Knödeltris – Käseknödel, Rote-Bete-Knödel und Spinatknödel auf Krautsalat

Knödeltris

Drei Knödel, drei Farben, drei völlig unterschiedliche Aromen – und trotzdem ergibt es ein einziges, stimmiges Gericht. Rote-Bete-Knödel mit erdiger Süße, Spinatknödel mit grüner Frische und würzige Käseknödel liegen zusammen auf einem Bett aus Krautsalat, übergossen mit nussig-brauner Butter und reichlich Parmesan. Das Knödeltris ist Alpenküche in ihrer schönsten, sättigendsten Form – und ein Gericht, bei dem sich die Arbeit für drei Teige am Ende wirklich lohnt.

Zeit1 Std 35 Min SchwierigkeitAnspruchsvoll Portionen6
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Dieses Rezept ist Folge 15 meiner Serie „Jo Benne, mach mal“ – ihr schreibt mir eure Wunschgerichte in die Kommentare, und ich koche sie nach. Diesmal ging es um einen echten Klassiker der Alpenküche, gleich in dreifacher Ausführung.

Knödel haben in den Alpen eine wirklich lange Geschichte – erste Funde reichen bis in vorchristliche Zeit zurück, in der Schweiz wurden Knödel-Vorläufer aus der Zeit um 3.600 v. Chr. entdeckt. In Südtirol selbst gibt es einen der ältesten bildlichen Belege überhaupt: Ein Fresko aus dem 12. Jahrhundert in der Burgkapelle von Hocheppan zeigt die sogenannte „Knödelesserin“ – eine Frau am Herd, die Knödel kocht und probiert.

Entstanden sind Knödel aus der Not der Bergbauern: Das harte Leben im Alpenraum verlangte nahrhafte, sättigende Mahlzeiten aus dem, was der eigene Hof hergab – altbackenes Brot, Milch, Eier, dazu, je nach Saison, Speck, Käse, Spinat oder eben Rote Bete. Genau dieses Prinzip lebt im Knödeltris weiter: Drei unterschiedliche Füllungen aus einfachen, regionalen Zutaten, die zusammen ein Fest auf dem Teller ergeben.

Knödeltris im Video

Wie die drei Teige entstehen und geformt werden, siehst du hier im Video.

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Mehr Informationen

Zutaten für dein Knödeltris

Drei Teige mit gemeinsamer Basis, aber ganz eigenem Charakter:

  • Knödelbrot: Altbackenes Brot ist die gemeinsame Basis aller drei Knödelsorten – frisches Brot bindet die Füllung zu schlecht.
  • Rote Bete: Gibt den Knödeln ihre kräftige Farbe und eine erdige Süße, ergänzt durch Salbei und Kümmel.
  • Blattspinat: Muss gut ausgedrückt werden, sonst werden die Knödel zu weich und zerfallen beim Kochen.
  • Bergkäse: Schmilzt beim Kochen leicht an und gibt den Käseknödeln ihre würzige, kräftige Note.
  • Eier & Magerquark: Binden die Masse und sorgen für die richtige, formbare Konsistenz.
  • Krautsalat & braune Butter: Das Servier-Duo, das die drei Knödelsorten zu einem stimmigen Gericht verbindet.

Tipps für das perfekte Knödeltris

Spinat wirklich gut ausdrücken. Je mehr Restfeuchtigkeit im Spinat bleibt, desto eher fallen die Knödel beim Kochen auseinander – lieber zu trocken als zu feucht.
Ruhezeit nicht überspringen. Die mindestens 20 Minuten Quellzeit sind entscheidend – das Brot nimmt die Flüssigkeit auf und der Teig lässt sich danach viel besser formen.
Probeknödel kochen. Von jedem Teig einen einzelnen Knödel vorab testkochen – so siehst du, ob er hält, bevor du die ganze Menge formst.
Wasser nur sieden, nicht kochen. Sprudelnd kochendes Wasser lässt die Knödel an der Oberfläche aufplatzen – das Wasser sollte nur leicht köcheln.

