Zucchini
Die Zucchini ist das unkomplizierte Sommergemüse schlechthin: mild, vielseitig, schnell zubereitet und im Garten so ertragreich, dass man Freunde mit der Ernte beglückt. Botanisch ist sie ein junger, unreif geernteter Kürbis. Ob grün, gelb oder rund – sie passt in Pfanne, Ofen, Auflauf und sogar in den Kuchen. Hier kommt alles, was du über die Zucchini wissen musst: Saison, Einkauf, Lagerung, der Bitterstoff-Hinweis und Küche.
Cucurbita pepo
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Juni – Oktober
- Botanisch
- Cucurbita pepo
- Familie / Gattung
- Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
- Herkunft / Anbau
- Deutschlandweit; sehr ertragreich, beliebt im Hausgarten
- Aufbewahrung
- kühl (ca. 10-12 °C), nicht zu kalt – etwa 1 Woche
- Besonderheit
- unreif geernteter Sommerkürbis; selten bittere Exemplare meiden
Saison-Kalender für Zucchini
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Zucchini Saison haben
Zucchini haben von Juni bis Oktober Saison. Als Sommerkürbis werden sie jung und unreif geerntet – anders als die Winterkürbisse, die ausreifen müssen. Im Hausgarten sind sie berühmt-berüchtigt für ihre üppige Ernte: Eine einzige Pflanze kann eine ganze Familie versorgen. Im Winter ist Zucchini Importware.
Meine Rezepte mit Zucchini
Wie gesund sind Zucchini?
Gut zu wissen
Zucchini sind mit rund 19 kcal pro 100 g sehr kalorienarm und bestehen überwiegend aus Wasser. Sie sind leicht verdaulich und gut bekömmlich – auch für Babys und empfindliche Mägen geeignet. Sie liefern etwas Vitamin C, B-Vitamine, Kalium und in der Schale Beta-Carotin. Die Schale wird mitgegessen (nicht schälen), da sie die meisten Nährstoffe enthält.
Welche Zucchini gibt es?
Grüne Zucchini
Der Klassiker, mild und vielseitig.
Gelbe Zucchini
Optisch hübsch, geschmacklich ähnlich mild.
Runde Zucchini
Ideal zum Füllen und Überbacken.
Junge kleine Zucchini
Zarter und aromatischer als große; sehr große werden schnell wässrig und kernig.
Auch die Zucchiniblüte ist essbar und gilt als Delikatesse (gefüllt und frittiert).
Woran du gute Zucchini erkennst
- Feste, pralle Frucht mit glänzender, unverletzter Haut
- Eher klein bis mittelgroß (zarter und aromatischer)
- Keine weichen Stellen, Diellen oder Schrumpeln
- Schwer in der Hand für ihre Größe
Zucchini richtig lagern
Zucchini sind kälteempfindlich. Ideal ist ein kühler Ort um 10–12 °C (Keller, Speisekammer), wo sie bis zu zwei Wochen halten. Im Kühlschrank (Gemüsefach) gehen maximal etwa eine Woche, dann werden sie weich. Nicht neben Tomaten und Äpfeln lagern (Ethylen). Angeschnittene Zucchini abgedeckt im Kühlschrank rasch verbrauchen.
Zucchini haltbar machen
Einfrieren: gewürfelt oder geraspelt (für Suppen, Soßen, Zucchinipuffer) – roh werden sie nach dem Auftauen weich, daher am besten für gekochte Gerichte. Einlegen (süßsauer) ist möglich, ebenso Zucchini-Relish und Chutney. Geraspelt und ausgedrückt lässt sie sich gut für Zucchinibrot/-kuchen einfrieren.
Zucchini in der Küche
Extrem vielseitig: gebraten, gegrillt, im Ofen, im Auflauf, in Ratatouille, als Suppe, als „Zoodles" (Zucchini-Nudeln), gefüllt und überbacken, in Puffern. Auch süß im saftigen Zucchinikuchen (ähnlich Rüblikuchen). Da Zucchini mild ist, lebt sie von Würze: Knoblauch, Kräuter, Zitrone, Parmesan und Olivenöl bringen sie zur Geltung. Die essbare Blüte gefüllt und frittiert ist eine Delikatesse.
Kurioses zur Zucchini
Die Zucchini ist botanisch ein unreif geernteter Kürbis – lässt man sie wachsen, wird sie riesig und hart. Wichtig zu wissen: In sehr seltenen Fällen können Zucchini (vor allem selbst gezogene aus eigenem Saatgut oder neben Zierkürbissen) durch Rückkreuzung den Bitterstoff Cucurbitacin bilden. Schmeckt eine Zucchini auffällig bitter, sollte man sie wegwerfen und nicht essen – der Stoff baut sich auch beim Kochen nicht ab.
Häufige Fragen zu Zucchini
Wann haben Zucchini Saison?
Von Juni bis Oktober. Als Sommerkürbis werden sie jung und unreif geerntet. Im Hausgarten sind sie sehr ertragreich.
Muss man Zucchini schälen?
Nein. Die Schale wird mitgegessen und enthält die meisten Nährstoffe. Nur bei sehr großen, alten Exemplaren mit harter Schale kann Schälen sinnvoll sein.
Warum schmecken manche Zucchini bitter?
Durch den Bitterstoff Cucurbitacin, meist bei selbst gezogenen Pflanzen aus eigenem Saatgut. Bittere Zucchini unbedingt wegwerfen – der Stoff ist giftig und baut sich beim Kochen nicht ab.
Wie lagert man Zucchini?
Kühl um 10–12 °C (Keller), dort bis zu zwei Wochen. Im Kühlschrank-Gemüsefach maximal eine Woche, nicht neben Tomaten und Äpfeln.
Kann man Zucchini einfrieren?
Ja, am besten gewürfelt oder geraspelt für gekochte Gerichte wie Suppen, Soßen und Puffer. Roh werden sie nach dem Auftauen weich.
Sind kleine oder große Zucchini besser?
Kleine, junge sind zarter und aromatischer. Große, überreife werden wässrig, schwammig und kernig.
Kann man Zucchiniblüten essen?
Ja, sie gelten als Delikatesse – klassisch gefüllt (z.B. mit Ricotta) und frittiert.
Sind Zucchini gesund?
Ja, sehr kalorienarm, leicht verdaulich und gut bekömmlich – auch für Babys. Sie liefern Vitamin C, B-Vitamine, Kalium und Beta-Carotin in der Schale.


