Karotten-Blutorangen-Aufstrich mit Rosmarin – im offenen Glas mit Orangenzesten

Karotten-Blutorangen-Aufstrich mit Rosmarin

Ein Aufstrich in kräftigem Orange, mit feinen Karottenraspeln durchzogen und einem Hauch Rosmarin: Dieser Karotten-Blutorangen-Aufstrich ist fruchtig-süß, ein bisschen herb durch die Zitrusnote und dabei völlig unkompliziert im Kochtopf gemacht. Ein Hingucker auf jedem Osterbrunch-Tisch.

Zeit25 Min
SchwierigkeitEinfach
Portionen2 Gläser
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Folge 2 von 10 meiner Oster-Sonderreihe „Selbstgemacht ist geiler als gekauft – Oster Edition“: Bis Ostern gibt’s jeden Tag eine kulinarische Geschenkidee. Alle Folgen findest du gesammelt auf der Themenseite „Selbstgemacht ist geiler als gekauft“.

Zum großen Finale der Reihe gibt es übrigens unsere Marzipan-Karotten.

Blutorangen haben genau jetzt, im Winter und Frühjahr, ihre beste Zeit – die Hauptanbaugebiete liegen im Südosten Siziliens, rund um Enna, Syrakus und Catania, wo die Früchte durch Tag-Nacht-Temperaturunterschiede ihre typische rote Farbe und die leicht beerige, weniger süße Note bekommen. Genau diese Säure macht sie ideal für einen Aufstrich: Kombiniert mit der milden Süße der Karotte und einem Zweig Rosmarin entsteht etwas, das weit über eine klassische Orangenmarmelade hinausgeht.

Anders als klassische Konfitüre nach 1:1-Rezeptur setzt dieses Rezept auf Gelierzucker 2:1 – zwei Teile Frucht auf einen Teil Zucker. Das Ergebnis schmeckt spürbar weniger süß und mehr nach der eigentlichen Frucht, braucht aber ein bisschen mehr Sorgfalt beim Kochen, damit es trotzdem zuverlässig geliert. Karotten in einer Marmelade wirken erstmal ungewöhnlich, sind aber ein bekannter Klassiker der englischen und mitteleuropäischen Konfitürenküche – sie liefern Fruchtfleisch-Textur und eine sanfte Süße, ohne den Zitrusgeschmack zu überdecken.

Karotten-Blutorangen-Aufstrich im Video

Hier siehst du, wie schnell der Aufstrich vom Reiben bis zum fertig abgefüllten Glas geht.

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Mehr Informationen

Zutaten für Karotten-Blutorangen-Aufstrich

Fünf Zutaten – aber jede davon trägt einen eigenen Teil zum Geschmack bei:

  • Karotten: Geben Textur und eine milde, erdige Süße. Fein reiben statt grob raspeln, sonst bleiben die Stückchen im fertigen Aufstrich zu grob und bissig.
  • Saft von Blutorangen und Zitrone: Das fruchtig-herbe Rückgrat des Aufstrichs. Blutorangen bringen die tiefrote Farbe und eine leicht beerige Note, die Zitrone sorgt für die nötige Säure zum Gelieren.
  • Apfel: Steuert natürliches Pektin bei, das dem Aufstrich zusätzlich beim Binden hilft. Ein säuerlicher Apfel (z. B. Boskoop oder Elstar) passt besser als ein sehr süßer.
  • Rosmarin: Die überraschende Komponente – fein gehackt bringt er eine harzig-frische Note, die die Süße bricht. Sparsam dosieren, ein Zweig reicht für die ganze Menge.
  • Gelierzucker 2:1: Sorgt fürs Gelieren bei weniger Süße als klassischer 1:1-Gelierzucker. Die Kochzeit auf der Packung ist entscheidend – zu kurz gekocht, wird der Aufstrich nicht fest.

Tipps für einen gelungenen Aufstrich

Gläser vorher auskochen. Schwenke die Gläser und Deckel kurz mit kochendem Wasser aus oder stelle sie 10 Minuten in den Backofen bei 100 °C. So hält sich der Aufstrich deutlich länger, ohne dass er verdirbt.
Gelierprobe machen. Einen Klecks der heißen Masse auf einen kalten Teller geben. Wird er innerhalb weniger Sekunden fest und geliert, statt zu verlaufen, ist der Aufstrich fertig.
Rosmarin fein genug hacken. Grobe Nadeln stechen unangenehm zwischen den Zähnen. Je feiner du hackst, desto runder wird das Aroma im fertigen Aufstrich verteilt.
Sofort heiß abfüllen. Je schneller die heiße Masse ins Glas kommt, desto besser hält sich der Unterdruck beim Abkühlen, der das Glas zusätzlich haltbar macht.

Zubereitung Schritt für Schritt

Hier die ausführliche Variante mit allen Kniffen. Wer schnell starten will, springt zur Rezept-Karte.

Karotten und Apfel reiben

Karotten schälen und fein reiben, den halben Apfel ebenfalls fein reiben – am besten mit der feinen Seite der Reibe, damit später keine groben Stücke im Aufstrich hängen bleiben.

Warum: Fein geriebenes Gemüse und Obst gibt schneller Saft ab und verteilt sich gleichmäßiger in der fertigen Masse.

Zitrusfrüchte auspressen

Blutorangen und Zitrone auspressen und den Saft abmessen, damit du auf die im Rezept angegebene Menge kommst.

Tipp: Presse die Früchte bei Zimmertemperatur, kalte Zitrusfrüchte geben deutlich weniger Saft her.

Alles im Topf vereinen

Karotten, Apfel und den Zitrus-Saft zusammen in einen ausreichend großen Topf geben – die Masse schäumt beim Kochen auf, darum lieber einen Topf mit viel Luft nach oben nehmen.

