Thai Curry mit Hähnchen, Gemüse, Cashewkernen, Koriander und Reis in blauer Schale

Thai Curry

Zartes Hähnchen, cremige Kokosmilch, knackiges Gemüse und rote Currypaste – dieses Thai Curry ist Folge 23 meiner Serie Jo Benne, mach mal, und in gut 20 Minuten fertig auf dem Teller.

Zeit30 Min SchwierigkeitEinfach Portionen4
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Dieses Thai Curry ist Folge 23 meiner Serie Jo Benne, mach mal. Rote Currypaste bezieht ihre Farbe und Schärfe klassischerweise aus roten Chilis, kombiniert mit Zitronengras, Galgant, Koriander und Kaffir-Limettenblatt – eine Gewürzbasis, die traditionell im Mörser zerstampft wird, um die ätherischen Öle der Zutaten optimal freizusetzen.

Kaffir-Limettenblätter, auch Kaffirlimonenblatt genannt, stammen von einer in Thailand und ganz Südostasien heimischen Zitrusfrucht. Ihr intensives, blumig-zitroniges Aroma unterscheidet sich deutlich von normalem Limettenzeste und lässt sich durch nichts wirklich ersetzen – sie werden meist ganz mitgekocht und vor dem Servieren aus dem Curry entfernt, da die Blätter selbst zäh und nicht angenehm zu kauen sind.

Der Trick für ein aromatisches Curry ist, die Currypaste zuerst in heißem Öl kurz anzuschwitzen, statt sie direkt in die Flüssigkeit zu rühren – dabei lösen sich die fettlöslichen Aromastoffe der Gewürze und Chilis im Öl und entfalten sich deutlich intensiver, als wenn die Paste nur in der Kokosmilch aufgelöst würde.

Kokosmilch selbst besteht zu einem großen Teil aus Fett – genau das macht sie zum idealen Lösungsmittel für die restlichen fettlöslichen Aromen der Currypaste, sobald diese im Wok abgelöscht wird. Gleichzeitig mildert die Kokosmilch die Schärfe der Paste ab und rundet die Sauce cremig ab, ohne die Würze komplett zu neutralisieren – ein Gleichgewicht, das dieses Curry so alltagstauglich macht.

Das Rezept im Video

Wie das Curry im Wok zusammenkommt, siehst du im Reel.

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Zutaten für Thai Curry

Ein typisches Thai-Curry-Regal: wenige Grundzutaten, aber jede mit eigener Rolle im Geschmacksbild:

