Selbstgemachte Toffifee – aufgebrochene Karamell-Pralinen mit Nougatfüllung auf der Arbeitsfläche

Selbstgemachte Toffifee – Karamell, Haselnuss, Nougat und Schokolade

Karamell, eine ganze Haselnuss, cremiges Nougat und eine Schicht Schokolade obendrauf: Toffifee ist einer dieser Klassiker, bei denen man selten auf die Idee kommt, sie selbst zu machen – dabei brauchst du dafür nur eine Silikonform und ein bisschen Geduld beim Kühlen.

Zeit1 Std 15 Min SchwierigkeitMittel Portionen20 Stück
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Willkommen zu Folge 10 meiner Adventskalender-Serie „Selbstgemacht ist geiler als gekauft“, Staffel 2 – bis Weihnachten zeige ich dir jeden Tag eine Geschenkidee aus der eigenen Küche. Heute geht’s an einen echten Kindheits-Klassiker: die DIY-Version von Toffifee.

Toffifee kam 1973 von Storck auf den Markt und ist bis heute eines der bekanntesten deutschen Süßwaren-Exporte – der Name ist ein Kunstwort, das an das englische „Toffee“ für hartes Karamell angelehnt ist. Im Original steckt eine Haselnuss in einer Karamellschale, gefüllt mit Nougatcreme, getoppt mit Schokolade. Genau dieses Prinzip übertrage ich hier eins zu eins auf die eigene Küche – nur eben in einer Version, bei der du weißt, was drin ist, und die Menge selbst bestimmst.

Das Rezept braucht kein Zuckerthermometer und keine Konditor-Ausbildung, aber ein bisschen Timing-Gefühl: Der Karamell muss heiß genug in die Form, das Nougat geschmeidig genug zum Einfüllen sein, und zwischendurch wandert alles mehrfach kurz ins Gefrierfach. Dafür bekommst du am Ende Pralinen, die wirklich wie das Original schmecken – nur meistens sogar besser, weil frischer.

Toffifee im Video

Hier siehst du das Timing zwischen Karamell, Gefrierfach und Nougatschicht im Detail.

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Zutaten für selbstgemachte Toffifee

Wenige Zutaten, aber jede mit klarer Aufgabe in den drei Schichten:

  • Weißer Zucker: Sorgt für einen klaren, neutralen Karamellgeschmack als Basis der Masse.
  • Brauner Zucker: Bringt durch seinen Melasseanteil eine leicht malzige, rundere Note in den Karamell, die reiner weißer Zucker allein nicht liefert.
  • Sahne: Macht aus dem reinen Zuckerkaramell einen weichen, formbaren Sahnekaramell. Ohne Sahne würde die Masse zu hart und splittrig zum Formen werden.
  • Haselnüsse: Das Herzstück, genau wie im Original. Nimm ganze, geröstete Kerne – rohe Haselnüsse schmecken deutlich blasser und weniger nussig.
  • Nuss-Nougat: Sorgt für die cremige Mittelschicht. Je hochwertiger das Nougat, desto weniger süß und desto nussiger schmeckt die Füllung am Ende.
  • Zartbitterschokolade: Der Deckel obendrauf. Zartbitter gleicht die Süße von Karamell und Nougat aus – Vollmilchschokolade würde das Ganze schnell zu süß machen.

Tipps für perfekte Toffifee

Karamell nicht rühren, sobald er blubbert. Sobald der Zucker geschmolzen ist und Blasen wirft, lass den Topf einfach stehen. Rühren kann dazu führen, dass der Zucker wieder kristallisiert und körnig wird statt glatt zu bleiben.
Silikonform verwenden, keine feste Form. Nur aus flexiblem Silikon lassen sich die fertigen Toffifee später sauber lösen, ohne dass der Karamellboden bricht oder kleben bleibt.
Nougat nicht zu heiß einfüllen. Lass das geschmolzene Nougat kurz antemperieren, bevor es auf den kalten Karamell trifft – zu heißes Nougat kann die Karamellschicht wieder anschmelzen und die Form verlaufen lassen.
Geduld beim Lösen aus der Form. Erst wenn die Schokolade oben komplett fest ist, lassen sich die Toffifee sauber aus der Silikonform drücken. Zu früh gelöst, verformt sich noch alles.

