Ein aufgeschnittenes Focaccia-Brot, cremige Stracciatella, hauchdünne Mortadella und süße Sommertomaten – mehr braucht ein gutes italienisches Sandwich nicht. Dieses Focaccia-Sandwich ist in wenigen Minuten zusammengebaut, schmeckt aber, als käme es direkt aus einer Bar in der Toskana. Das passende Brot dafür ist unsere Focaccia Genovese.
Focaccia ist in Italien nie nur Beilage, sondern seit jeher auch die Basis für ein gutes Sandwich – vor allem an der ligurischen Küste, wo das flache, olivenölgetränkte Brot herkommt. Aufgeschnitten und belegt wird daraus ein „Focaccia farcita“, ein gefülltes Focaccia-Sandwich, wie man es an fast jeder Bar zwischen Genua und der Toskana bekommt: schnell gemacht, meistens im Stehen gegessen, und trotzdem nie lieblos.
Die Kombination aus Mortadella und Stracciatella ist dabei kein Zufall. Mortadella aus Bologna bringt die milde Würze und diese samtige Textur, Stracciatella – das zerzupfte, sahnige Innenleben der Burrata – legt sich wie eine zweite Butterschicht darüber. Dazu kommen süße Tomaten, ein Löffel Giardiniera für den säuerlichen Crunch und frisches Basilikum. Mehr Zutaten braucht dieses Sandwich nicht, weil jede einzelne davon schon genug Geschmack mitbringt.
Entstanden ist dieses Rezept auf einer Reise durch Italien – der Blick auf toskanische Zypressen im Hintergrund verrät es. Genau das ist auch der Reiz an diesem Sandwich: Es braucht keine Küche, keinen Herd, keine Ausrüstung – nur ein gutes Focaccia und ein paar Zutaten vom italienischen Feinkostladen um die Ecke, und schon steht ein Mittagessen auf dem Tisch, das nach Urlaub schmeckt.
Focaccia-Sandwich im Video
Hier siehst du, wie schnell das Sandwich zusammengebaut ist – vom aufgeschnittenen Focaccia bis zum fertigen Sandwich.
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Mehr InformationenZutaten für das Focaccia-Sandwich
Wenige Zutaten, aber jede muss gut sein – hier eine kurze Übersicht, worauf es ankommt:
- Focaccia: Das Fundament. Am besten frisch vom italienischen Bäcker oder Feinkostladen – sie sollte außen leicht knusprig und innen luftig-ölig sein, damit sie den Belag trägt, ohne matschig zu werden.
- Mortadella: Hauchdünn aufgeschnitten aus Bologna. Bringt die milde, leicht süßliche Würze und diese typisch samtige Textur. Salami oder Prosciutto funktionieren als Ersatz, schmecken aber deutlich kräftiger.
- Stracciatella: Das cremige, zerzupfte Innere der Burrata. Wirkt wie eine zweite, sahnige Butterschicht im Sandwich. Ersatzweise geht auch Burrata selbst, aufgerissen und verstrichen.
- Tomate: Reif und aromatisch, am besten eine Sorte mit viel Eigengeschmack. Sie bringt die Frische und den nötigen Säureausgleich zur fetten Mortadella und Stracciatella.
- Giardiniera: Italienisch eingelegtes Gemüse in Essig – meist Karotten, Sellerie, Blumenkohl und Peperoni. Sorgt für den säuerlichen Crunch, der das Sandwich vor zu viel Schwere rettet.
- Basilikum: Frisch gezupft, nie aus der Tüte. Bringt die grüne Frische und das typisch italienische Aroma obendrauf.
- Olivenöl: Gutes, natives Olivenöl extra – verleiht dem offenen Sandwich den letzten Glanz und rundet alle Aromen ab.
- Salz und Pfeffer: Sparsam einsetzen, da Mortadella und Stracciatella bereits kräftig gewürzt sind. Frisch gemahlener Pfeffer bringt trotzdem noch mal Tiefe.
Tipps für das perfekte Focaccia-Sandwich
Zubereitung Schritt für Schritt
Hier die ausführliche Variante mit allen Kniffen. Wer schnell starten will, springt zur Rezept-Karte.
Focaccia aufschneiden und mit Mortadella belegen
Das Focaccia horizontal halbieren, sodass eine obere und eine untere Hälfte entstehen. Die untere Hälfte zuerst mit der Mortadella belegen – am besten in leichten Wellen, nicht plan aufeinandergestapelt, damit später beim Reinbeißen Luft zwischen den Scheiben bleibt und das Sandwich nicht zäh wirkt.
Warum: Die Mortadella direkt auf das Brot zu legen schützt die Kruste vor der feuchteren Stracciatella, die als nächstes draufkommt. So bleibt die Unterseite stabil.
Stracciatella verteilen und mit Tomaten sowie Giardiniera belegen
Die Stracciatella großzügig über die Mortadella streichen oder löffeln – ruhig etwas unordentlich, das gehört bei diesem cremigen Käse dazu. Danach die Tomatenscheiben darauf verteilen und die Giardiniera darüberstreuen.
