Kauaʻi – die Garteninsel: unser Start in die Hawaii-Hochzeitsreise

Kauaʻi – die Garteninsel: unser Start in die Hawaii-Hochzeitsreise

Unsere Hochzeitsreise beginnt auf Kauaʻi, der Garteninsel – Waimea Canyon, Nāpali Coast und die besten Foodspots am Straßenrand.

Lesezeit 6 Min
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2024 ging es für uns auf die wohl schönste Reise unseres Lebens: unsere Hochzeitsreise nach Hawaii. Von Mitte Mai bis Anfang Juni ging es über vier Inseln in gut zwei Wochen – Kauaʻi, Oʻahu, Maui und Big Island, genau in dieser Reihenfolge. Jede hat ihren eigenen Charakter, und jede bekommt deshalb hier auch ihren eigenen Beitrag. Den Anfang macht die Insel, auf der wir gelandet sind und die uns sofort verzaubert hat: Kauaʻi, die Garteninsel.

Und ich nehme das Fazit mal vorweg: Drei Tage waren viel zu kurz. Wenn wir es nochmal planen würden, bekäme gerade Kauaʻi deutlich mehr Zeit. Aber der Reihe nach.

Anreise & beste Reisezeit

  • Anreise: Über San Francisco zum Flughafen Līhuʻe an der Ostküste Kauaʻis. Wir kamen spät abends an – plane den ersten Abend entspannt, viel ist dann nicht mehr offen.
  • Mietwagen: Unbedingt ein Auto mit Allrad. Wir hatten einen Jeep Wrangler 4×4 – kein Luxus, sondern Pflicht. Ecken wie Polihale erreichst du mit einem normalen Wagen schlicht nicht.
  • Beste Reisezeit: Kauaʻi ist die feuchteste, grünste der Inseln – daher das satte Grün. Trockener sind die Monate etwa April bis Oktober. Wir waren Mitte Mai bis Anfang Juni dort – eine wunderbare Zeit.
  • Aufenthalt: Wir hatten drei Tage – plane lieber mehr ein, fünf bis sechs Tage tun der Garteninsel gut.
Jeep Wrangler Mietwagen auf Kauaʻi

Unsere Stationen auf Kauaʻi

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Ankunft & das Hotel

Wir landeten spät in Līhuʻe, schnappten uns den Jeep und fuhren hoch an die Wailua Bay, ein paar Kilometer nördlich. Unser Hotel: das Hilton Garden Inn Kauaʻi an der Wailua Bay – eine schöne, grüne Anlage mit einer herrlichen Gartenanlage, die wir allerdings erst am nächsten Morgen in ihrer ganzen Pracht sahen. Denn als wir ankamen, war es längst dunkel.

Was wir an diesem ersten Abend lernten: Auf Kauaʻi ist abends ziemlich schnell „Schicht im Schacht“. Die Sonne geht früh unter, die Geschäfte schließen zeitig, und so standen wir am ersten Abend tatsächlich etwas hungrig da, ohne groß noch etwas zu essen zu bekommen. Also ab ins Bett – und am nächsten Morgen empfing uns die Insel in ihrer ganzen Schönheit.

Bar im Hilton Garden Inn Kauaʻi, Wailua Bay

Essen: der Coconut MarketPlace

Frühstück oder Verpflegung gab es im Hotel nicht – also wurde der Coconut MarketPlace in Wailua unser erster Anlaufpunkt, meist gleich morgens. Ein offener Platz mit lauter kleinen Geschäften, Restaurants, Fressbuden und Souvenirläden. Hier haben wir uns für unsere Ausflüge eingedeckt oder direkt gefrühstückt. Es gab Thai-Essen, Shave Ice (die hawaiianische Variante des Raspeleises), natürlich Poke Bowls und richtig gute Sashimi-Salate, die wir oft mitgenommen haben. Und die berühmten Huli-Huli-Chicken – über offenem Feuer gegrilltes, mariniertes Hähnchen, ein hawaiianischer Klassiker.

Sashimi Bowl vom Coconut MarketPlace

Foodspot

Coconut MarketPlace

Ort: Kapaʻa/Wailua

Offener Markt-Platz mit Restaurants, Foodtrucks und Läden. Unser Morgen-Stammplatz auf Kauaʻi: Poke Bowls, Sashimi-Salate, Thai, Shave Ice und Huli-Huli-Chicken. Ideal, um sich für Ausflüge zu verproviantieren.

Die freilaufenden Hühner

Eine Sache, die uns sofort auffiel – und mit der wir so nicht gerechnet hatten: Überall auf Kauaʻi laufen frei Hühner herum. Wirklich überall. Schon am ersten Morgen vor dem Hotel saß eins, dann standen sie in den Städtchen, am Coconut MarketPlace, mitten auf der Insel am Straßenrand. Kauaʻi ist berühmt für seine wilden Hühner – ein Markenzeichen der Insel, das einen mit einem Schmunzeln durch den ganzen Aufenthalt begleitet.

Freilaufendes Huhn auf Kauaʻi

Die Insel erkunden: von der Ostküste bis Hanalei

Wir sind die Insel in unseren drei Tagen wirklich abgefahren: die Ostküste hoch in den Norden bis nach Hanalei, einem wunderschönen kleinen Surfer- und Service-Städtchen. Was uns dabei am meisten überwältigt hat, war die Natur – diese unfassbare Vielzahl an Pflanzen, dieses satte Grün, die bunten Blüten überall. Nicht ohne Grund nennt man Kauaʻi die Garteninsel. Sie wirkt noch ursprünglicher und wilder als die anderen Inseln, die wir danach gesehen haben.