Zubereitung Schritt für Schritt

Hier die ausführliche Variante mit allen Kniffen. Wer schnell starten will, springt zur Rezept-Karte.

Karamell kochen

Gib weißen und braunen Zucker zusammen mit der Sahne in einen Topf und erhitze alles bei mittlerer Hitze. Sobald sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und die Masse anfängt, Blasen zu werfen, hörst du auf zu rühren und lässt sie etwa 8 Minuten unbeaufsichtigt karamellisieren.

Woran du merkst, dass er fertig ist: Der Karamell nimmt eine goldbraune, bernsteinfarbene Tönung an und wird beim Hochheben des Löffels leicht zähflüssig. Zu hell schmeckt er noch zu süß und zuckrig, zu dunkel wird er bitter.

In die Form füllen und anfrieren

Gieße den heißen Karamell vorsichtig zu etwa einem Drittel in jede Mulde deiner Silikonform. Stelle die Form für 10 Minuten ins Gefrierfach, damit der Karamell fest genug wird, um ihn im nächsten Schritt einzudrücken.

Achtung: Der Karamell ist direkt aus dem Topf sehr heiß – arbeite langsam und halte die Form beim Einfüllen ruhig, damit nichts überschwappt.

Nougat und Schokolade schmelzen

Während der Karamell im Gefrierfach anzieht, schmilzt du Nougat und Zartbitterschokolade getrennt voneinander im Wasserbad. Rühre beides gelegentlich um, damit nichts anbrennt.

Warum getrennt: Du brauchst beides zu unterschiedlichen Zeitpunkten – das Nougat zuerst für die Mittelschicht, die Schokolade erst ganz zum Schluss als Deckel.

Haselnuss einsetzen

Hole die Form aus dem Gefrierfach. Drücke mit der Rückseite eines kleinen Löffels oder deinem Finger eine kleine Mulde in die Mitte des angefrorenen Karamells und setze eine Haselnuss hinein.

Tipp: Die Mulde muss nicht tief sein – sie sorgt nur dafür, dass die Nuss später nicht auf dem Nougat verrutscht, sondern zentriert bleibt.

Nougatschicht auffüllen

Fülle jede Mulde bis knapp unter den Rand mit dem geschmolzenen Nougat auf, sodass die Haselnuss komplett bedeckt ist. Stelle die Form für weitere 5 Minuten zurück ins Gefrierfach.

Warum: Das kurze Anfrieren sorgt dafür, dass die Nougatschicht beim nächsten Schritt nicht mit der Schokolade verläuft, sondern eine klare Schicht bleibt.

Mit Schokolade toppen und aushärten lassen

Setze auf jede Mulde einen Klecks geschmolzene Zartbitterschokolade als Deckel. Lass alles vollständig bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank aushärten, bevor du die Toffifee vorsichtig aus der Form drückst.

Servier-Detail: Am besten schmecken sie leicht gekühlt, aber nicht eiskalt aus dem Kühlschrank – dann bleibt der Karamell schön weich statt zäh-hart.

Variationen für Toffifee

  • Nüsse: Mandeln oder Macadamias statt Haselnuss geben eine andere, aber genauso stimmige Note.
  • Schokolade: Vollmilch- oder weiße Schokolade als Deckel für eine süßere Variante, Zartbitter für die klassische Balance.
  • Salzig-süß: Eine Prise Meersalzflocken auf den noch weichen Schokoladendeckel streuen, für einen Salted-Caramel-Twist.
  • Form: Ohne Silikonform geht’s auch in kleinen Papierförmchen – dann wird die Form etwas unregelmäßiger, schmeckt aber genauso gut.

