Krause Glucke
Die Krause Glucke (auch Fette Henne) ist einer der ungewöhnlichsten Speisepilze überhaupt: ein großer, ocker- bis beigefarbener Pilz, der mit seiner krausen, gewundenen Struktur an einen Badeschwamm oder Blumenkohl erinnert. So seltsam er aussieht, so delikat schmeckt er – nussig-aromatisch und angenehm bissfest. Ein Highlight für Pilzsammler. Hier kommt alles über die Krause Glucke: Saison, sicheres Erkennen, Putzen und Küche.
Sparassis crispa
Steckbrief
- Saison (frisch)
- August – Oktober
- Botanisch
- Sparassis crispa
- Familie / Gattung
- Glucken (Sparassidaceae)
- Herkunft / Anbau
- Wildsammlung, fast immer an Kiefernstümpfen/-stämmen
- Aufbewahrung
- kühl, luftig – wenige Tage; gut zu trocknen
- Besonderheit
- sieht aus wie Blumenkohl/Badeschwamm; sehr ergiebig; aufwändig zu putzen
Saison-Kalender für Krause Glucke
Gerade keine frische Saison – ab August wieder.
Wann die Krause Glucke Saison hat
Die Krause Glucke hat von August bis November Saison. Sie lässt sich nicht züchten und wächst wild – fast immer am Fuß oder an den Wurzeln von Kiefern (selten Lärche/Fichte). Ein Fundort ist oft über Jahre ergiebig, da der Pilz am selben Baum wiederkehrt. Die Fruchtkörper werden groß (bis 40 cm) und mehrere Kilo schwer.
Meine Rezepte mit Krause Glucke
Für Krause Glucke habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund ist die Krause Glucke?
Gut zu wissen
Die Krause Glucke ist kalorienarm und liefert hochwertiges Eiweiß, Ballaststoffe (Beta-Glucane), B-Vitamine und Mineralstoffe. Wie alle Wildpilze sollte sie in Maßen genossen werden. Sie gilt als sehr gut verträglich und bekömmlich.
Sicher sammeln und erkennen
Die Krause Glucke ist relativ leicht zu erkennen:
- Form: krause, eng gewundene, blumenkohl-/badeschwammartige Struktur, ocker bis beige (jung heller).
- Standort: fast immer direkt an Kiefernstümpfen oder -stämmen am Boden.
- Geruch: angenehm pilzig-würzig.
Einen gefährlichen giftigen Doppelgänger gibt es praktisch nicht – verwechseln kann man sie höchstens mit der ebenfalls essbaren Breitblättrigen Glucke. Trotzdem gilt: nur sammeln, was sicher bestimmt ist.
Krause Glucke richtig putzen
Frisch hält sie nur wenige Tage – kühl und luftig lagern.
Krause Glucke haltbar machen
Sie lässt sich gut trocknen (in Streifen) – getrocknet ist sie ein gutes Würzmittel und gut lagerfähig. Auch Einfrieren (kurz angebraten) und Einlegen funktioniert. Wegen ihrer Größe fällt oft viel auf einmal an – Trocknen ist dann ideal.
Krause Glucke in der Küche
Der bissfeste Genuss: gebraten mit Zwiebeln und Kräutern, in Rahmsoße zu Pasta, Knödeln oder Spätzle, in der Pilzpfanne, im Risotto, in Suppen, paniert wie ein „Schnitzel", an Fleisch. Ihre feste, leicht knackige Struktur behält beim Garen schön Biss. Gut durchgaren. Sie passt zu Sahne, Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Speck und Pasta.
Kurioses zur Krausen Glucke
Die Krause Glucke führt ein faszinierendes Doppelleben: Für uns ist sie eine Delikatesse – für den Baum ist sie ein Schädling. Als Parasit dringt sie über Wurzelverletzungen ins Kernholz lebender Kiefern ein und verursacht dort eine Braunfäule. Den essbaren Fruchtkörper bildet sie dann am Stammfuß. Ihre Namen sind so bildhaft wie der Pilz selbst: „Krause Glucke" und „Fette Henne" spielen beide auf die gewundene, an aufgeplustertes Federvieh erinnernde Form an.
Häufige Fragen zu Krause Glucke
Wann hat die Krause Glucke Saison?
Von August bis November. Sie lässt sich nicht züchten und wächst wild, fast immer an Kiefernstümpfen oder -stämmen.
Wie erkennt man die Krause Glucke?
An der krausen, blumenkohl-/badeschwammartigen ocker-beigen Struktur und am typischen Standort direkt an Kiefern. Sie ist relativ unverwechselbar.
Kann man die Krause Glucke verwechseln?
Einen gefährlichen Doppelgänger gibt es praktisch nicht – höchstens die ebenfalls essbare Breitblättrige Glucke. Trotzdem nur sammeln, was man sicher kennt.
Warum ist das Putzen so aufwändig?
In den engen Windungen sitzen Sand, Nadeln und Tierchen. Daher in Stücke zerteilen und gründlich waschen (hier ist Wässern ausnahmsweise nötig), dann gut abtropfen.
Wie schmeckt die Krause Glucke?
Nussig-aromatisch und angenehm bissfest. Ihre feste Struktur behält beim Garen schön Biss.
Wie lange hält die Krause Glucke?
Nur wenige Tage frisch – kühl und luftig lagern. Da oft viel auf einmal anfällt, ist Trocknen ideal.
Muss man die Krause Glucke garen?
Ja, wie alle Wildpilze gut durchgaren. Sie gilt dann als sehr bekömmlich.
Warum heißt sie Krause Glucke oder Fette Henne?
Beide Namen spielen auf die gewundene, an aufgeplustertes Federvieh (eine Glucke/Henne) erinnernde Form an.