanisch
- Prunus domestica
- Familie / Gattung
- Rosengewächse (Rosaceae), Steinobst
- Herkunft / Anbau
- Deutschlandweit; eines der robustesten heimischen Obstgehölze
- Aufbewahrung
- ungewaschen, mit Reif, kühl – bis zu 1 Woche
- Besonderheit
- über 2.000 Sorten; Zwetschge, Mirabelle, Reneklode sind Unterarten
Saison-Kalender für Pflaumen
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Pflaumen Saison haben
Die Pflaumensaison läuft von Juli bis Oktober, die Hauptsaison liegt im August und September. Pflaumen gehören zu den robustesten heimischen Obstbäumen und gedeihen in ganz Deutschland. Mit über 2.000 Sorten und der gestaffelten Reife der verschiedenen Unterarten zieht sich die „Pflaumenzeit" über mehrere Monate.
Meine Rezepte mit Pflaumen
Für Pflaumen habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund sind Pflaumen?
Gut zu wissen
Pflaumen sind reich an B-Vitaminen, Vitamin C, Kalium und Ballaststoffen. Bekannt sind sie vor allem für ihre verdauungsfördernde Wirkung – frisch und besonders als Trockenpflaumen, die viel Sorbit und Ballaststoffe enthalten. Dazu liefern die dunklen Sorten Anthocyane (Antioxidantien).
Pflaume oder Zwetschge – der wichtige Unterschied
Das wird ständig verwechselt, dabei ist es fürs Kochen und Backen entscheidend:
Pflaume
Meist runder und größer, Fruchtfleisch weicher und saftiger, Farbe von blau über rot bis gelb. Der Stein sitzt fester am Fruchtfleisch. Süß-saftig, top zum Frischverzehr.
Zwetschge
Länglich-oval, fast immer blauviolett, Fruchtfleisch fester und trockener, Stein löst sich leicht. Süß mit feiner Säure. DER Klassiker fürs Backen (Zwetschgenkuchen!), weil sie beim Backen nicht zerläuft.
Faustregel: Saftige runde Pflaume zum Naschen, feste längliche Zwetschge zum Backen.
Woran du gute Pflaumen erkennst
- Pralle Früchte mit straffer Haut
- Der weißliche „Reif" (Duftfilm) auf der Schale ist ein Frischezeichen – nicht abwischen
- Geben auf sanften Druck leicht nach (reif), aber nicht matschig
- Keine Druckstellen, Risse oder eingetrocknete Stellen
Pflaumen richtig lagern
Ungewaschen, mit dem schützenden Reif und am besten in ein Tuch gewickelt, halten Pflaumen im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu einer Woche – länger als die meisten anderen Steinobst-Arten. Leicht unreife reifen bei Zimmertemperatur etwas nach.
Pflaumen haltbar machen
Einfrieren: waschen, trockentupfen, entsteinen und einfrieren – halten bis zu einem Jahr. Klassisch werden Pflaumen zu Pflaumenmus eingekocht (ein Herbst-Klassiker, der stundenlang einköchelt), zu Marmelade oder Kompott. Auch Dörren (Trockenpflaumen) ist eine alte Methode. Eingelegt in Rotweinessig mit Nelken und Zimt sind sie eine feine Beilage.
Pflaumen in der Küche
Frisch zum Naschen, im Obstsalat oder als Kompott. Der Star ist natürlich der Pflaumen- bzw. Zwetschgenkuchen mit Streuseln. Pflaumenmus aufs Brot oder in Krapfen, Pflaumen zu Wild und Ente, im Chutney oder als Zwetschgenröster zu Kaiserschmarrn. Die Kombination mit Zimt und Nelken ist klassisch herbstlich.
Häufige Fragen zu Pflaumen
Wann haben Pflaumen Saison?
Von Juli bis Oktober, Hauptsaison ist August und September. Durch viele Unterarten und Sorten zieht sich die Saison über mehrere Monate.
Was ist der Unterschied zwischen Pflaume und Zwetschge?
Pflaumen sind runder, saftiger und vielfarbig, der Stein sitzt fest. Zwetschgen sind länglich, blau, fester und trockener, der Stein löst sich leicht. Zwetschgen eignen sich besser zum Backen.
Welche nimmt man für Pflaumenkuchen?
Zwetschgen. Ihr festes Fruchtfleisch zerläuft beim Backen nicht und wässert den Teig nicht – anders als saftige Pflaumen.
Was ist der weiße Belag auf Pflaumen?
Der natürliche „Reif" oder Duftfilm – eine dünne Wachsschicht, die die Frucht vor dem Austrocknen schützt. Er ist ein Frischezeichen und sollte erst vor dem Verzehr abgewaschen werden.
Wie lange halten Pflaumen?
Ungewaschen und mit Reif bis zu einer Woche im Gemüsefach des Kühlschranks – länger als die meisten Steinobst-Sorten.
Kann man Pflaumen einfrieren?
Ja, gewaschen, getrocknet und entsteint bis zu einem Jahr. Ideal für Mus, Kompott und Kuchen.
Wofür verwendet man Pflaumen?
Frisch, als Pflaumenmus, Marmelade, Kompott, im Kuchen (mit Zwetschgen), als Chutney und zu Wild und Ente.
Sind Pflaumen gesund?
Ja. Sie liefern B-Vitamine, Kalium, Ballaststoffe und Anthocyane und sind für ihre verdauungsfördernde Wirkung bekannt (besonders Trockenpflaumen).