Warum: Ein zu kleiner Topf führt dazu, dass die kochende Masse überkocht, sobald der Gelierzucker dazukommt.

Gelierzucker und Rosmarin einrühren

Den Gelierzucker und den fein gehackten Rosmarin hinzufügen und gründlich verrühren, bis sich der Zucker gleichmäßig verteilt hat.

Warum gründlich rühren: Nicht aufgelöster Zucker setzt sich sonst am Topfboden ab und karamellisiert dort, bevor der Rest überhaupt kocht.

Sprudelnd kochen

Die Mischung unter ständigem Rühren 4–5 Minuten sprudelnd kochen lassen – exakt nach der Zeitangabe auf deiner Gelierzucker-Packung, die je nach Hersteller leicht variieren kann.

Woran du merkst, dass es passt: Die Masse wird dickflüssiger und zieht beim Rühren kurz Fäden vom Kochlöffel.

Abfüllen und abkühlen lassen

Sofort heiß in die vorbereiteten, ausgekochten Gläser füllen, gut verschließen und vollständig abkühlen lassen.

Servier-Detail: Die Gläser nach dem Verschließen kurz auf den Kopf stellen – das sterilisiert auch den Deckelrand und verbessert die Haltbarkeit zusätzlich.

Variationen für den Aufstrich

  • Kräuter: Rosmarin durch Thymian ersetzen für eine mildere, weniger harzige Kräuternote.
  • Schärfe: Eine kleine Prise Chiliflocken mitkochen für einen süß-scharfen Brotaufstrich.
  • Ingwer: Ein Stück fein geriebener Ingwer bringt zusätzliche Frische und eine leichte Schärfe.
  • Andere Zitrusfrucht: Statt Blutorangen normale Orangen oder Mandarinen verwenden, wenn gerade keine Blutorangen erhältlich sind.
  • Weniger süß: Mit Gelierzucker 3:1 arbeiten – dann aber unbedingt die abweichende Kochzeit auf der jeweiligen Packung beachten.
  • Winterlicher Aufstrich: Für eine herbstlich-winterliche Alternative probier unseren Bratapfel-Aufstrich.

Verschenken und servieren

  • Zum Osterbrunch — auf frischem Brot oder Brioche
  • Als Mitbringsel — im hübschen Glas mit Stoffdeckel und Etikett
  • Zu Käse — die fruchtig-herbe Süße passt gut zu würzigem Hartkäse
  • Zum Joghurt — als fruchtiges Topping fürs Frühstück

Rezept zum Nachkochen

Hier findest du das komplette Rezept zum Ausdrucken oder Speichern — mit allen Zutaten, Schritten und Nährwerten auf einen Blick.

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Karotten-Blutorangen-Aufstrich mit Rosmarin – im offenen Glas mit Orangenzesten

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Karotten-Blutorangen-Aufstrich mit Rosmarin

Fruchtig-aromatischer Aufstrich aus Karotte, Blutorange und Rosmarin – ein Hingucker fürs Osterfrühstück.



Zutaten

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  • 150 g Karotten
  • Saft von ca. 5 Blutorangen und 1 Zitrone (ca. 200 g)
  • ½ Apfel
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 200 g Gelierzucker 2:1


Zubereitung

  1. Die Karotten schälen und fein reiben. Den halben Apfel ebenfalls fein reiben.
  2. Blutorangen und Zitrone auspressen und den Saft abmessen.
  3. Karotten, Apfel und den Zitrus-Saft zusammen in einen Topf geben.
  4. Den Gelierzucker und etwas fein gehackten Rosmarin hinzufügen und gut verrühren.
  5. Die Mischung 4–5 Minuten sprudelnd kochen lassen – wie auf dem Gelierzucker angegeben.
  6. Sofort heiß in ausgekochte Gläser füllen, gut verschließen und abkühlen lassen.

Anmerkungen

Perfekt als Mitbringsel oder fürs Osterbrunch-Buffet – dieser Aufstrich verbindet Süße, Frische und eine feine Kräuternote.


Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 EL (20 g)
  • Kalorien: 34
  • davon Zucker: 8 g
  • Fett: 0 g
  • Kohlenhydrate: 8 g
  • Ballaststoffe: 0 g
  • Eiweiß: 0 g

Häufige Fragen zum Karotten-Blutorangen-Aufstrich

Wie lange ist der Aufstrich haltbar?

Ungeöffnet und richtig heiß abgefüllt hält er sich kühl und dunkel gelagert mehrere Monate. Nach dem Öffnen gehört das Glas in den Kühlschrank und sollte innerhalb von 2–3 Wochen aufgebraucht werden.

Warum ist mein Aufstrich nicht fest geworden?

Meist liegt’s an zu kurzer Kochzeit oder zu wenig Säure. Beim nächsten Mal die Kochzeit auf der Gelierzucker-Packung genau einhalten und die Gelierprobe auf dem kalten Teller machen, bevor du abfüllst.

Kann ich normale Orangen statt Blutorangen nehmen?

Ja, das funktioniert genauso gut. Du verlierst dann allerdings die kräftige rote Farbe und die leicht beerige Note, die Blutorangen mitbringen.

Schmeckt man den Rosmarin stark heraus?

Bei einem Zweig auf die angegebene Menge bleibt die Note dezent und harzig-frisch im Hintergrund, statt den Aufstrich zu dominieren. Wer es kräftiger mag, kann einen zweiten kleinen Zweig hinzufügen.

Ist der Aufstrich vegan?

Ja, alle Zutaten – Karotten, Zitrusfrüchte, Apfel, Rosmarin und Gelierzucker – sind rein pflanzlich.

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