Verschenken

  • In einer kleinen Pralinenschachtel – am schönsten in einer Lage, damit sie nicht aneinanderkleben
  • Im Schraubglas mit Backpapier zwischen den Schichten
  • Als Teil eines Pralinen-Mix zusammen mit Blätterkrokant oder Karamellbonbons aus dieser Serie
  • Kühl transportieren – Toffifee werden bei Wärme schnell weich, ein Kühlelement in der Geschenktüte lohnt sich

Rezept zum Nachkochen

Hier findest du das komplette Rezept zum Ausdrucken oder Speichern – mit allen Zutaten, Schritten und Nährwerten auf einen Blick.

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Selbstgemachte Toffifee – aufgebrochene Karamell-Pralinen mit Nougatfüllung auf der Arbeitsfläche

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Selbstgemachte Toffifee

Rezept von Benne Benzing

Toffifee zum Selbermachen: Karamell, ganze Haselnuss, Nougat und Schokolade – die DIY-Version des Klassikers zum Verschenken.


  • Gesamtzeit1 hour 15 minutes
  • Portionen20 1x
  • ErnährungVegetarisch

Zutaten

Skalieren
  • 75 g weißer Zucker
  • 75 g brauner Zucker
  • 100 ml Sahne
  • 20 Haselnüsse
  • 150 g Nuss-Nougat
  • 50 g Zartbitterschokolade


Zubereitung

  1. Weißen und braunen Zucker mit der Sahne in einem Topf erhitzen. Sobald sich der Zucker aufgelöst hat und Blasen wirft, nicht mehr rühren und ca. 8 Minuten karamellisieren lassen.
  2. Den heißen Karamell vorsichtig in eine Mini-Muffin- oder Pralinenform aus Silikon geben (ca. ⅓ pro Mulde) und 10 Minuten ins Gefrierfach stellen.
  3. In der Zwischenzeit Nougat und Zartbitterschokolade getrennt im Wasserbad schmelzen.
  4. Formen aus dem Gefrierfach nehmen, mit einem Löffel eine kleine Mulde in den Karamell drücken und je eine Haselnuss hineinsetzen.
  5. Jede Mulde mit der geschmolzenen Nougatschicht auffüllen und erneut 5 Minuten kühlen.
  6. Zum Schluss mit einem Klecks Zartbitterschokolade toppen, vollständig abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen.

Recipe Video

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Anmerkungen

Kühl und luftdicht gelagert halten sich die Toffifee etwa 1-2 Wochen.


Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 Stück
  • Kalorien: 108
  • davon Zucker: 12 g
  • Fett: 6 g
  • Kohlenhydrate: 12 g
  • Ballaststoffe: 0 g
  • Eiweiß: 1 g

Häufige Fragen zu selbstgemachten Toffifee

Wie lange halten sich selbstgemachte Toffifee?

Kühl und in einer luftdichten Dose gelagert etwa 1-2 Wochen. Da sie ohne Konservierungsstoffe auskommen, würde ich sie nicht länger aufheben – meistens sind sie aber sowieso schnell weg.

Kann ich die Silikonform durch etwas anderes ersetzen?

Kleine Papierförmchen oder eine Eiswürfelform aus Silikon funktionieren auch. Wichtig ist nur, dass sich das Material flexibel genug lässt, um die fertigen Pralinen später ohne Bruch zu lösen.

Warum wird mein Karamell körnig statt glatt?

Meistens, weil zu früh oder zu oft gerührt wurde, nachdem der Zucker Blasen geworfen hat. Zucker neigt dann dazu, wieder zu kristallisieren. Einmal angesetzt, lässt du den Topf am besten einfach in Ruhe köcheln.

Kann ich Toffifee einfrieren?

Ja, das funktioniert gut – am besten einzeln oder in einer Schicht in einer luftdichten Dose. Vor dem Servieren einfach im Kühlschrank auftauen lassen, dann bleibt die Textur schön.

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