Pasta mit Marinara-Tomatensoße und Parmesan in blauer Schale, im Hintergrund toskanische Landschaft

Marinara-Tomatensoße

Nur Tomaten, Knoblauch, Schalotten und Basilikum, dazu viel Geduld beim Köcheln – mehr braucht eine gute Marinara nicht. Diese Tomatensoße ist der Grundbaustein, den du in tausend Gerichten wiederverwenden kannst, von Pasta bis Pizza.

Zeit1 Std 45 Min SchwierigkeitEinfach Portionen6
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Marinara ist eine der ältesten und gleichzeitig am meisten missverstandenen Saucen Italiens. Der Name hat nichts mit Meeresfrüchten zu tun, wie viele annehmen, sondern leitet sich vom italienischen Wort „marinaro“ ab – Seemann. Die Sauce entstand vermutlich im 16. Jahrhundert in Neapel oder Sizilien, kurz nachdem spanische Eroberer die Tomate aus der Neuen Welt nach Italien gebracht hatten, und wurde zum Grundnahrungsmittel neapolitanischer Fischer und Seeleute: haltbar, schnell gemacht und kräftig genug, um nach langen Tagen auf See satt zu machen.

Genau diese Einfachheit macht Marinara bis heute so besonders. Anders als eine Bolognese oder eine Amatriciana kommt sie komplett ohne Fleisch aus – nur Tomaten, Knoblauch, Zwiebelgewächse und Kräuter, lange und sanft eingekocht, bis sich alle Aromen konzentrieren. Das Ergebnis ist eine Sauce, die pur schon großartig schmeckt und als Basis für unzählige andere Gerichte dient, von der einfachen Spaghetti al Pomodoro bis zur Pizza Marinara, die schon vor der berühmteren Margherita in Neapel erfunden wurde.

Der Schlüssel zu einer wirklich guten Marinara liegt nicht in komplizierten Zutaten, sondern in der Zeit: Ein bis zwei Stunden sanftes Köcheln lassen das Wasser aus den Tomaten verdunsten und die Süße sowie die Säure der Frucht sich zu einer runden, tiefen Sauce verdichten. Wer das abkürzt, bekommt eine dünnere, weniger komplexe Sauce – hier lohnt sich Geduld wirklich.

Marinara-Tomatensoße im Video

Hier siehst du, wie aus Tomaten, Knoblauch und Schalotten eine sämige, aromatische Sauce entsteht.

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Mehr Informationen

Zutaten für Marinara-Tomatensoße

Nur sieben Zutaten, aber jede mit klarer Rolle in der fertigen Sauce:

  • Tomaten: Das Herzstück der Sauce. Reife, aromatische Tomaten der Saison ergeben die beste Süße – außerhalb der Saison funktionieren auch gute Dosentomaten, dann eher etwas weniger Wasser zugeben.
  • Knoblauch: In Scheiben geschnitten und nur leicht angebraten, gibt er der Sauce eine würzige Tiefe, ohne zu dominant zu werden.
  • Schalotten: Milder und süßer als normale Zwiebeln, tragen sie zur runden Süße der Sauce bei und lösen sich beim langen Köcheln fast vollständig auf.
  • Basilikum: Die Stiele werden mitgebraten und geben schon früh Aroma ab, die frischen Blätter kommen erst ganz am Ende dazu, damit ihr Aroma nicht verkocht.
  • Olivenöl: Zum Anschwitzen von Knoblauch und Schalotten, sollte mild-fruchtig sein, damit es die Tomaten nicht überdeckt.
  • Salz: Wird in mehreren kleinen Portionen während des Kochens zugegeben, damit sich der Geschmack gleichmäßig entwickelt statt erst am Ende aufgesetzt zu werden.
  • Pfeffer: Frisch gemahlen erst zum Schluss, damit sein Aroma nicht während der langen Kochzeit verfliegt.