Zubereitung Schritt für Schritt

Die ausführliche Variante mit allen Kniffen. Wer direkt loslegen will, springt zur Rezept-Karte.

Rote-Bete-Knödel ansetzen

Knödelbrot mit Milch einweichen. Zwiebel in Butter glasig anbraten. Rote Bete zusammen mit Salbei, Kümmel und den Eiern pürieren, dann mit der Zwiebel und den restlichen Zutaten zum Knödelbrot geben. Mindestens 20 Minuten ruhen lassen.

Warum: Das Pürieren verteilt die Rote Bete gleichmäßig in der Masse und sorgt für die kräftige, durchgehende Farbe der Knödel.

Spinatknödel ansetzen

Knödelbrot mit Milch einweichen. Zwiebel in Butter glasig anbraten, Spinat dazugeben und mitbraten, bis er sein Wasser verliert. Flüssigkeit absieben, Spinat gut ausdrücken, mit den Eiern pürieren und mit den restlichen Zutaten zum Knödelbrot geben. Mindestens 20 Minuten ziehen lassen.

Achtung: Den Spinat vor dem Pürieren etwas abkühlen lassen, sonst gerinnt das Ei beim Vermischen.

Käseknödel ansetzen

Knödelbrot mit Milch einweichen, Bergkäse grob reiben und mit den restlichen Zutaten zum Knödelbrot geben. Alles vermengen und mindestens 20 Minuten ziehen lassen.

Tipp: Grob statt fein reiben – so bleiben beim Kochen kleine, geschmolzene Käsetaschen im Knödel erhalten.

Konsistenz prüfen

Alle drei Teige nach der Ruhezeit auf ihre Konsistenz prüfen. Ist ein Teig zu fest, etwas Milch untermengen, ist er zu weich, mit Semmelbröseln nachdicken.

Woran du erkennst, dass es passt: Der Teig sollte formbar sein, aber nicht an den Händen kleben bleiben.

Knödel formen und kochen

Aus allen drei Teigen gleich große Knödel formen und in siedendem, nicht sprudelnd kochendem Salzwasser 15–20 Minuten gar ziehen lassen.

Woran du erkennst, dass sie fertig sind: Die Knödel schwimmen an der Oberfläche und fühlen sich beim leichten Andrücken fest, aber nicht hart an.

Braune Butter zubereiten

Während die Knödel ziehen, Butter in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und leicht schwenken, bis sie zu schäumen aufhört, nussig duftet und eine braune Farbe annimmt.

Achtung: Die Butter ständig beobachten – von nussig-braun zu verbrannt geht es sehr schnell.

Anrichten

Krautsalat auf Tellern anrichten, je einen Knödel jeder Sorte daraufsetzen, mit der braunen Butter übergießen und mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.

Servier-Detail: Die braune Butter erst ganz zum Schluss übergießen, solange sie noch heiß und nussig duftend ist.

Variationen

  • Speckknödel dazu: Eine vierte klassische Südtiroler Knödelsorte mit Speckwürfeln ergänzt das Trio zum Quartett.
  • Als Suppeneinlage: Kleiner geformt und in klarer Rinderbrühe serviert, werden aus den Knödeln eine herzhafte Vorspeise.
  • Mit Preiselbeeren: Zu den Rote-Bete-Knödeln passt ein Klecks Preiselbeerkompott als süß-säuerlicher Kontrast.

Was du dazu servierst

  • Warmer Krautsalat — gehört als Basis bereits zum Rezept dazu
  • Ein Glas Südtiroler Weißwein — ein Kerner oder Sauvignon Blanc passt zur Alpenküche
  • Frisch geriebener Meerrettich — für alle, die es zusätzlich würzig mögen

Rezept zum Nachkochen

Hier findest du das komplette Rezept zum Ausdrucken oder Speichern — mit allen Zutaten, Schritten und Nährwerten auf einen Blick.

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Knödeltris – Käseknödel, Rote-Bete-Knödel und Spinatknödel auf Krautsalat

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Knödeltris

Rezept von Benne Benzing

Rote-Bete-Knödel, Spinatknödel und Käseknödel auf Krautsalat mit brauner Butter – das Südtiroler Knödel-Trio in einem Gericht.


