Estragon

Estragon

Estragon ist das elegante Aromakraut der französischen Küche – fein, leicht süßlich und mit einer unverwechselbaren Anis-Note. Es ist die Seele der Sauce Béarnaise, würzt Essig, Senf und Geflügel und gilt als eines der raffiniertesten Küchenkräuter. Wer feine Soßen liebt, kommt an ihm nicht vorbei. Hier kommt alles über den Estragon: Saison, französisch oder russisch, Lagerung und Küche.

Artemisia dracunculus

Steckbrief

Saison (frisch)
Mai – September
Botanisch
Artemisia dracunculus
Familie / Gattung
Korbblütler (Asteraceae)
Herkunft / Anbau
Deutschlandweit; mehrjährig (franz. Estragon nicht winterhart)
Aufbewahrung
kühl, im feuchten Tuch – einige Tage
Besonderheit
feines Anis-Aroma; Star der französischen Küche

Saison-Kalender für Estragon

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.

Wann Estragon Saison hat

Frischer Freiland-Estragon hat von Mai bis September Saison. Der hochwertige Französische Estragon ist mehrjährig, aber nicht sehr winterhart (er wird über Stecklinge vermehrt, da er kaum keimfähige Samen bildet). Der Russische Estragon ist robuster und winterhart, aber deutlich aromaärmer.

Meine Rezepte mit Estragon

Für Estragon habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.

Wie gesund ist Estragon?

Gut zu wissen

Estragon enthält ätherische Öle (vor allem Estragol), Vitamin C, Beta-Carotin und Mineralstoffe. Traditionell wirkt er appetit- und verdauungsfördernd. Als feines Würzkraut wird er in kleinen Mengen verwendet, sodass vor allem das Aroma zählt.

Französisch oder russisch?

Französischer Estragon

Das feine, aromatische Küchenkraut mit intensivem Anis-Aroma. Die erste Wahl. Wird über Stecklinge vermehrt.

Russischer Estragon

Robuster und winterhart, aber viel milder und weniger aromatisch. Eher fürs Beet als für die feine Küche.

Für den vollen Estragon-Geschmack lohnt sich der Französische.

Woran du guten Estragon erkennst

  • Frische, sattgrüne, schmale, glänzende Blätter
  • Keine welken, gelben oder schlaffen Stellen
  • Intensiver, anisartiger Duft
  • Pralle, nicht vertrocknete Triebe

Estragon richtig verwenden und lagern

Frischer Estragon hält im Gemüsefach des Kühlschranks einige Tage, in ein feuchtes Tuch gewickelt. Bei längerem Kochen wird er leicht bitter – daher eher gegen Ende zugeben.

Estragon haltbar machen

Klassisch ist Estragon-Essig (frische Zweige in Weißweinessig einlegen) – ein französischer Standard. Auch Einfrieren (gehackt in Eiswürfeln) und Einlegen in Öl funktioniert. Getrocknet verliert er viel Aroma. Estragonsenf ist eine weitere feine Verwendung.

Estragon in der Küche

Der Star der französischen Küche: in der Sauce Béarnaise (unverzichtbar!) und Sauce Hollandaise-Varianten, in Estragon-Essig und -Senf, an Geflügel (Hähnchen!), Fisch, Ei-, Käse- und Rahmgerichten, in feinen Salatdressings, an Spargel und in der Kräutermischung „fines herbes". Er passt zu Huhn, Fisch, Ei, Sahne, Zitrone und Senf. Sparsam und eher gegen Ende zugeben.

Kurioses zum Estragon

Der botanische Name „dracunculus" bedeutet „kleiner Drache" – der Volksname „Drachenkraut" geht darauf zurück. Eine Theorie: Die geschlängelten Wurzeln erinnerten an eine Schlange oder einen Drachen, weshalb Estragon im Mittelalter als Mittel gegen Schlangenbisse galt. Botanisch ist er übrigens mit dem Wermut (und damit Absinth) verwandt – ein „edler Vetter" aus der Familie der Beifuß-Gewächse.

Häufige Fragen zu Estragon

Wann hat Estragon Saison?

Frischer Freiland-Estragon von Mai bis September. Der feine Französische Estragon ist mehrjährig, aber nicht sehr winterhart.

Was ist der Unterschied zwischen französischem und russischem Estragon?

Der Französische hat das feine, intensive Anis-Aroma (erste Wahl), wird aber über Stecklinge vermehrt. Der Russische ist robuster und winterhart, aber deutlich milder.

Wofür verwendet man Estragon?

Klassisch für die Sauce Béarnaise, Estragon-Essig und -Senf, an Geflügel, Fisch, Ei- und Rahmgerichten und in feinen Dressings. Der Star der französischen Küche.

Wie dosiert man Estragon?

Sparsam – er ist intensiv und übertönt sonst andere Aromen. Oft wird er pur (ohne weitere Kräuter) verwendet, damit sein Anis-Aroma zur Geltung kommt.

Kann man Estragon trocknen?

Er verliert dabei viel Aroma. Besser sind Estragon-Essig, Einfrieren (in Eiswürfeln) oder Einlegen in Öl.

Was ist Estragon-Essig?

Ein französischer Klassiker – frische Estragonzweige werden in Weißweinessig eingelegt und geben ihr feines Aroma ab. Ideal für Dressings und Saucen.

Wann gibt man Estragon an die Speise?

Eher gegen Ende – bei langem Kochen wird er leicht bitter. So bleibt das feine Anis-Aroma erhalten.

Ist Estragon gesund?

Ja, er enthält ätherische Öle, Vitamin C und Beta-Carotin und wirkt traditionell appetit- und verdauungsfördernd.