Cremige Pfannen-Steak-Soße in dunkler Schale neben gebratenem Steak

Pfannen-Steak-Soße

Röstaromen vom Steak, Rotwein, Kräuter und am Ende ein Stück kalte Butter, das alles zusammenbindet: Diese Pfannen-Steak-Soße ist genau die Soße, die man nach einem perfekt gebratenen Steak braucht – und sie entsteht direkt in der Pfanne, in der das Steak gerade lag.

Zeit35 Min SchwierigkeitMittel Portionen2
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Willkommen zum Soßen-Sonntag! Diese Pfannen-Steak-Soße folgt einem Prinzip, das aus der klassischen französischen Küche stammt: dem „Déglacer“, auf Deutsch Ablöschen. Nach dem scharfen Anbraten bleiben am Pfannenboden konzentrierte Röstaromen zurück, der sogenannte Bratensatz. Wird dieser mit Wein oder Brühe abgelöscht, lösen sich die Röstaromen und bilden die Basis für eine Soße, die intensiver schmeckt als fast alles, was sich separat zubereiten ließe.

Klassische französische Bratensoßen bauen traditionell auf der Sauce Espagnole auf, einer dunklen Grundsoße aus geröstetem Wurzelgemüse, Mehlschwitze und Kalbsfond, die stundenlang einkocht. Diese Pfannen-Steak-Soße ist die schnelle, alltagstaugliche Version desselben Prinzips: Rotwein und Rinderbrühe übernehmen die Rolle des Fonds, Sahne und kalte Butter am Ende sorgen für Bindung und Glanz, ganz ohne stundenlanges Köcheln.

Der Trick, der diese Soße von einer gewöhnlichen Bratensoße abhebt, ist die Butter, die ganz am Ende kalt und in Stücken untergerührt wird – auf Französisch „monter au beurre“. Dadurch bindet die Soße auf natürliche Weise, ohne Mehl oder Speisestärke, und bekommt diesen seidigen, leicht glänzenden Schliff, den man sonst nur aus dem Restaurant kennt.

Pfannen-Steak-Soße im Video

Hier siehst du, wie aus dem Bratensatz in der Pfanne eine kräftige Rotweinsoße wird.

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Zutaten für Pfannen-Steak-Soße

Zehn Zutaten, die zusammen für Tiefe, Säure und Bindung sorgen:

  • Steak: Liefert beim scharfen Anbraten den Bratensatz, aus dem die gesamte Soße ihre Tiefe zieht. Ein gut abgehangenes Rumpsteak oder Ribeye mit etwas Fettrand gibt am meisten Röstaromen ab.
  • Schalotte: Milder und süßlicher als Zwiebel, wird sie im Bratfett angeschwitzt und bildet die aromatische Basis der Soße.
  • Knoblauch: Nur kurz mitgebraten, gibt er zusätzliche Würze, ohne die Soße zu dominant zu machen.
  • Rotwein: Löst den Bratensatz vom Pfannenboden und bringt Säure sowie Fruchtigkeit. Ein trockener, kräftiger Rotwein wie ein Cabernet Sauvignon oder Merlot passt am besten.
  • Rinderbrühe: Verlängert die Soße und gibt zusätzliche herzhafte Tiefe, die reiner Rotwein allein nicht liefern kann.
  • Sahne: Rundet die Säure von Wein und Rinderbrühe ab und macht die Soße geschmeidiger.
  • Butter: Wird sowohl beim Braten des Steaks als auch kalt am Ende der Soße zugegeben – Letzteres sorgt für die seidige Bindung ohne Mehl.
  • Thymian und Rosmarin: Klassische Kräuter für Gebratenes, geben der Soße ein würzig-harziges Aroma im Hintergrund.
  • Pfefferkörner und Salz: Ganze Pfefferkörner mitgekocht geben eine mildere, rundere Schärfe als frisch gemahlener Pfeffer direkt in der Soße.
  • Öl: Zum Anbraten des Steaks, hitzestabiler als reine Butter und verhindert, dass diese beim scharfen Anbraten verbrennt.

Tipps für die perfekte Pfannen-Steak-Soße

Bratensatz nicht verbrennen lassen. Der Bratensatz soll dunkelbraun, aber nicht schwarz sein. Verbrannte Röstaromen schmecken bitter und ruinieren die ganze Soße.
Alkohol wirklich einkochen lassen. Der Rotwein braucht ein paar Minuten offenes Köcheln, damit der scharfe Alkoholgeschmack verschwindet und nur die Fruchtigkeit und Säure bleiben.
Butter erst ganz am Ende und kalt zugeben. Warme Butter schmilzt einfach, kalte Butter in Stücken bindet die Soße dagegen zu einer seidigen Emulsion. Die Pfanne dafür von der Hitze nehmen.
Steak wirklich ruhen lassen. Mindestens 5 Minuten Ruhezeit, abgedeckt mit Alufolie, sorgen dafür, dass sich die Fleischsäfte gleichmäßig verteilen, statt beim Anschneiden sofort auf den Teller zu laufen.

Zubereitung Schritt für Schritt

Hier die ausführliche Variante mit allen Kniffen. Wer schnell starten will, springt zur Rezept-Karte.

Steak scharf anbraten

Das Steak mit Öl einreiben, salzen und in einer heißen Edelstahlpfanne von beiden Seiten scharf anbraten. Dabei entstehen am Pfannenboden die dunklen Röstaromen, die später die Basis der Soße bilden.

Warum Edelstahl: Anders als Antihaftpfannen lässt eine Edelstahlpfanne den Bratensatz am Boden haften – genau der soll später für die Soße gelöst werden.

