Ravioli-Schnecke mit Cacio e Pepe und Guanciale-Soße – aufgerollte Pasta mit Guanciale-Soße und Pecorino auf blau-weißem Teller

Ravioli-Schnecke mit Cacio e Pepe und Guanciale-Soße

Frisch gemachte Pasta, aufgerollt zu einer Schnecke, gefüllt mit einer pikanten Pfeffer-Pecorino-Creme und übergossen mit einer cremigen Guanciale-Soße: Diese Ravioli-Schnecke nimmt zwei römische Klassiker – Cacio e Pepe und Pasta alla Gricia – und packt sie in eine einzige, sehr fotogene Portion selbstgemachte Pasta.

Zeit2 Std SchwierigkeitAnspruchsvoll Portionen4
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Cacio e Pepe gilt als eines der ältesten Gerichte der römischen Küche – einer verbreiteten Erzählung nach von Hirten in Latium, den Abruzzen, der Toskana und Umbrien erfunden, die auf ihren langen Wanderungen nur haltbare Zutaten dabeihatten: Pasta, Pecorino und schwarzen Pfeffer. Genau diese drei Zutaten stecken auch in der Füllung dieser Ravioli-Schnecke, nur eben nicht als Sauce um die Nudeln, sondern als cremige Füllung darin. Dazu kommt Guanciale, luftgetrockneter Schweinebacken-Speck, der traditionell in Pasta alla Gricia und Carbonara steckt und hier als würzige Soße darübergegossen wird. Damit stecken in dieser Füllung fast die gleichen vier Zutaten wie bei meiner Spaghetti Carbonara – nur eben anders verteilt auf Füllung und Soße.

Das Ergebnis ist deutlich aufwendiger als eine normale Schüssel-Pasta, aber genau das macht den Reiz aus: Du machst den Teig selbst, füllst ihn von Hand und rollst alles zu einer Schnecke, die sich beim Anschneiden in einzelne Spiralen öffnet – ein Rezept für alle, die Pasta nicht nur kochen, sondern auch mal bauen wollen.

Die meiste Zeit hier ist reine Handarbeit: Teig kneten, ruhen lassen, Füllung machen, Ravioli formen. Wer schon mal frische Pasta gemacht hat, kennt das Prinzip. Neu ist hier vor allem die Form – statt einzelner Ravioli entsteht eine durchgehende, aufgerollte Schnecke, die beim Servieren richtig was hermacht.

Ravioli-Schnecke im Video

Im Video zeige ich, wie der Teig gefüllt und zur Schnecke aufgerollt wird und wie die Guanciale-Soße entsteht.

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Zutaten für die Ravioli-Schnecke

Nur acht Zutaten, aber jede davon trägt das ganze Gericht:

  • Mehl Type 00: Das feinst gemahlene italienische Pastamehl. Gibt dem Teig die glatte, elastische Konsistenz, die sich dünn ausrollen lässt, ohne zu reißen. Type 405 geht notfalls auch, wird aber etwas weniger seidig.
  • Eier: Binden den Teig und geben ihm Farbe und Biss. Zimmerwarme Eier lassen sich leichter einarbeiten als kalte.
  • Pecorino: Der Star von Cacio e Pepe. Der kräftige Schafskäse steckt sowohl in der Füllung als auch als Topping. Parmesan ist milder und weniger salzig, funktioniert im Notfall, verliert aber den typischen Cacio-e-Pepe-Charakter.
  • Sahne: Macht die Pecorino-Pfeffer-Masse streich- und spritzfähig, statt dass sie beim Erwärmen körnig wird. Ohne Sahne lässt sich die Füllung kaum in den Spritzbeutel füllen.
  • Guanciale: Luftgetrockneter Schweinebacken-Speck, deutlich fetter und aromatischer als Pancetta. Beim Auslassen gibt er das Würzfett für die Soße ab – Pancetta ist der nächstbeste Ersatz, aber weniger intensiv.
  • Pfeffer: Grob zerdrückt und trocken angeröstet, statt einfach gemahlen aus der Mühle. Das setzt ätherische Öle frei und macht die Schärfe runder, weniger stechend.
  • Salz: Nur fürs Kochwasser der Pasta nötig, die Füllung und die Soße bringen über Pecorino und Guanciale schon genug Salz mit.
  • Basilikum: Frisch als Topping gibt er einen kräuterfrischen Kontrast zur reichhaltigen Käse-Speck-Kombination.