  • Hähnchenfleisch: Kommt in Stücken direkt in die Sauce und gart dort in wenigen Minuten mit. Schenkelfleisch bleibt saftiger und aromatischer als Brustfilet, das leicht trocken wird. Zum Vegetarisieren lässt es sich durch festen Tofu ersetzen.
  • Kokosmilch: Bildet die cremige Sauce und ist durch ihren hohen Fettanteil das ideale Lösungsmittel für die Aromen der Currypaste. Gleichzeitig mildert sie die Schärfe ab. Nimm die vollfette Variante, Light-Kokosmilch wird schnell wässrig.
  • Rote Currypaste: Das Geschmacksfundament, das Schärfe, Salz und die typische Würze aus Chili, Zitronengras und Galgant mitbringt. Wird zuerst im heißen Öl angeschwitzt, damit sich die fettlöslichen Aromen voll entfalten. Asiatische Marken schmecken oft runder als Supermarkt-Standard.
  • Knoblauch: Fein gehackt Teil der Aromabasis, die zu Beginn mit angeschwitzt wird. Frische Zehen sind aromatischer als Knoblauch aus dem Glas.
  • Ingwer: Bringt frische, leicht brennende Schärfe in die Grundwürze. Frische Knolle schälen und fein hacken; getrockneter Ingwer erreicht das Aroma nicht.
  • Lauchzwiebeln: Das Weiße wird mit angeschwitzt, das Grüne kommt roh zum Schluss dazu und sorgt für frischen Biss. So bekommst du zwei Aromastufen aus einer Zutat.
  • Paprika: Gibt Farbe und knackigen Biss. Rote Schoten sind süßer und milder als grüne; in Streifen geschnitten garen sie gleichmäßig.
  • Karotte: Sorgt für natürliche Süße und festen Biss. Fein oder schräg geschnitten gart sie in der kurzen Kochzeit gut durch.
  • Zuckerschoten: Bleiben knackig-süß und geben dem Curry Frische. Nur kurz mitgaren, sonst verlieren sie Biss und Farbe.
  • Kaffir-Limettenblätter: Geben ein intensives, blumig-zitroniges Aroma, das sich durch nichts wirklich ersetzen lässt. Werden ganz mitgekocht und vor dem Servieren entfernt, da die Blätter zäh sind. Notfalls kommt etwas Limettenzeste dem Aroma am nächsten.
  • Koriander: Frisches Kraut, das erst am Ende untergerührt wird, damit sein Aroma nicht verkocht. Wer Koriander nicht mag, nimmt stattdessen Thai-Basilikum.
  • Cashewkerne: Kommen als knuspriges Topping über das fertige Curry. Kurz trocken in der Pfanne geröstet entfalten sie deutlich mehr Aroma als direkt aus der Packung.
  • Limette: Ihr Saft kommt erst ganz zum Schluss dazu und bringt frische Säure, die das cremige Curry ausbalanciert. Beim Mitkochen ginge diese Frische verloren.
  • Kokosöl: Das Bratfett zum Anschwitzen von Paste und Aromaten – es verträgt hohe Hitze und passt geschmacklich zur Kokosmilch. Neutrales Pflanzenöl geht ersatzweise auch.
  • Reis: Die Beilage, die die Sauce aufsaugt und das Curry sättigend macht. Klassisch passt duftiger Jasminreis am besten.

Tipps für das perfekte Thai Curry

Currypaste immer zuerst im Öl anschwitzen. So lösen sich die Aromen deutlich intensiver, als wenn sie nur in der Flüssigkeit aufgelöst wird.
Gemüse erst kurz vor Schluss dazugeben. So bleibt es bissfest, statt im Curry zu verkochen.
Limettensaft erst ganz am Ende einrühren. Zitrussaft verliert bei längerem Mitkochen an frischer Säure.
Cashewkerne kurz vor dem Servieren rösten. Frisch geröstet entfalten sie deutlich mehr Aroma als kalt aus der Packung.

Zubereitung Schritt für Schritt

Die kompakte Version mit Mengen findest du weiter unten in der Rezeptkarte – hier ausführlich, worauf es bei den einzelnen Schritten ankommt.

Zutaten vorbereiten

Karotten fein schneiden, Paprika in Streifen schneiden, Zuckerschoten halbieren. Knoblauch und Ingwer fein hacken. Lauchzwiebeln in Ringe schneiden und das Weiße vom Grünen trennen. Hähnchenfleisch in Stücke schneiden.

Tipp: Alles bereitstellen, bevor der Wok heiß ist – danach geht es schnell.

Aromen anschwitzen

In einer tiefen Pfanne oder einem Wok Kokosöl erhitzen. Das Weiße der Frühlingszwiebeln zusammen mit Knoblauch, Ingwer und der Currypaste 2 bis 3 Minuten anschwitzen.

Warum: Erst im heißen Öl lösen sich die fettlöslichen Aromastoffe der Currypaste richtig.

Ablöschen und Hähnchen garen

Mit Kokosmilch ablöschen und kurz aufkochen lassen. Dann das Hähnchenfleisch und die Kaffir-Limettenblätter hinzufügen und 3 Minuten köcheln lassen.

Woran du erkennst, dass es passt: Das Fleisch sollte nach den 3 Minuten von außen durchgegart, aber innen noch saftig sein.

Gemüse dazugeben

Anschließend das geschnittene Gemüse dazugeben und weitere 4 bis 5 Minuten köcheln lassen, bis alles gar, aber noch bissfest ist.

Achtung: Nicht länger köcheln lassen, sonst wird das Gemüse weich statt knackig.

Abschmecken

Zum Schluss die grünen Frühlingszwiebeln, frischen Koriander und den Saft einer Limette unterrühren.