Mit Butter arosieren und ruhen lassen

Butter, Rosmarin und Thymian in die Pfanne geben und das Steak wiederholt mit der schmelzenden, aromatisierten Butter übergießen. Danach das Steak herausnehmen und abgedeckt ruhen lassen.

Warum arosieren: Das ständige Übergießen mit heißer Butter gart das Steak gleichmäßiger und parfümiert es zusätzlich mit den Kräuteraromen.

Schalotte, Knoblauch und Gewürze anbraten

In derselben Pfanne die fein geschnittene Schalotte, den Knoblauch, ganze Pfefferkörner und die restlichen Kräuter im verbliebenen Bratfett anschwitzen, bis die Schalotte glasig ist.

Worauf achten: Die Hitze reduzieren, damit der Bratensatz am Boden nicht komplett verbrennt, während die Schalotte gart.

Mit Rotwein ablöschen und einkochen

Mit dem Rotwein ablöschen und dabei mit einem Holzlöffel den Bratensatz vom Boden lösen. Die Rinderbrühe dazugeben und die Soße bei mittlerer Hitze einkochen lassen, bis sie sich merklich reduziert hat.

Warum reduzieren: Durch das Einkochen konzentrieren sich die Aromen von Wein und Brühe, und die Soße bekommt von Natur aus mehr Körper.

Sahne und Butter einrühren

Die Sahne einrühren und kurz mit aufkochen lassen. Die Pfanne von der Hitze nehmen und die kalte Butter in Stücken unterrühren, bis die Soße glänzt und bindet. Abschließend abschmecken.

Achtung: Die Soße nach der Butterzugabe nicht mehr stark kochen lassen, sonst kann die Emulsion brechen und die Soße wird wieder dünnflüssig.

Variationen für Pfannen-Steak-Soße

  • Pilze: Champignons oder Steinpilze mit der Schalotte anbraten für eine kräftigere, erdigere Soße.
  • Pfeffer: Grob zerstoßene grüne Pfefferkörner statt schwarzer für eine klassische Pfeffersoße-Variante.
  • Ohne Alkohol: Rotwein durch zusätzliche Rinderbrühe mit einem Schuss Balsamico-Essig ersetzen.
  • Süße Note: Ein halber Teelöffel Johannisbeergelee zum Ende hin für eine leicht süßliche Tiefe, wie in klassischer Wildsoße.
  • Schärfe: Etwas Dijon-Senf am Ende einrühren für zusätzliche Würze und Säure.

Was du dazu servierst

  • Kartoffelgratin — cremig und deftig, nimmt die Soße perfekt auf
  • Grüne Bohnen mit Speck — klassische Steakhaus-Beilage
  • Pommes frites — als unkomplizierte, alltagstaugliche Beilage, die Soße passt hervorragend auch zu meinem Steak and Fries mit Trüffelmayo
  • Kräuterbutter-Baguette — zum Aufsaugen der letzten Soßenreste

Rezept zum Nachkochen

Hier findest du das komplette Rezept zum Ausdrucken oder Speichern – mit allen Zutaten, Schritten und Nährwerten auf einen Blick.

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Cremige Pfannen-Steak-Soße in dunkler Schale neben gebratenem Steak

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Pfannen-Steak-Soße

Rezept von Benne Benzing

Kräftige Pfannen-Steak-Soße mit Röstaromen, Rotwein und Butter – genau die Soße, die ein perfekt gebratenes Steak verdient.


  • Gesamtzeit35 minutes
  • Portionen2 1x

Zutaten

Skalieren
  • 1 Steak
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 400 ml Rotwein
  • 400 ml Rinderbrühe
  • 5080 ml Sahne
  • 100 g Butter
  • Thymian, Rosmarin
  • Pfefferkörner, Salz
  • Öl


Zubereitung

  1. Steak mit Öl einreiben, salzen und in einer Edelstahlpfanne scharf anbraten. Dabei Bratrückstände entstehen lassen.
  2. Mit Butter, Rosmarin und Thymian arosieren, dann das Steak herausnehmen und ruhen lassen.
  3. In der Pfanne Schalotte, Knoblauch, Pfefferkörner und Kräuter anbraten.
  4. Mit Rotwein ablöschen und Bratrückstände lösen. Rinderbrühe dazugeben und einkochen lassen.
  5. Sahne einrühren, kalte Butter unterrühren und abschmecken.

Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 Portion
  • Kalorien: 649
  • Fett: 52 g
  • Kohlenhydrate: 9 g
  • Eiweiß: 7 g

Häufige Fragen zur Pfannen-Steak-Soße

Welchen Rotwein sollte ich zum Kochen verwenden?

Am besten einen trockenen, kräftigen Rotwein, den du auch trinken würdest – Cabernet Sauvignon, Merlot oder ein Sangiovese funktionieren gut. Von speziellem „Kochwein“ würde ich abraten, er schmeckt meist dünn und mit unnötig viel Salz versetzt.

Warum bricht meine Soße und wird körnig?

Meist liegt es daran, dass die Soße nach der Butterzugabe noch zu stark gekocht wurde. Butter und Sahne mögen keine große Hitze mehr – nach dem Einrühren die Soße nur noch sanft warmhalten, nicht mehr sprudelnd kochen.

Kann ich die Soße vorbereiten?

Die Basis bis zum Einkochen von Wein und Brühe lässt sich gut vorbereiten und aufbewahren. Sahne und kalte Butter solltest du aber erst kurz vor dem Servieren einrühren, damit die Soße ihre seidige Bindung nicht verliert.

Funktioniert die Soße auch ohne extra Steak?

Der Bratensatz vom Steak gibt der Soße ihren typischen Tiefgang, lässt sich aber notfalls durch angebratene Pilze oder etwas angeröstetes Rinderhack ersetzen, wenn kein Steak gebraten wird.

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