Rosmarin
Rosmarin ist das kräftige, harzig-würzige Kraut, das nach mediterraner Sonne schmeckt – mit seinen nadelförmigen, immergrünen Blättern gibt es Ofenkartoffeln, Lamm und Schmorgerichten eine unverwechselbare Note. Ein kleiner Strauch, der mit seinem intensiven Aroma sparsam dosiert werden will. Hier kommt alles über den Rosmarin: Saison, Verwendung, der Winterschutz und Küche.
Salvia rosmarinus
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Januar – Dezember
- Botanisch
- Salvia rosmarinus
- Familie / Gattung
- Lippenblütler (Lamiaceae)
- Herkunft / Anbau
- Mittelmeerraum; bei uns mit Winterschutz
- Aufbewahrung
- kühl, im feuchten Tuch – über 1 Woche; getrocknet lange
- Besonderheit
- immergrün, intensiv-harzig; sparsam dosieren; darf mitkochen
Saison-Kalender für Rosmarin
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Rosmarin Saison hat
Rosmarin ist immergrün und lässt sich praktisch ganzjährig frisch ernten. Allerdings ist er nur bedingt winterhart – in rauen Lagen braucht er Winterschutz oder einen geschützten Platz an einer sonnigen Südwand. Als Topfkraut (im Winter hell und kühl überwintern) und getrocknet ist er immer verfügbar.
Meine Rezepte mit Rosmarin
Wie gesund ist Rosmarin?
Gut zu wissen
Rosmarin enthält ätherische Öle, Rosmarinsäure und Antioxidantien und gilt als anregendes Heilkraut: Ihm werden durchblutungsfördernde, kreislaufanregende und konzentrationsfördernde Wirkungen nachgesagt – er macht „munter". Außerdem regt er die Verdauung an und macht fette Speisen bekömmlicher. Schwangere sollten größere Mengen (z.B. als Tee oder Öl) meiden.
Woran du guten Rosmarin erkennst
- Frische, feste Zweige mit prallen, sattgrünen Nadeln
- Keine vertrockneten, braunen oder kahlen Triebe
- Intensiver, harzig-würziger Duft
- Beim Topf/Strauch: kräftige, nicht vertrocknete Pflanze
Rosmarin richtig verwenden und lagern
Frischer Rosmarin hält im Gemüsefach des Kühlschranks gut über eine Woche, in ein feuchtes Tuch gewickelt. Getrockneter Rosmarin hält im Glas viele Monate.
Rosmarin haltbar machen
Trocknen gelingt gut (er behält viel Aroma): Zweige aufhängen und trocknen. Auch Einfrieren und besonders das Aromatisieren von Öl (Rosmarinöl mit Knoblauch!), Essig, Salz (Kräutersalz) und Butter funktioniert hervorragend. Rosmarinzweige eignen sich sogar als duftende Grill-„Spieße".
Rosmarin in der Küche
Der mediterrane Klassiker: an Ofenkartoffeln und Röstgemüse, zu Lamm (unschlagbar!), Hähnchen, Wild und Schwein, in Schmorgerichten, an Focaccia und Brot, in Tomatensoße, an Pilzen und in Marinaden. Sein kräftiges Aroma darf mitkochen. Sparsam verwenden, da intensiv. Er passt zu Lamm, Kartoffel, Knoblauch, Zitrone, Tomate und Olivenöl.
Kurioses zum Rosmarin
Rosmarin galt seit jeher als Kraut der Erinnerung und Treue – in der Antike trugen Studenten Rosmarinkränze für ein besseres Gedächtnis, und tatsächlich deuten moderne Studien darauf hin, dass schon der Duft die Konzentration fördern kann. Bei Hochzeiten symbolisierte er Treue, bei Begräbnissen das Andenken. Botanisch gab es 2017 eine kleine Sensation: Rosmarin wurde wissenschaftlich der Gattung Salbei (Salvia) zugeordnet – er ist also ein „Salbei".
Häufige Fragen zu Rosmarin
Wann hat Rosmarin Saison?
Rosmarin ist immergrün und ganzjährig frisch zu ernten. Er ist aber nur bedingt winterhart und braucht in rauen Lagen Winterschutz.
Ist Rosmarin winterhart?
Nur bedingt. An einer geschützten, sonnigen Südwand übersteht er milde Winter; in rauen Lagen braucht er Winterschutz oder überwintert hell und kühl im Topf.
Darf man Rosmarin mitkochen?
Ja, sein kräftiges Aroma darf und soll mitkochen. Am besten ganze Zweige mitgaren und vor dem Servieren herausnehmen oder die Nadeln sehr fein hacken.
Wozu passt Rosmarin?
Klassisch zu Ofenkartoffeln, Lamm, Hähnchen, Wild, Schmorgerichten, Focaccia und in Tomatensoße. Er passt zu Knoblauch, Zitrone und Olivenöl.
Wie dosiert man Rosmarin?
Sparsam – er ist sehr intensiv. Lieber ganze Zweige mitgaren oder die festen Nadeln fein hacken, damit sie nicht stören.
Kann man Rosmarin haltbar machen?
Ja, er lässt sich gut trocknen, einfrieren und besonders gut zum Aromatisieren von Öl, Essig, Salz und Butter verwenden.
Ist Rosmarin gesund?
Ja, er wirkt durchblutungs- und kreislaufanregend, fördert die Konzentration und macht fette Speisen bekömmlicher. Schwangere sollten große Mengen meiden.
Stimmt es, dass Rosmarin ein Salbei ist?
Ja, seit 2017 wird Rosmarin botanisch der Gattung Salvia (Salbei) zugeordnet – daher der neue Name Salvia rosmarinus.