Tipps für die perfekte Marinara

Basilikumstiele mitkochen, Blätter erst am Ende. Die Stiele geben beim langen Köcheln viel Aroma ab, ohne zu verbrennen. Die zarten Blätter dagegen würden bei einer Stunde Kochzeit bitter und dunkel werden.
Wirklich niedrige Hitze wählen. Die Sauce soll nur sanft blubbern, nicht stark kochen. Zu hohe Hitze lässt Wasser zu schnell verdampfen und die Tomaten am Topfboden anbrennen, statt sich gleichmäßig zu reduzieren.
Deckel nur locker auflegen. Ein fest verschlossener Topf lässt zu wenig Feuchtigkeit entweichen, die Sauce bleibt dann zu flüssig. Den Deckel leicht schräg auflegen, damit Dampf entweichen kann.
Konsistenz selbst bestimmen. Wer eine glatte Sauce möchte, passiert sie am Ende durch ein Sieb oder mixt sie kurz durch. Für eine rustikale Textur einfach so belassen, wie sie ist.

Zubereitung Schritt für Schritt

Hier die ausführliche Variante mit allen Kniffen. Wer schnell starten will, springt zur Rezept-Karte.

Gemüse vorbereiten

Knoblauch in dünne Scheiben schneiden, Schalotten und Tomaten grob würfeln. Die Basilikumblätter von den Stielen zupfen und beiseitelegen – die Stiele werden gleich mitverwendet.

Warum die Stiele aufheben: Sie enthalten fast genauso viel Aroma wie die Blätter, verkochen aber nicht so schnell und lassen sich am Ende leicht wieder herausfischen.

Knoblauch, Schalotten und Basilikumstiele anbraten

Einen großen Topf mit Olivenöl erhitzen und Knoblauch, Schalotten sowie die Basilikumstiele darin anbraten, bis die Schalotten glasig sind und der Knoblauch leicht Farbe annimmt.

Worauf achten: Der Knoblauch sollte nur leicht Farbe bekommen, nicht braun werden – sonst wird die gesamte Sauce später bitter.

Tomaten hinzufügen

Die gewürfelten Tomaten dazugeben, mit einer ersten Prise Salz würzen und alles gut vermengen, sodass sich die Aromen von Anfang an verbinden.

Warum früh salzen: Salz hilft den Tomaten, schneller Wasser abzugeben, was den Kochprozess unterstützt und die Aromen besser durchdringen lässt.

Sanft köcheln lassen

Den Topf abdecken und die Sauce bei niedriger Hitze ein bis zwei Stunden sanft köcheln lassen, gelegentlich umrühren, damit nichts am Boden ansetzt.

Warum so lange: Erst durch die lange, sanfte Kochzeit verdunstet überschüssiges Wasser und die Tomaten konzentrieren ihre Süße und Säure zu einer runden, tiefen Sauce.

Basilikumstiele entfernen und passieren

Die mitgekochten Basilikumstiele aus der Sauce fischen und entsorgen. Je nach gewünschter Konsistenz die Sauce durch ein Sieb passieren oder rustikal stückig belassen.

Geschmacksfrage: Eine passierte Sauce wirkt eleganter und eignet sich gut für Pizza, eine stückige Version bringt mehr Biss und passt gut zu kurzen Pasta-Formen.

Basilikumblätter unterrühren und abschmecken

Zum Schluss die frischen Basilikumblätter unterrühren und die Sauce mit Salz sowie Pfeffer final abschmecken.

Warum erst jetzt: Frisches Basilikum verliert beim Mitkochen schnell sein Aroma und wird dunkel. Erst am Ende zugegeben, bleibt es frisch und aromatisch.

