Spinat

Spinat

Spinat ist das zarte, grüne Kraftgemüse, das von Popeye berühmt gemacht wurde. Mild, vielseitig und blitzschnell zubereitet, passt er in Smoothies, Pasta, Aufläufe und als Beilage. Ob als zarter junger Babyspinat roh im Salat oder als klassischer Rahmspinat – das nährstoffreiche Blattgemüse ist ein echter Allrounder. Hier kommt alles über den Spinat: Saison, der Aufwärm-Mythos, Lagerung und Küche.

Spinacia oleracea

Steckbrief

Saison (frisch)
März – Mai, September – November
Botanisch
Spinacia oleracea
Familie / Gattung
Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Herkunft / Anbau
Deutschlandweit; mag es kühl (schießt bei Hitze)
Aufbewahrung
kühl – nur 1 bis 2 Tage; gut tiefgekühlt
Besonderheit
enthält Oxalsäure und Nitrat; junger Babyspinat auch roh

Saison-Kalender für Spinat

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.

Wann Spinat Saison hat

Heimischer Spinat hat zwei Saisons: im Frühjahr (März bis Mai) und im Herbst (September bis November). Er mag es kühl – bei Sommerhitze „schießt" er (bildet Blüten und wird bitter). Daher hat er im Hochsommer Pause. Frühjahrs- und Herbstspinat sind die zarten, milden Hauptzeiten.

Meine Rezepte mit Spinat

Wie gesund ist Spinat?

Gut zu wissen

Spinat ist nährstoffreich: Er liefert Eisen, Vitamin K, Vitamin A (Beta-Carotin), Folsäure, Magnesium und Kalium bei sehr wenig Kalorien. Hinweise: Spinat enthält Oxalsäure (mindert bei großen Mengen die Eisen- und Calciumaufnahme) und kann nitratreich sein. Tipp: Mit etwas Vitamin C (z.B. Zitrone) verbessert sich die Eisenaufnahme. In normalen Mengen ist Spinat ein gesundes, wertvolles Gemüse.

Darf man Spinat aufwärmen?

Der Grund für die alte Warnung: Das enthaltene Nitrat kann sich bei langem warmem Stehen in bedenkliches Nitrit umwandeln. Bei richtiger Lagerung ist das kein Problem. Für Babys und Kleinkinder ist man hier aber besonders vorsichtig.

Woran du guten Spinat erkennst

  • Frische, knackige, sattgrüne Blätter
  • Keine welken, gelben, matschigen oder fleckigen Blätter
  • Pralle, nicht schlaffe Blätter
  • Junger Babyspinat: kleine, zarte Blätter (gut für roh/Salat)

Spinat richtig lagern

Frischer Spinat ist sehr kurz haltbar – im Gemüsefach des Kühlschranks nur ein bis zwei Tage, am besten locker in ein feuchtes Tuch gewickelt. Er welkt schnell, daher zügig verbrauchen. Erst vor der Verwendung waschen (gründlich, da oft sandig).

Spinat haltbar machen

Einfrieren ist ideal (blanchiert) – TK-Spinat (als Blatt oder gehackt) ist erntefrisch eingefroren und eine hervorragende, ganzjährig verfügbare Alternative. Auch frisch blanchiert und portioniert einfrieren funktioniert bestens.

Spinat in der Küche

Blitzschnell und vielseitig: als Rahmspinat (Klassiker zu Kartoffeln und Spiegelei), gedünstet als Beilage, in Pasta und Lasagne, in der Quiche, im Auflauf, in Smoothies, als Füllung (Spinat-Feta!), in Suppe und Dal, in der indischen Küche als Palak. Junger Babyspinat roh im Salat. Er fällt beim Garen stark zusammen (viel Volumen, wenig Masse). Er passt zu Knoblauch, Muskat, Sahne, Feta, Pinienkernen und Ei.

Kurioses zum Spinat

Spinat hat einen der hartnäckigsten Ernährungsmythen der Welt geprägt: den „Eisen-Irrtum". Lange galt er als extreme Eisenquelle – angeblich wegen eines Kommafehlers, der den Wert verzehnfacht haben soll. Tatsächlich enthält Spinat ordentlich, aber nicht außergewöhnlich viel Eisen. Popeye machte ihn trotzdem zum Symbol für Kraft – und unzählige Kinder aßen ihn deshalb.

Häufige Fragen zu Spinat

Wann hat Spinat Saison?

Im Frühjahr (März bis Mai) und Herbst (September bis November). Im Hochsommer hat er Pause, weil er bei Hitze schießt und bitter wird.

Darf man Spinat aufwärmen?

Ja. Der alte Mythos stammt aus der Zeit ohne Kühlschränke. Wichtig: nach dem Kochen rasch abkühlen, kühl lagern und einmal richtig heiß (über 70 °C) wieder erhitzen.

Warum sollte man Spinat schnell abkühlen?

Weil das enthaltene Nitrat bei langem warmem Stehen in bedenkliches Nitrit umgewandelt werden kann. Bei rascher Kühlung und richtigem Erhitzen ist das kein Problem.

Ist Spinat so eisenreich wie früher behauptet?

Spinat enthält ordentlich Eisen, aber nicht außergewöhnlich viel – der extreme Wert beruhte auf einem alten Irrtum. Mit Vitamin C (Zitrone) wird das Eisen besser aufgenommen.

Kann man Spinat roh essen?

Ja, besonders junger Babyspinat ist zart und mild und eignet sich gut für Salat und Smoothies.

Wie lagert man Spinat?

Nur ein bis zwei Tage im Gemüsefach, locker in ein feuchtes Tuch gewickelt – er welkt schnell. Zügig verbrauchen oder TK-Spinat verwenden.

Kann man Spinat einfrieren?

Ja, blanchiert. TK-Spinat ist erntefrisch eingefroren und eine sehr gute, ganzjährig verfügbare Alternative.

Ist Spinat gesund?

Ja, nährstoffreich mit Eisen, Vitamin K, Folsäure und Magnesium bei wenig Kalorien. Wegen Oxalsäure und Nitrat in normalen Mengen genießen.