Parasol

Parasol

Der Parasol (Riesenschirmling) ist der imposante Riese unter den Speisepilzen: ein Lamellenpilz mit einem Hut, der ausgebreitet wie ein Sonnenschirm über 30 cm groß werden kann. Sein feines, nussig-würziges Aroma und der große, fleischige Hut machen ihn zur Delikatesse – der panierte „Parasol-Schnitzel" ist legendär. Wegen giftiger Verwandter ist sicheres Bestimmen aber Pflicht. Hier kommt alles über den Parasol: Saison, sicheres Erkennen, Lagerung und Küche.

Macrolepiota procera

Steckbrief

Saison (frisch)
Juli – Oktober
Botanisch
Macrolepiota procera
Familie / Gattung
Champignonverwandte (Agaricaceae)
Herkunft / Anbau
Wildsammlung, auf Wiesen, Waldrändern, Lichtungen
Aufbewahrung
kühl, luftig – nur 1 bis 2 Tage
Besonderheit
sehr großer Hut (bis 30 cm); verschiebbarer Ring; Achtung Verwechslung

Saison-Kalender für Parasol

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.

Wann der Parasol Saison hat

Der Parasol hat von Juli bis Oktober Saison. Er lässt sich nicht züchten und wächst wild – gern an sonnigen, offenen Stellen wie Wiesen, Weiden, Waldrändern und Lichtungen. Mit seinem riesigen Hut ist er einer der auffälligsten Pilze des Spätsommers und Herbstes.

Meine Rezepte mit Parasol

Für Parasol habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.

Wie gesund ist der Parasol?

Gut zu wissen

Der Parasol ist kalorienarm und liefert hochwertiges Eiweiß, B-Vitamine, Vitamin D, Kalium und Ballaststoffe. Wie alle Wildpilze in Maßen genießen. Üblicherweise wird nur der zarte Hut gegessen – der Stiel ist meist zäh und faserig.

Sicher sammeln: Wichtige Erkennungsmerkmale

Sichere Merkmale des echten Parasols:

  • Größe: sehr groß, Hut ausgebreitet oft 15–30 cm (kleine Schirmlinge daher meiden).
  • Hut: hell mit braunen, abwischbaren Schuppen und einem braunen „Buckel" in der Mitte.
  • Stiel: hoch, schlank, mit einer auffälligen genatterten (schlangenhaut-artigen) Zeichnung.
  • Ring: dicker, doppelter, VERSCHIEBBARER Ring am Stiel (lässt sich wie ein Ring hoch- und runterschieben) – ein wichtiges Merkmal.
  • Kein Knollenblätterpilz-Merkmal: keine häutige Scheide (Volva) an der Stielbasis, Lamellen bleiben weiß.

Parasol richtig putzen und lagern

Der Parasol wird kaum gewaschen – die Schuppen und der Hut lassen sich gut mit Pinsel/Tuch abputzen. Meist verwendet man nur den großen Hut (der zähe Stiel wird entfernt oder für Fonds genutzt). Frisch hält er nur ein bis zwei Tage – kühl und luftig lagern und rasch verarbeiten.

Parasol haltbar machen

Trocknen gelingt gut (die Hüte in Streifen) – getrocknet ein feines Würzmittel, auch zu Pilzpulver gemahlen. Einfrieren am besten paniert oder kurz angebraten. Frisch ist er aber am besten.

Parasol in der Küche

Der Klassiker: das „Parasol-Schnitzel" – der große, flache Hut wird wie ein Schnitzel paniert und goldbraun gebraten (ein Highlight für Pilzfans!). Außerdem gebraten in Streifen, in der Pilzpfanne, gefüllt und überbacken, in Soßen und Suppen. Wegen des großen, flachen Huts ist er ideal zum Panieren und Braten. Gut durchgaren. Er passt zu Ei, Semmelbröseln, Butter, Knoblauch, Petersilie und Zitrone.

Kurioses zum Parasol

Der Name „Parasol" ist Französisch/Italienisch für „Sonnenschirm" – und das trifft es perfekt: Der voll ausgebreitete Hut auf dem hohen Stiel sieht tatsächlich aus wie ein kleiner Sonnenschirm. Ein gutes Erkennungsmerkmal ist der verschiebbare Ring am Stiel: Bei kaum einem anderen Pilz lässt sich der Ring wie ein loser Gummiring am Stiel auf und ab bewegen. Trotzdem bleibt der Parasol ein Pilz für Kenner – seine Größe schützt zwar vor manchen Verwechslungen, doch sichere Bestimmung ist Pflicht.

Häufige Fragen zu Parasol

Wann hat der Parasol Saison?

Von Juli bis Oktober. Er lässt sich nicht züchten und wächst wild auf Wiesen, an Waldrändern und auf Lichtungen.

Wie erkennt man den echten Parasol sicher?

An der Größe (Hut 15–30 cm), den abwischbaren braunen Schuppen mit Mittelbuckel, der genatterten Stielzeichnung und vor allem dem dicken, VERSCHIEBBAREN Ring am Stiel.

Kann man den Parasol verwechseln?

Ja, mit giftigen kleineren Schirmlingen und jungen Knollenblätterpilzen. Daher nur große, eindeutige Exemplare sammeln und alle Merkmale prüfen – im Zweifel stehen lassen.

Was ist das Parasol-Schnitzel?

Der große, flache Hut wird wie ein Schnitzel paniert und goldbraun gebraten – die bekannteste und beliebteste Zubereitung des Parasols.

Isst man den Stiel mit?

Meist nicht – der Stiel ist zäh und faserig. Üblicherweise verwendet man nur den zarten, großen Hut (der Stiel eignet sich für Fonds).

Wie lange hält der Parasol?

Nur ein bis zwei Tage frisch – kühl und luftig lagern und rasch verarbeiten.

Muss man den Parasol garen?

Ja, wie alle Wildpilze gut durchgaren – z.B. paniert und gebraten.

Woher kommt der Name Parasol?

Vom französisch/italienischen Wort für „Sonnenschirm" – der ausgebreitete Hut auf dem hohen Stiel sieht aus wie ein kleiner Schirm.