Krümelig angebratene Salsiccia, bitter-nussiger wilder Brokkoli und eine cremige Parmesan-Soße, die alles zusammenhält – diese Pasta ist der Beweis, dass ein großartiges italienisches Gericht selten mehr als fünf Zutaten braucht.
Salsiccia e broccoli ist eines dieser Gerichte, die in Mittelitalien in fast jeder Trattoria stehen, aber selten den Sprung auf internationale Speisekarten schaffen. Dabei ist das Prinzip bestechend einfach: grobe, würzige Bratwurst aus der Haut gedrückt und krümelig angebraten, dazu kräftiges, leicht bitteres Grün – traditionell Cime di Rapa oder Broccoletti, in Rom auch Friarielli genannt – und am Ende Pasta, Parmesan und etwas Kochwasser, die alles zu einer sämigen Soße verbinden.
Die Kombination aus salziger Wurst und bitterem Gemüse hat System: Süditalienische Küche lebt von genau diesem Kontrast, kräftig und erdig auf der einen, frisch und leicht herb auf der anderen Seite. Wilder Brokkoli – hier bereits gekocht verwendet – bringt genau diese Bitternote, die der fettigen Salsiccia die nötige Balance gibt, ohne dass ein Tropfen Sahne im Spiel wäre.
Entstanden ist dieses Rezept auf einer Reise durch Italien, mit Blick auf toskanische Hügel und Zypressen. Genau das macht diese Pasta so alltagstauglich: Sie braucht keine seltenen Zutaten, nur eine gute Salsiccia vom Metzger, etwas wilden Brokkoli und ordentlich Parmesan – und ist in unter 30 Minuten fertig auf dem Tisch. Wer es im Alltag noch schneller mag, greift zu meiner einfacheren Salsiccia Pasta mit Kirschtomaten.
Salsiccia-Pasta im Video
Hier siehst du, wie die Salsiccia krümelig angebraten wird und wie aus Pastawasser und Parmesan die cremige Soße entsteht.
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Mehr InformationenZutaten für Salsiccia-Pasta mit wildem Brokkoli
Wenige Zutaten, aber jede trägt einen eigenen Teil zum Geschmack bei:
- Salsiccia: Grobe italienische Bratwurst aus Schweinefleisch, meist mit Fenchelsamen gewürzt. Wird aus der Haut gedrückt und krümelig angebraten – das gibt der Soße ihre Basis. Beim Metzger nach frischer Salsiccia fragen, keine durchgeräucherte Version.
- Tomate: Eine große, reife Tomate reicht für die nötige Frische und Säure, die das fettige Wurstbrät ausgleicht.
- Wilder Brokkoli: Bereits gekocht verwendet, bringt er die typisch leicht bittere Note der süditalienischen Küche. Ersatzweise funktioniert normaler Brokkoli oder Rucola, beides milder im Geschmack.
- Knoblauch: Fein geschnitten und nur kurz mitgebraten, damit er nicht bitter wird. Gibt der Soße die aromatische Tiefe.
- Pasta: Kurze Formen wie Paccheri, Rigatoni oder Orecchiette nehmen die krümelige Salsiccia am besten auf. Das Kochwasser nicht wegschütten – es wird für die Soße gebraucht.
- Parmigiano Reggiano: Frisch gerieben, nicht aus der Tüte. Sorgt zusammen mit dem Pastawasser für die cremige Bindung der Soße und bringt zusätzlich Würze.
- Olivenöl: Zum Anbraten der Salsiccia, sollte aber sparsam eingesetzt werden – die Wurst bringt selbst genug Fett mit.
- Salz und Pfeffer: Vorsichtig dosieren, da Salsiccia und Parmesan bereits kräftig salzig sind.
Tipps für die perfekte Salsiccia-Pasta
Zubereitung Schritt für Schritt
Hier die ausführliche Variante mit allen Kniffen. Wer schnell starten will, springt zur Rezept-Karte.
Pasta kochen und Kochwasser aufbewahren
Die Pasta in reichlich gesalzenem Wasser al dente kochen. Kurz bevor sie fertig ist, eine Tasse vom stärkehaltigen Kochwasser abschöpfen und beiseitestellen – es wird gleich für die Soße gebraucht.
Warum: Das Kochwasser enthält gelöste Stärke aus der Pasta, die später zusammen mit dem Parmesan eine cremige Emulsion bildet, ganz ohne Sahne.
Salsiccia krümelig anbraten
Die Salsiccia aus der Haut drücken und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl bei mittlerer bis hoher Hitze anbraten. Mit einem Holzlöffel immer weiter zerdrücken, bis nur noch kleine, krümelige Stücke übrig sind und die Wurst rundum Farbe angenommen hat.
Worauf achten: Die Salsiccia bringt selbst Fett mit – zu viel zusätzliches Öl macht die Soße am Ende schwer statt cremig.
Knoblauch, Brokkoli und Tomate dazugeben
Den fein geschnittenen Knoblauch zur Salsiccia geben und nur kurz mitbraten, bis er duftet. Den grob gehackten, bereits gekochten wilden Brokkoli hinzufügen, kurz mitbraten, dann die gewürfelte Tomate dazugeben. Alles einige Minuten weiterbraten und mit Salz und Pfeffer würzen.
