Tonkabohnen-Sirup wird durch ein Sieb in eine Glasflasche abgefüllt

Tonkabohnen-Sirup – aromatischer Sirup selbst gemacht

Drei Zutaten, 20 Minuten Köchelzeit, und du hast einen Sirup, der nach Vanille, Mandel und einem Hauch Karamell schmeckt: Tonkabohnen-Sirup ist eines der einfachsten, aber gleichzeitig edelsten Geschenke aus dieser Serie – vor allem, weil kaum jemand die Tonkabohne selbst zuhause hat.

Zeit30 Min SchwierigkeitEinfach Portionen12 (ca. 350 ml)
Teilen

Willkommen zu Folge 12 meiner Adventskalender-Serie „Selbstgemacht ist geiler als gekauft“, Staffel 2 – bis Weihnachten zeige ich dir jeden Tag eine Geschenkidee aus der eigenen Küche. Heute gibt’s einen Sirup mit echtem Wow-Faktor.

Die Tonkabohne gilt in der Sterneküche als eines der spannendsten Trendgewürze der letzten Jahre – ihr Aroma vereint Vanille, Mandel, eine Spur Karamell und leichte Waldmeister-Noten, dabei reicht schon eine winzige Menge, um ein ganzes Gericht zu verändern. Kein Wunder, dass sie mittlerweile in Panna Cotta, Desserts und sogar herzhaften Saucen auftaucht. Wichtig zu wissen: Tonkabohnen enthalten Cumarin, das in großen Mengen der Leber schaden kann – sparsam dosiert, wie hier im Rezept, ist das aber unbedenklich.

Für den Sirup werden die Bohnen mitgekocht und geben ihr komplexes Aroma an Zucker und Wasser ab, bevor sie wieder herausgesiebt werden. Das Ergebnis ist ein bernsteinfarbener Sirup, der optisch schon nach mehr aussieht, als die drei Zutaten vermuten lassen – ideal für alle, die ein schnelles, aber besonderes Mitbringsel suchen.

Tonkabohnen-Sirup im Video

Hier siehst du, wie schnell der Sirup tatsächlich fertig ist.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Zutaten für Tonkabohnen-Sirup

Nur drei Zutaten – und jede hat eine klare Aufgabe:

  • Tonkabohnen: Der Star des Rezepts. Fein gehackt geben sie beim Köcheln ihr volles Aroma an den Sirup ab. Achte auf sparsame Dosierung – drei Bohnen auf diese Menge Sirup reichen für ein intensives, aber nicht überwältigendes Aroma.
  • Zucker: Bildet die Basis des Sirups und macht ihn haltbar. Weißer Zucker lässt das Tonka-Aroma am klarsten durchkommen, brauner Zucker würde eine zusätzliche Karamellnote mitbringen.
  • Wasser: Löst den Zucker und nimmt beim Köcheln die ätherischen Öle der Tonkabohne auf. Je länger die Bohnen mitköcheln, desto intensiver das Aroma.

Tipps für perfekten Tonkabohnen-Sirup

Tonkabohnen wirklich fein hacken. Je kleiner die Stücke, desto mehr Oberfläche geben sie an den Sirup ab und desto intensiver wird das Aroma in der kurzen Köchelzeit.
Sparsam dosieren. Tonkabohnen enthalten Cumarin, das in großen Mengen der Leber schaden kann. Drei Bohnen auf 400 ml Wasser sind eine übliche, unbedenkliche Menge – mehr braucht es für ein tolles Aroma auch gar nicht.
Flasche vorher sterilisieren. Kurz mit kochendem Wasser ausspülen oder im Backofen erhitzen, damit sich der Sirup länger hält und nicht zu gären beginnt.
Durch ein feines Sieb, nicht durch ein grobes. Nur ein feines Sieb (oder zusätzlich ein Passiertuch) hält auch die kleinsten Tonka-Stückchen zurück, damit der Sirup am Ende klar bleibt.

Zubereitung Schritt für Schritt

Hier die ausführliche Variante mit allen Kniffen. Wer schnell starten will, springt zur Rezept-Karte.

Tonkabohnen hacken

Hacke die Tonkabohnen mit einem scharfen Messer möglichst fein. Die Bohnen sind hart und leicht ölig, ein scharfes Messer erleichtert die Arbeit deutlich.

Warum fein hacken: Je kleiner die Stücke, desto schneller und vollständiger geben sie ihr Aroma in der kurzen Köchelzeit an den Sirup ab.

Aufkochen und köcheln lassen

Gib die gehackten Tonkabohnen zusammen mit Zucker und Wasser in einen Topf und bring alles einmal zum Kochen. Reduziere dann die Hitze und lass die Mischung ca. 20 Minuten ohne Deckel leicht köcheln.

Warum ohne Deckel: Beim offenen Köcheln verdunstet etwas Wasser, der Sirup wird dadurch etwas dickflüssiger und die Aromen konzentrieren sich stärker.

Sieben und abfüllen

Gieße den fertigen Sirup durch ein feines Sieb in eine sterile Flasche, damit alle Tonkabohnen-Stückchen zurückbleiben. Verschließe die Flasche gut, sobald der Sirup ausreichend abgekühlt ist.

