Zwetschgen
Die Zwetschge ist die Bäckerin unter den Pflaumen: länglich, blauviolett, mit festem Fruchtfleisch, das sich vom Stein löst und beim Backen schön in Form bleibt. Ohne sie kein echter Zwetschgenkuchen, kein Zwetschgenmus, kein Zwetschgenröster. In manchen Regionen heißt sie Quetsche oder Zwetsche. Hier kommt alles über die Zwetschge: Saison, der Unterschied zur Pflaume und ihre Küche.
Prunus domestica subsp. domestica
Steckbrief
- Saison (frisch)
- August – Oktober
- Botanisch
- Prunus domestica subsp. domestica
- Familie / Gattung
- Rosengewächse (Rosaceae), Steinobst
- Herkunft / Anbau
- Deutschlandweit; regional Quetsche/Zwetsche genannt
- Aufbewahrung
- ungewaschen, mit Reif, kühl – bis zu 1 Woche
- Besonderheit
- festes Fruchtfleisch, löst sich gut vom Stein – ideal zum Backen
Saison-Kalender für Zwetschgen
Gerade keine frische Saison – ab August wieder.
Wann Zwetschgen Saison haben
Die Zwetschgensaison ist die etwas spätere innerhalb der Pflaumenfamilie und läuft von August bis Oktober – genau die Zeit für Zwetschgenkuchen und Pflaumenmus. Zwetschgen wachsen in ganz Deutschland und gehören zu den verlässlichsten Spätsommerfrüchten.
Meine Rezepte mit Zwetschgen
Für Zwetschgen habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund sind Zwetschgen?
Gut zu wissen
Zwetschgen liefern B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, Eisen und Ballaststoffe. Wie alle Pflaumen wirken sie verdauungsfördernd. Die dunkelblaue Schale steckt voller Anthocyane (Antioxidantien). Bei moderatem Kaloriengehalt ein gesunder Spätsommer-Genuss.
Was die Zwetschge ausmacht
Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume, aber mit klaren Eigenheiten:
- Form: länglich-oval (Pflaume eher rund)
- Farbe: fast immer dunkelblau bis blauviolett
- Fruchtfleisch: fest, gelb-grünlich, süß mit feiner Säure
- Stein: löst sich leicht vom Fruchtfleisch (bei Pflaumen sitzt er fester)
- Schwächer ausgeprägte Längsfurche als die Pflaume
Diese Festigkeit macht sie zur idealen Back- und Kochfrucht.
Woran du gute Zwetschgen erkennst
- Pralle, feste Früchte mit straffer, dunkelblauer Haut
- Kräftiger weißlicher Reif (Duftfilm) – ein gutes Frischezeichen, je mehr desto frischer
- Geben auf Druck nur leicht nach
- Keine Druckstellen, Risse oder Wurmlöcher
Zwetschgen richtig lagern
Wie Pflaumen: ungewaschen, mit dem schützenden Reif, im Gemüsefach des Kühlschranks halten Zwetschgen bis zu einer Woche. In einem kühlen Lager (z.B. Keller) sogar deutlich länger. Erst kurz vor der Verarbeitung waschen.
Zwetschgen haltbar machen
Zwetschgen sind die Konservier-Frucht schlechthin: Pflaumenmus (Zwetschgenmus) köchelt man stundenlang ein, sie lassen sich hervorragend einwecken, einfrieren (entsteint) und zu Marmelade verarbeiten. Wegen ihres festen Fruchtfleischs behalten sie auch verarbeitet gut Struktur.
Zwetschgen in der Küche
Der absolute Klassiker ist der Zwetschgenkuchen vom Blech, gern mit Streuseln und Zimt. Dazu Zwetschgenmus aufs Brot, Zwetschgenröster zu Kaiserschmarrn und Topfenknödeln, Zwetschgendatschi (die süddeutsche Variante des Kuchens). Herzhaft passen sie zu Wild, Ente und in Chutneys. Zimt, Nelke und Sternanis sind ihre klassischen Gewürzpartner.
Häufige Fragen zu Zwetschgen
Wann haben Zwetschgen Saison?
Von August bis Oktober – etwas später als die runden Pflaumen. Genau die Zeit für Zwetschgenkuchen und Pflaumenmus.
Was ist der Unterschied zwischen Zwetschge und Pflaume?
Zwetschgen sind länglich, blau, fester und trockener im Fruchtfleisch, der Stein löst sich leicht. Pflaumen sind runder, saftiger und vielfarbig. Zwetschgen eignen sich besser zum Backen.
Warum nimmt man Zwetschgen zum Backen?
Ihr festes Fruchtfleisch zerläuft beim Backen nicht und wässert den Teig nicht – ideal für Kuchen, Mus und Röster.
Heißt Zwetschge auch Quetsche?
Ja, regional. Quetsche (Rheinland, Pfalz), Zwetschke (Österreich), Zwetsche (Hochdeutsch) – alles dieselbe Frucht.
Wie lange halten Zwetschgen?
Ungewaschen und mit Reif bis zu einer Woche im Kühlschrank, im kühlen Keller länger.
Kann man Zwetschgen einfrieren?
Ja, entsteint halten sie viele Monate. Sie behalten dank festem Fruchtfleisch gut die Struktur.
Was ist Zwetschgendatschi?
Die süddeutsch-bayerische Bezeichnung für den Zwetschgenkuchen vom Blech, oft mit Streuseln.
Sind Zwetschgen gesund?
Ja. Sie liefern B-Vitamine, Kalium, Eisen, Ballaststoffe und Anthocyane und wirken verdauungsfördernd.