Tipp: Erst hier probieren und bei Bedarf mit mehr Currypaste oder frischer Chili nachschärfen.

Servieren

Mit gekochtem Reis servieren und mit gerösteten Cashewkernen und frischem Koriander toppen.

Serviertipp: Cashewkerne kurz und trocken in einer Pfanne anrösten, das intensiviert das Aroma.

Variationen

  • Schärfer: Frische Chili oder extra Currypaste dazugeben, laut Original-Tipp.
  • Vegetarisch: Hähnchen durch Tofu oder zusätzliches Gemüse ersetzen.
  • Mit gelber oder grüner Currypaste: Für eine mildere bzw. andere Geschmacksrichtung statt der roten Paste.

Was du dazu servierst

  • Klassisch: gekochter Jasminreis
  • Ein kühles asiatisches Bier oder ein trockener Riesling
  • Frühlingsrollen als Vorspeise

Rezept zum Nachkochen

Hier das komplette Thai Curry kompakt zum Nachkochen, mit allen Mengen und Zeiten auf einen Blick.

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Thai Curry mit Hähnchen, Gemüse, Cashewkernen, Koriander und Reis in blauer Schale

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Thai Curry (Rezept)

Rezept von Benne Benzing

Zartes Hähnchen, cremige Kokosmilch und knackiges Gemüse in roter Currypaste – ein schnelles Thai Curry in 30 Minuten.


  • Gesamtzeit30 minutes
  • Portionen4 1x

Zutaten

Skalieren
  • 400 g Hähnchenfleisch (z. B. Hähnchenschenkel)
  • 2 Dosen Kokosmilch
  • 4 EL rote Currypaste
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 3 Lauchzwiebeln
  • 1 rote Paprika
  • 1 Karotte
  • 200 g Zuckerschoten
  • 4 Kaffir-Limettenblätter
  • 1 Hand voll Koriander
  • 1 Hand voll Cashewkerne
  • Saft einer Limette
  • Kokosöl
  • 400 g Reis


Zubereitung

  1. Karotten fein schneiden, Paprika in Streifen, Zuckerschoten halbieren. Knoblauch und Ingwer fein hacken. Lauchzwiebeln in Ringe schneiden, Weißes vom Grünen trennen. Hähnchen in Stücke schneiden.
  2. Kokosöl im Wok erhitzen. Weißes der Frühlingszwiebeln mit Knoblauch, Ingwer und Currypaste 2–3 Minuten anschwitzen.
  3. Mit Kokosmilch ablöschen, aufkochen. Hähnchen und Kaffir-Limettenblätter dazu, 3 Minuten köcheln.
  4. Gemüse dazugeben, weitere 4–5 Minuten köcheln, bis gar aber bissfest.
  5. Grüne Frühlingszwiebeln, Koriander und Limettensaft unterrühren.
  6. Mit Reis servieren, mit gerösteten Cashewkernen und Koriander toppen.
  • Vorbereitung: 15 minutes
  • Kochzeit: 15 minutes

Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 Portion
  • Kalorien: 612
  • davon Zucker: 6 g
  • Fett: 34 g
  • Kohlenhydrate: 51 g
  • Ballaststoffe: 5 g
  • Eiweiß: 28 g

Häufige Fragen zu Thai Curry

Was sind Kaffir-Limettenblätter?

Blätter einer in Südostasien heimischen Zitrusfrucht mit intensivem, blumig-zitronigem Aroma – sie werden meist ganz mitgekocht und vor dem Servieren wieder entfernt.

Warum wird die Currypaste zuerst angeschwitzt?

Im heißen Öl lösen sich die fettlöslichen Aromastoffe der Gewürze und Chilis deutlich intensiver, als wenn die Paste nur in Flüssigkeit aufgelöst wird.

Kann man Kaffir-Limettenblätter ersetzen?

Nur eingeschränkt – etwas Limettenzeste kommt geschmacklich am nächsten, erreicht aber nicht die gleiche Aromatiefe.

Wie mache ich das Curry schärfer?

Mit frischer Chili oder zusätzlicher Currypaste nachwürzen, am besten erst kurz vor dem Servieren probieren und dosieren.

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