Warum diese Reihenfolge: Der Knoblauch soll nicht zu lange in der heißen Pfanne liegen, sonst wird er bitter. Die Tomate braucht dagegen ein paar Minuten, damit sie einkocht und ihre Süße konzentriert.
Pastawasser und Parmesan zur cremigen Soße verrühren
Die Pfanne kurz von der Hitze nehmen, etwas Pastawasser sowie frisch geriebenen Parmigiano Reggiano dazugeben und zügig verrühren, bis eine cremige, glänzende Soße entsteht.
Achtung: Zu heiß und zu schnell eingerührt, klumpt der Käse. Lieber löffelweise Wasser und Käse nachjustieren, bis die Konsistenz stimmt.
Pasta unterheben und servieren
Die abgetropfte, gekochte Pasta direkt in die Pfanne geben und alles gründlich vermengen, sodass jede Nudel von der Soße umhüllt ist. Auf Tellern anrichten und mit zusätzlichem frisch geriebenem Parmigiano Reggiano servieren.
Servier-Detail: Sofort servieren, solange die Soße noch cremig-warm ist – sie zieht beim Stehen schnell an und wird trockener.
Variationen für Salsiccia-Pasta
- Gemüse: Statt wildem Brokkoli funktionieren auch Rucola, Grünkohl oder klassischer Brokkoli, jeweils mit etwas milderem Geschmack.
- Schärfe: Eine getrocknete Peperoncino beim Knoblauch mitbraten, für eine leicht scharfe Variante.
- Pasta: Orecchiette sind die klassische Wahl aus Apulien, Rigatoni oder Paccheri nehmen die Soße aber genauso gut auf.
- Vegetarisch: Salsiccia durch eine pflanzliche Bratwurst-Alternative ersetzen, Fenchelsamen separat zugeben für die typische Würze.
- Käse: Statt Parmigiano Reggiano funktioniert auch Pecorino Romano, dann wird die Soße etwas salziger und würziger.
Was du dazu servierst
- Grüner Salat — mit Zitronen-Vinaigrette als leichter Ausgleich zur reichhaltigen Soße
- Knoblauchbrot — zum Aufsaugen der letzten Soßenreste
- Rotwein — ein kräftiger Sangiovese passt hervorragend zur Salsiccia
- Gerösteter Fenchel — greift die Fenchelsamen-Würze der Salsiccia auf
Rezept zum Nachkochen
Hier findest du das komplette Rezept zum Ausdrucken oder Speichern – mit allen Zutaten, Schritten und Nährwerten auf einen Blick.
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Salsiccia-Pasta mit wildem Brokkoli
Herzhafte Pasta mit würziger Salsiccia, wildem Brokkoli und einer cremigen Parmesan-Soße.
- Gesamtzeit30 minutes
- Portionen2 1x
Zutaten
- 300 g Salsiccia
- 1 große Tomate
- 200 g gekochter wilder Brokkoli
- 2 Knoblauchzehen
- 300 g Pasta
- Parmigiano Reggiano
- Olivenöl
- Salz
- Pfeffer
Zubereitung
- Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen und etwas Kochwasser aufbewahren.
- Salsiccia aus der Haut drücken und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl krümelig anbraten.
- Knoblauch fein schneiden, zur Salsiccia geben und kurz mitbraten.
- Gekochten wilden Brokkoli grob hacken und in die Pfanne geben.
- Tomate würfeln, hinzufügen und alles einige Minuten weiterbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
- Etwas Pastawasser sowie frisch geriebenen Parmigiano Reggiano dazugeben und verrühren, bis eine cremige Soße entsteht.
- Die gekochte Pasta in die Pfanne geben und alles gründlich vermengen.
- Auf Tellern anrichten und mit frisch geriebenem Parmigiano Reggiano servieren.
Recipe Video
- Vorbereitung: 10 minutes
- Kochzeit: 20 minutes
- Kategorie: Hauptgerichte
- Methode: Braten
- Küche: Italienisch
Nährwerte
- Portionsgröße: 1 Portion
- Kalorien: 1041
- Fett: 40 g
- Kohlenhydrate: 115 g
- Eiweiß: 55 g
Häufige Fragen zur Salsiccia-Pasta
Was ist wilder Brokkoli genau?
Gemeint ist in der Regel Cime di Rapa (auch Broccoletti oder Friarielli genannt) – kein klassischer Brokkoli, sondern ein Blattgemüse mit kleinen Knospen und einer angenehm bitteren Note. In deutschen Supermärkten selten zu finden, italienische Feinkostläden oder Wochenmärkte führen ihn aber oft.
Kann ich normalen Brokkoli statt wildem Brokkoli verwenden?
Ja, das funktioniert gut, schmeckt aber milder und weniger bitter. Für mehr Kontrast einfach etwas Rucola oder Grünkohl mit unterheben.
Warum wird meine Soße nicht cremig?
Meistens liegt es an fehlendem Pastawasser oder zu großer Hitze beim Einrühren des Parmesans. Die Pfanne kurz von der Kochstelle nehmen und Wasser sowie Käse löffelweise nachjustieren, bis die Soße bindet.
Lässt sich das Gericht vorbereiten?
Die Salsiccia-Brokkoli-Basis lässt sich einen Tag vorher zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Die Pasta aber immer frisch kochen und erst kurz vor dem Servieren mit der aufgewärmten Basis sowie frischem Pastawasser und Parmesan verbinden.
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