Warum diese Reihenfolge: Die Stracciatella wirkt wie eine Art Kleber, an dem Tomaten und Giardiniera besser haften bleiben, statt beim Zusammenklappen wieder herauszufallen.
Basilikum, Olivenöl, Salz und Pfeffer
Frisches Basilikum darüberzupfen, mit gutem Olivenöl beträufeln und mit Salz sowie Pfeffer abschmecken. Ruhig etwas großzügiger mit dem Öl sein – es zieht in die Focaccia ein und bringt zusätzlichen Geschmack.
Achtung beim Salzen: Mortadella und Stracciatella bringen schon Salz mit. Erst probieren, dann nachsalzen – sonst wird es schnell zu viel.
Sandwich zusammensetzen und direkt servieren
Die obere Focaccia-Hälfte aufsetzen, leicht andrücken, damit sich alles verbindet, und das Sandwich halbieren oder vierteln. Sofort servieren, solange das Brot noch knusprig ist.
Servier-Detail: Mit einem scharfen Brotmesser in einer sägenden Bewegung schneiden, nicht drücken – so bleibt die Füllung an Ort und Stelle und quillt nicht seitlich heraus.
Variationen für das Focaccia-Sandwich
- Wurst: Statt Mortadella funktionieren auch Prosciutto Crudo, Salame Milano oder gegrillte Zucchinistreifen für eine vegetarische Version.
- Käse: Burrata statt Stracciatella für noch mehr Biss, oder Büffelmozzarella, wenn es etwas fester sein soll.
- Gemüse: Gegrillte Auberginen oder Paprika bringen zusätzliche Röstaromen und machen aus dem Sandwich ein noch sättigenderes Mittagessen.
- Säure: Statt Giardiniera funktionieren auch eingelegte Peperoncini oder ein paar Kapern für den scharf-säuerlichen Kontrast.
- Kräuter: Rucola statt oder zusätzlich zu Basilikum gibt eine leicht pfeffrige Note.
- Noch cremiger: probier unser Focaccia Sandwich mit Burrata.
Was du dazu servierst
- Insalata Caprese — Tomaten, Mozzarella und Basilikum als leichte Beilage
- Chips oder Taralli — italienisches Knabbergebäck für den Crunch nebenbei
- Kalter Weißwein — ein trockener Vermentino passt hervorragend
- Eistee mit Zitrone — alkoholfreie, erfrischende Alternative
Rezept zum Nachkochen
Hier findest du das komplette Rezept zum Ausdrucken oder Speichern – mit allen Zutaten, Schritten und Nährwerten auf einen Blick.
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Focaccia-Sandwich
Mediterranes Focaccia-Sandwich mit cremiger Stracciatella, würziger Mortadella und frischen Tomaten.
- Gesamtzeit10 minutes
- Portionen1 1x
Zutaten
- 1 Focaccia (ca. 150 g)
- 60 g Mortadella
- 80 g Stracciatella
- 1 große Tomate
- 30 g Giardiniera
- Frisches Basilikum
- Olivenöl
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
- Focaccia horizontal aufschneiden und die Unterseite zuerst mit Mortadella belegen.
- Stracciatella darauf verteilen und mit Tomaten sowie Giardiniera belegen.
- Frisches Basilikum darüber geben und mit Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken.
- Sandwich zusammensetzen und direkt servieren.
Recipe Video
- Vorbereitung: 10 minutes
- Kategorie: Snacks & Fingerfood
- Methode: Kalt zubereitet
- Küche: Italienisch
Nährwerte
- Portionsgröße: 1 Sandwich
- Kalorien: 880
- Fett: 53 g
- Kohlenhydrate: 68 g
- Eiweiß: 29 g
Häufige Fragen zum Focaccia-Sandwich
Kann ich das Sandwich vorbereiten?
Nur bedingt. Focaccia, Mortadella und Stracciatella halten sich einzeln gut vorbereitet im Kühlschrank, aber das fertig belegte Sandwich solltest du erst kurz vor dem Servieren zusammensetzen – sonst zieht die Feuchtigkeit von Tomaten und Stracciatella ins Brot und es wird matschig.
Was ist der Unterschied zwischen Stracciatella und Burrata?
Stracciatella ist die cremige Füllung, aus der Burrata besteht – zerzupfte Mozzarella-Fäden in Sahne. Burrata ist quasi die „verpackte“ Variante mit einer festen Mozzarella-Hülle außen. Für dieses Sandwich kannst du beides verwenden, Stracciatella lässt sich nur leichter verstreichen.
Wo bekomme ich gute Focaccia her?
Italienische Feinkostläden und gute Bäckereien führen sie meistens frisch. Alternativ lässt sich Focaccia auch gut selbst backen – dann hast du zusätzlich die Kontrolle über die Menge an Olivenöl und Salz in der Kruste.
Ist das Sandwich auch vegetarisch machbar?
Ja, einfach die Mortadella weglassen oder durch gegrilltes Gemüse wie Zucchini oder Auberginen ersetzen. Stracciatella, Tomaten und Giardiniera bleiben unverändert und tragen den Geschmack auch ohne Wurst.
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