Variationen für Marinara-Tomatensoße

  • Schärfe: Eine getrocknete Peperoncino beim Anbraten mitgeben für eine „Arrabbiata“-Variante.
  • Kräuter: Oregano oder Thymian zusätzlich zum Basilikum für ein kräftigeres, mediterranes Aroma. Für eine ganz andere Richtung lohnt sich auch ein Blick auf meine etwas andere Tomatensoße mit Basilikum.
  • Weinig: Einen Schuss Weißwein zu den angebratenen Zwiebelgewächsen geben, bevor die Tomaten dazukommen.
  • Cremiger: Einen Löffel Butter am Ende einrühren für eine rundere, weniger säurebetonte Sauce.
  • Mit Fleisch: Angebratenes Hackfleisch zu Beginn mit anbraten für eine einfache Bolognese-Basis.

Was du dazu servierst

  • Spaghetti — der Klassiker, mit frischem Parmesan und Basilikum
  • Selbstgemachte Pizza — als Basis statt fertiger Pizzasauce aus dem Glas. Die gleiche Sauce passt auch hervorragend als Basis für meine Pinsa mit Tomaten, Prosciutto und Burrata.
  • Frisches Baguette — zum Eintunken und Aufsaugen
  • Gebackene Auberginen — als Grundlage für eine Parmigiana

Rezept zum Nachkochen

Hier findest du das komplette Rezept zum Ausdrucken oder Speichern – mit allen Zutaten, Schritten und Nährwerten auf einen Blick.

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Pasta mit Marinara-Tomatensoße und Parmesan in blauer Schale, im Hintergrund toskanische Landschaft

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Marinara-Tomatensoße

Rezept von Benne Benzing

Aromatische Tomatensoße mit frischem Basilikum – passt zu Pasta, Pizza und vielen weiteren Gerichten.



Zutaten

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  • 1,5 kg Tomaten
  • 5 Knoblauchzehen
  • 2 große Schalotten
  • 1 Bund Basilikum
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer


Zubereitung

  1. Knoblauch in Scheiben schneiden, Schalotten und Tomaten grob würfeln. Basilikumblätter von den Stielen zupfen und beiseitelegen.
  2. Einen großen Topf mit Olivenöl erhitzen und Knoblauch, Schalotten sowie die Basilikumstiele darin anbraten, bis die Schalotten glasig sind und der Knoblauch leicht Farbe bekommt.
  3. Tomaten hinzufügen, mit einer Prise Salz würzen und alles gut vermengen.
  4. Topf abdecken und die Soße bei niedriger Hitze 1–2 Stunden sanft köcheln lassen.
  5. Basilikumstiele entfernen und die Soße nach Wunsch passieren oder rustikal belassen.
  6. Basilikumblätter unterrühren und mit Salz sowie Pfeffer abschmecken.

Recipe Video

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Mehr Informationen

Nährwerte

  • Portionsgröße: ca. 200 g
  • Kalorien: 103
  • Fett: 5 g
  • Kohlenhydrate: 14 g
  • Eiweiß: 3 g

Häufige Fragen zu Marinara-Tomatensoße

Warum heißt die Sauce Marinara, wenn keine Meeresfrüchte drin sind?

Der Name kommt vom italienischen Wort „marinaro“ für Seemann. Die Sauce war ursprünglich die schnelle, haltbare Mahlzeit neapolitanischer Fischer nach der Rückkehr in den Hafen – nicht wegen der Zutaten, sondern wegen der Zielgruppe.

Kann ich Dosentomaten statt frischer Tomaten verwenden?

Ja, besonders außerhalb der Tomatensaison sind gute geschälte Dosentomaten oft aromatischer als unreife Supermarkttomaten. Dann etwas weniger Kochzeit einplanen, da Dosentomaten meist schon weicher sind.

Wie lange ist die Sauce haltbar?

Im Kühlschrank hält sie sich luftdicht verschlossen etwa vier bis fünf Tage. Eingefroren, portionsweise in Gefrierbeuteln oder Gläsern, bleibt sie problemlos drei bis vier Monate haltbar.

Ist Marinara vegan?

Ja, in dieser klassischen Variante besteht die Sauce nur aus Tomaten, Knoblauch, Schalotten, Basilikum, Olivenöl, Salz und Pfeffer – komplett pflanzlich und damit vegan sowie vegetarisch geeignet.

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