Tipps für die perfekte Ravioli-Schnecke

Pfeffer trocken anrösten. Grob zerdrückte Pfefferkörner ohne Öl kurz in der Pfanne anrösten, bis sie duften. Das nimmt die scharfe Schärfe und bringt stattdessen wärmende Aromen.
Teig wirklich eine Stunde ruhen lassen. Erst dann entspannt sich das Gluten genug, um den Teig hauchdünn auszurollen, ohne dass er zurückspringt oder reißt. Ähnlich viel Geduld beim Formen von Hand braucht auch der Teig für meine handgemachten Orecchiette.
Ränder wirklich gut andrücken. Mit Wasser befeuchten und fest verschließen, sonst läuft beim Kochen die Füllung aus – gerade bei der aufgerollten Schnecke ist das ärgerlich, weil eine undichte Stelle die ganze Rolle betrifft.
Guanciale nicht anbraten, sondern auslassen. Bei milder Hitze langsam das Fett auslösen, statt scharf anzubraten – so bleibt es zart und die Soße wird nicht bitter.

Zubereitung Schritt für Schritt

Hier die ausführliche Variante mit allen Kniffen. Wer schnell starten will, springt zur Rezept-Karte.

Pastateig kneten und ruhen lassen

Mehl und Eier zu einem glatten, elastischen Teig verkneten – etwa 8–10 Minuten von Hand. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde bei Raumtemperatur ruhen lassen.

Warum: Beim Kneten baut sich Spannung im Gluten auf, die der Teig erst während der Ruhezeit wieder abbaut – nur so lässt er sich später hauchdünn ausrollen.

Cacio-e-Pepe-Füllung herstellen

Pfefferkörner grob zerdrücken und ohne Öl in einer Pfanne kurz anrösten, bis sie duften. Pecorino fein reiben, mit dem Pfeffer und der Sahne zu einer zähen, streichfähigen Masse verrühren und in einen Spritzbeutel füllen.

Woran du merkst, dass es passt: Die Masse sollte fest genug sein, um beim Aufspritzen die Form zu halten, aber weich genug, um sich leicht verteilen zu lassen.

Teig ausrollen, füllen und aufrollen

Den Pastateig dünn ausrollen, die Füllung mittig in einer durchgehenden Linie aufspritzen. Teig darüberklappen, Ränder mit etwas Wasser befeuchten und fest andrücken. Mit einem Pastaschneider die Ränder glätten, dann den gefüllten Strang zu einer Schnecke aufrollen.

Häufiger Fehler: Zu wenig Wasser an den Rändern lässt die Naht beim Kochen aufplatzen – lieber etwas mehr befeuchten und kräftig andrücken.

Ravioli-Schnecke kochen

Die Schnecke vorsichtig in leicht siedendes Salzwasser gleiten lassen und etwa 3 Minuten gar ziehen lassen – nicht sprudelnd kochen, sonst kann die Naht aufgehen.

Warum: Frische Pasta braucht deutlich kürzer als getrocknete, und sanftes Simmern statt wildem Kochen schützt die gefüllte Naht.

Guanciale-Soße zubereiten

Guanciale fein würfeln und bei milder Hitze langsam auslassen, bis das Fett flüssig und die Würfel leicht kross sind. Mit etwas Pastawasser ablöschen und aufschlagen, bis eine cremige Soße entsteht.

Warum: Die Stärke im Pastawasser bindet das ausgelassene Fett zu einer sämigen Emulsion, statt dass es sich absetzt.

Anrichten

Die Ravioli-Schnecke auf einem Teller anrichten, die Guanciale-Soße darübergeben. Mit frischem Basilikum, extra geriebenem Pecorino und frisch gemahlenem Pfeffer toppen.

Servier-Detail: Sofort servieren – die Soße verliert ihre Cremigkeit, je länger sie steht.