Highlight 1: der Waimea Canyon

Ein absolutes Pflichtprogramm auf Kauaʻi: der Waimea Canyon, auch „Grand Canyon des Pazifiks“ genannt. Und der Name ist nicht übertrieben. Über Millionen Jahre hat sich die Schlucht hier ins Land gegraben – bis zu rund 900 Meter tief, mit dramatisch rot, orange und grün geschichteten Felswänden. Anders als sein großer Bruder in Arizona entstand er nicht nur durch einen Fluss, sondern durch den Kollaps eines Vulkanschilds, später weiter geformt vom Regen des Mount Waiʻaleʻale – einem der regenreichsten Orte der Erde. Der Name Waimea bedeutet „rötliches Wasser“, nach der roten Erde, die der Fluss mit sich führt.

Man kann den Canyon wunderbar von verschiedenen Aussichtspunkten entlang der Panoramastraße erleben – und für alle, die mehr wollen, gibt es jede Menge Wanderwege. Es lohnt sich, früh dran zu sein, bevor Wolken und Andrang kommen.

Blick in den Waimea Canyon, Grand Canyon des Pazifiks

Essen in Waimea: Tacos & Shrimp

Am Fuße der Canyon-Straße, im Städtchen Waimea, haben wir eine der besten Essens-Erinnerungen der ganzen Insel gesammelt. Erst gab es bei „Island Tacos“ sensationelle Fischtacos – frisch, würzig, genau richtig. Und genau gegenüber liegt „The Shrimp Station“, wo wir uns noch ein paar Coconut Shrimp reingezogen haben. Beides ein Traum, und beides genau die Art von unprätentiösem, ehrlichem Essen, das ich liebe: ein Stand am Straßenrand, Pappteller, und einfach richtig gut.

Fischtacos von Island Tacos in Waimea

Foodspot

Island Tacos

Ort: Waimea

Kleiner Stand in Waimea, am Fuß der Waimea Canyon Road. Berühmt für seine Fischtacos (u. a. Wasabi-Ahi-Tuna). Perfekter Stopp vor oder nach dem Canyon.

Foodspot

The Shrimp Station

Ort: Waimea

Direkt gegenüber von Island Tacos. Roadside-Shrimp-Shack mit – ihrer Aussage nach – „der besten Coconut Shrimp der Welt“. Dazu Garlic Shrimp, Thai Shrimp & Co. Frisch, schnell, herrlich unkompliziert.

Highlight 2: Polihale State Park & der Sonnenuntergang

Und jetzt der Moment, für den wir den Jeep wirklich gebraucht haben: der Polihale State Park ganz im Westen. Die Anfahrt geht über eine ziemlich katastrophale Piste – mit einem normalen Auto würde ich das auf keinen Fall versuchen. Aber die Mühe lohnt sich tausendfach: Polihale hat den mit Abstand schönsten Sonnenuntergang, den wir je gesehen haben. Wir hatten uns eine frische Ananas mitgenommen (die wachsen ja hier auf Hawaii) und etwas Sashimi-Salat, haben uns in den Sand gesetzt und der Sonne beim Untergehen zugeschaut. Frische Ananas, der weite Strand, dieses Licht – das war einer dieser Momente, die man nie vergisst.

Benne mit frischer Ananas am Polihale State Park

Highlight 3: die Nāpali Coast per Speedboot

Unser absolutes Krönungs-Highlight auf Kauaʻi war die Nāpali Coast. Diese sagenhafte Steilküste im Nordwesten der Insel kann man weder mit dem Auto erreichen noch zu Fuß mal eben besuchen – nur per Boot, zu Fuß über lange Wanderungen oder aus der Luft. Wir haben sie mit einer Speedboot-Tour erkundet, und es war einfach unbeschreiblich.

Musik an Bord, beste Laune – und dann fährt man mit dem Boot wirklich in die Lavahöhlen hinein und schaut sich dieses gewaltige Naturschauspiel von außen an. Die schroffen, grün überwucherten Klippen, die senkrecht ins Meer abfallen – Bilder werden dem kaum gerecht. Unterwegs gab es einen Stopp an einem Strand, wo die Crew eine kleine, wunderschön vorbereitete Snackbox für uns hatte und eine kurze Führung gab, weil dort früher ein altes polynesisches Dorf stand.

Und dann waren wir schnorcheln – und es wurde noch besser: Neben uns tauchte plötzlich eine Mönchsrobbe auf, und kurz darauf eine riesige Meeresschildkröte. Es war das erste Mal in unserem Hawaii-Urlaub, dass wir die beiden so hautnah erlebt haben, einfach neben uns im Wasser. Ein Gänsehaut-Moment.

Die Klippen der Nāpali Coast auf Kauaʻi

Fazit

Kauaʻi hat uns sofort gepackt – mit seiner wilden, grünen Ursprünglichkeit, dem Waimea Canyon, der Nāpali Coast und diesen kleinen, ehrlichen Foodspots am Straßenrand. Die einzige Sache, die wir anders machen würden: mehr Zeit einplanen. Drei Tage reichen einfach nicht, um die Garteninsel wirklich zu erleben. Wenn du deine Hawaii-Route planst, gib Kauaʻi ruhig fünf bis sechs Tage – du wirst es nicht bereuen.

Weiter ging es für uns auf die nächste Insel – mit deutlich mehr Trubel und noch mehr gutem Essen. Weiter geht’s auf Oʻahu → (Beitrag folgt in Kürze.)

Eindrücke von Kauaʻi

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