  • Gesamtzeit1 hour 35 minutes
  • Portionen6 1x
  • ErnährungVegetarisch

Zutaten

Skalieren
  • Rote-Bete-Knödel:
  • 150 g Knödelbrot oder altbackene Brötchen
  • 5075 ml Milch
  • 60 g Magerquark
  • 2 Eier
  • 1 TL Kümmel
  • 0,5 TL Korianderpulver
  • 5 Salbeiblätter
  • 1 gekochte Rote Bete
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 2 EL Mehl
  • Pfeffer & Salz
  • Spinatknödel:
  • 150 g Knödelbrot oder altbackene Brötchen
  • ca. 50 ml Milch
  • 60 g Magerquark
  • 2 Eier
  • 300 g Blattspinat
  • 1 mittlere Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • Muskatnuss
  • 34 EL Semmelbrösel
  • 2 EL Mehl
  • Pfeffer & Salz
  • Käseknödel:
  • 150 g Knödelbrot oder altbackene Brötchen
  • 80100 ml Milch
  • 180 g Bergkäse
  • 2 Eier
  • 1 EL Speisestärke
  • Muskatnuss
  • Pfeffer & Salz
  • Zum Servieren:
  • Krautsalat
  • 200 g Butter
  • Parmesan


Zubereitung

  1. Rote-Bete-Knödel: Knödelbrot mit Milch einweichen. Zwiebel in Butter glasig anbraten. Rote Bete mit Salbei, Kümmel und den Eiern pürieren. Alles mit den restlichen Zutaten zum Knödelbrot geben und mindestens 20 Minuten ruhen lassen.
  2. Spinatknödel: Knödelbrot mit Milch einweichen. Zwiebel in Butter glasig anbraten, Spinat dazugeben und mitbraten, bis er sein Wasser verliert. Ausdrücken, mit den Eiern pürieren und mit den restlichen Zutaten zum Knödelbrot geben. Mindestens 20 Minuten ziehen lassen.
  3. Käseknödel: Knödelbrot mit Milch einweichen. Käse reiben und mit den restlichen Zutaten zum Knödelbrot geben, vermengen und mindestens 20 Minuten ziehen lassen.
  4. Bei zu festem Teig etwas Milch, bei zu weichem Teig Semmelbrösel untermengen.
  5. Knödel formen und in siedendem Salzwasser 15–20 Minuten gar ziehen lassen.
  6. Butter im Topf erhitzen, bis sie zur braunen Butter wird.
  7. Krautsalat anrichten, mit brauner Butter übergießen und Parmesan darüber reiben.

Anmerkungen

Die drei Teige lassen sich gut parallel vorbereiten, während sie ziehen – so ist man am Ende gleichzeitig fertig.


Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 Portion (je 1 Knödel jeder Sorte)
  • Kalorien: 480
  • davon Zucker: 5 g
  • Fett: 26 g
  • Kohlenhydrate: 38 g
  • Ballaststoffe: 4 g
  • Eiweiß: 20 g

Häufige Fragen zum Knödeltris

Kann ich die Knödel vorbereiten?

Ja, die geformten, rohen Knödel lassen sich einige Stunden im Kühlschrank aufbewahren oder sogar einfrieren und direkt aus dem gefrorenen Zustand kochen – dann etwas länger ziehen lassen.

Warum zerfallen meine Knödel beim Kochen?

Meist liegt es an zu feuchter Masse – vor allem beim Spinatknödel ist gründliches Ausdrücken entscheidend. Auch zu stark kochendes statt siedendes Wasser lässt Knödel aufplatzen.

Kann ich altes Brot durch frisches ersetzen?

Nicht direkt – frisches Brot bindet zu wenig Flüssigkeit und macht die Masse matschig. Notfalls frisches Brot in Scheiben schneiden und im Ofen kurz antrocknen.

Wie lange halten sich gekochte Knödel im Kühlschrank?

Abgedeckt 2–3 Tage. Zum Aufwärmen am besten kurz in heißem Wasser ziehen lassen oder in Butter anbraten.

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