Warum sterile Flasche: Nur eine wirklich saubere, ausgekochte Flasche verhindert, dass sich im Sirup Keime bilden und er schneller verdirbt.

Variationen für Tonkabohnen-Sirup

  • Zusätzliche Gewürze: Eine Vanilleschote oder eine Zimtstange mitkochen, für eine noch komplexere Aromatik.
  • Zuckerart: Brauner Zucker statt weißem für eine dunklere Farbe und eine zusätzliche Karamellnote.
  • Intensität: Wer es milder mag, nimmt nur 2 statt 3 Tonkabohnen; für ein intensiveres Aroma kann eine vierte Bohne dazu, dann aber die Cumarin-Dosierung im Blick behalten.
  • Alkoholische Variante: Einen Schuss Rum nach dem Abkühlen einrühren, für einen Tonka-Likör-Charakter.

Verwenden und verschenken

  • Im Milchkaffee – ein bis zwei Esslöffel statt Zucker
  • Über Vanilleeis oder Porridge – für eine schnelle, edle Dessert-Note
  • In Cocktails – als aromatischer Ersatz für einfachen Zuckersirup
  • Als Geschenk: in einer schönen Flasche mit Bügelverschluss, dazu ein Kärtchen mit Verwendungsideen
  • Zusammen mit Chai-Gewürzsirup oder Bratapfelsirup als Sirup-Trio verschenken

Rezept zum Nachkochen

Hier findest du das komplette Rezept zum Ausdrucken oder Speichern – mit allen Zutaten, Schritten und Nährwerten auf einen Blick.

Drucken
clockclock iconcutlerycutlery iconflagflag iconfolderfolder iconinstagraminstagram iconpinterestpinterest iconfacebookfacebook iconprintprint iconsquaressquares iconheartheart iconheart solidheart solid icon
Tonkabohnen-Sirup wird durch ein Sieb in eine Glasflasche abgefüllt

5 Stars 4 Stars 3 Stars 2 Stars 1 Star

Noch keine Bewertungen

Tonkabohnen-Sirup

Rezept von Benne Benzing

Aromatischer Tonkabohnen-Sirup mit Vanille-Mandel-Note – perfekt für Kaffee, Desserts oder Cocktails.



Zutaten

Skalieren
  • 3 Tonkabohnen
  • 300 g Zucker
  • 400 ml Wasser

Zubereitung

  1. Tonkabohnen mit einem scharfen Messer fein hacken.
  2. Tonkabohnen, Zucker und Wasser in einen Topf geben, aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und ca. 20 Minuten ohne Deckel leicht köcheln lassen.
  3. Den fertigen Sirup durch ein feines Sieb in eine sterile Flasche füllen und gut verschließen.

Recipe Video

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Anmerkungen

Der Sirup hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen.

  • Vorbereitung: 10 minutes
  • Kochzeit: 20 minutes
  • Kategorie: Getränke
  • Methode: Kochen

Nährwerte

  • Portionsgröße: 2 EL (ca. 30 ml)
  • Kalorien: 100
  • davon Zucker: 25 g
  • Fett: 0 g
  • Kohlenhydrate: 25 g
  • Ballaststoffe: 0 g
  • Eiweiß: 0 g

Häufige Fragen zu Tonkabohnen-Sirup

Ist Tonkabohnen-Sirup gefährlich wegen des Cumaringehalts?

In der hier verwendeten Menge nicht. Cumarin kann in sehr großen Dosen die Leber belasten, die tolerierbare Tagesmenge nach EFSA liegt aber so hoch, dass du sie mit ein bis zwei Esslöffeln Sirup pro Tag nicht annähernd erreichst. Sparsam dosieren reicht als Vorsichtsmaßnahme völlig aus.

Wie lange hält sich der Sirup?

Im Kühlschrank und gut verschlossen mehrere Wochen. Da er einen hohen Zuckeranteil hat, ist er relativ stabil, solange die Flasche vorher sauber war.

Wo bekomme ich Tonkabohnen?

Im gut sortierten Gewürzregal, in Feinkostläden oder online. Sie sind kleine, dunkle, runzelige Bohnen und werden meist einzeln oder in kleinen Päckchen verkauft.

Kann ich Tonkabohnen durch Vanille ersetzen?

Geschmacklich kommst du damit in eine ähnliche Richtung, aber das komplexe Mandel-Karamell-Aroma der Tonkabohne bleibt einzigartig. Eine ausgekratzte Vanilleschote zusätzlich mitzukochen, ist aber eine schöne Ergänzung.

Bock auf mehr?

Folge mir für täglich neue Rezepte und Küchen-Inspiration.

Lieber gemütlich ins Postfach?

Einmal im Monat schick ich dir mein Lieblingsrezept, Saisonales und ein paar Tipps.

Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

Nachgekocht? Sag mir, wie’s war.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Deine Bewertung 5 Stars 4 Stars 3 Stars 2 Stars 1 Star

Mit dem Absenden werden dein Name, deine E-Mail-Adresse und deine IP-Adresse gespeichert — Details in der Datenschutzerklärung.