Variationen für die Ravioli-Schnecke

  • Guanciale-Ersatz: Pancetta oder luftgetrockneter Bauchspeck funktionieren, sind aber milder im Geschmack.
  • Käse: Parmesan statt Pecorino ist milder und weniger salzig, verändert den Cacio-e-Pepe-Charakter aber deutlich.
  • Einzelne Ravioli statt Schnecke: Der gleiche Teig und die gleiche Füllung lassen sich auch zu klassischen einzelnen Ravioli formen, wenn die Schnecken-Form zu aufwendig ist.
  • Vegetarisch: Guanciale weglassen und die Soße stattdessen mit brauner Butter und Salbei zubereiten.

Was du dazu servierst

  • Rucolasalat — mit wenig Dressing als frischer Ausgleich
  • Knuspriges Ciabatta — zum Aufsaugen der Soße
  • Trockener Weißwein — ein römischer Frascati passt klassisch dazu

Rezept zum Nachkochen

Hier findest du das komplette Rezept zum Ausdrucken oder Speichern – mit allen Zutaten, Schritten und Nährwerten auf einen Blick.

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Ravioli-Schnecke mit Cacio e Pepe und Guanciale-Soße – aufgerollte Pasta mit Guanciale-Soße und Pecorino auf blau-weißem Teller

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Ravioli-Schnecke mit Cacio e Pepe und Guanciale-Soße

Rezept von Benne Benzing

Frisch gemachte Pasta-Schnecke mit pikanter Pfeffer-Pecorino-Füllung und aromatischer Guanciale-Soße.


  • Gesamtzeit2 hours
  • Portionen4 1x

Zutaten

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  • 200 g Mehl Type 00
  • 2 Eier
  • 400 g Pecorino
  • 300 ml Sahne
  • 100 g Guanciale
  • Pfeffer
  • Salz
  • Basilikum als Topping


Zubereitung

  1. Mehl und Eier zu einem glatten Teig verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde ruhen lassen.
  2. Für die Füllung Pfefferkörner grob zerdrücken und ohne Öl in einer Pfanne anrösten. Pecorino reiben, mit den Pfefferkörnern und der Sahne zu einer zähen Masse verrühren und in einen Spritzbeutel füllen.
  3. Pastateig dünn ausrollen, Füllung mittig aufspritzen, Teig umklappen und die Ränder mit etwas Wasser befeuchten und gut andrücken. Mit einem Pastaschneider die Ränder glätten und zu einer Schnecke aufrollen.
  4. Ravioli-Schnecke in leicht siedendem Salzwasser ca. 3 Minuten gar ziehen lassen.
  5. Guanciale fein würfeln und in einer Pfanne auslassen. Mit etwas Pastawasser ablöschen, bis eine cremige Soße entsteht.
  6. Ravioli-Schnecke auf einem Teller anrichten, Guanciale-Soße darübergeben, mit Basilikum, frisch geriebenem Pecorino und Pfeffer toppen.

Recipe Video

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Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 Portion
  • Kalorien: 998
  • Fett: 76 g
  • Kohlenhydrate: 40 g
  • Eiweiß: 39 g

Häufige Fragen zur Ravioli-Schnecke

Kann ich die Ravioli-Schnecke vorbereiten?

Ja. Roh und ungekocht lässt sie sich auf einem bemehlten Blech einfrieren und direkt aus dem gefrorenen Zustand in leicht siedendes Wasser geben, dann etwas länger ziehen lassen. Die Guanciale-Soße schmeckt am besten frisch zubereitet.

Warum wird meine Cacio-e-Pepe-Füllung körnig?

Meist, weil der Pecorino zu heiß erwärmt oder zu grob gerieben wurde. Fein reiben und die Sahne kalt einarbeiten statt zu erhitzen – die Masse soll cremig, nicht geschmolzen sein.

Was ist Guanciale und kann ich es ersetzen?

Guanciale ist luftgetrockneter, gewürzter Schweinebacken-Speck aus der italienischen Küche, fetter und aromatischer als Pancetta. Pancetta ist der nächstbeste Ersatz, kommt geschmacklich aber nicht ganz an die Intensität von Guanciale heran.

Brauche ich eine Nudelmaschine für den Teig?

Nein, unbedingt nötig ist sie nicht. Mit einem langen Nudelholz und etwas Geduld lässt sich der Teig auch von Hand hauchdünn ausrollen, eine Nudelmaschine macht die Arbeit aber deutlich schneller und gleichmäßiger.

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