Paprika
Rot, gelb, grün oder orange – die Paprika bringt Farbe und Knack in die Küche. Süß-mild und vollgepackt mit Vitamin C (mehr als eine Zitrone!), ist sie roh wie gekocht ein Genuss. Ob als knackiger Snack, im Ofen geschmort oder gefüllt: Die Paprika ist ein echter Allrounder. Hier kommt alles, was du über sie wissen musst: Saison, was die Farben bedeuten, Lagerung und Küche.
Capsicum annuum
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Juli – Oktober
- Botanisch
- Capsicum annuum
- Familie / Gattung
- Nachtschattengewächse (Solanaceae)
- Herkunft / Anbau
- Ursprung Mittel-/Südamerika; in DE Freiland/Gewächshaus, viel Import
- Aufbewahrung
- kühl, nicht zu kalt (ideal ~8-10 °C) – etwa 1-2 Wochen
- Besonderheit
- sehr hoher Vitamin-C-Gehalt; grün/gelb/rot = Reifegrade
Saison-Kalender für Paprika
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Paprika Saison hat
Heimische Paprika hat von Juli bis Oktober Saison, mit Schwerpunkt im Spätsommer und Frühherbst. Ein Großteil im Handel ist allerdings ganzjährig Importware aus Spanien, den Niederlanden oder der Türkei. Heimische Freilandware aus der Saison ist aromatischer und klimafreundlicher.
Meine Rezepte mit Paprika
Wie gesund ist Paprika?
Gut zu wissen
Paprika ist ein echtes Vitamin-C-Kraftpaket: Sie enthält deutlich mehr Vitamin C als eine Zitrone – rote Paprika besonders viel. Dazu kommen Provitamin A (Beta-Carotin, vor allem in roten und gelben), Vitamin E, Folsäure und Kalium. Bei nur rund 20–30 kcal pro 100 g ist sie kalorienarm. Das Vitamin C steckt gleichmäßig in der Frucht; roh genossen bleibt am meisten davon erhalten.
Was bedeuten die Farben?
Grüne, gelbe, orange und rote Paprika sind oft dieselbe Pflanze in verschiedenen Reifestadien:
Grüne Paprika
Unreif geerntet. Herber, leicht bitter, knackig. Günstig.
Gelbe/Orange Paprika
Mittlere Reife. Mild und fruchtig-süß.
Rote Paprika
Voll ausgereift. Am süßesten, am aromatischsten, am vitaminreichsten.
Es gibt aber auch eigene Sorten, die von Natur aus eine bestimmte Farbe haben. Daneben: Spitzpaprika (süß, aromatisch), Mini-/Snackpaprika und die schärferen Verwandten (Peperoni, Chili).
Woran du gute Paprika erkennst
- Pralle, glänzende, straffe Haut ohne Falten oder weiche Stellen
- Kräftige, satte Farbe
- Fester, grüner Stielansatz
- Schwer in der Hand (= saftig und fleischig)
Paprika richtig lagern
Paprika ist leicht kälteempfindlich. Ideal ist ein kühler Ort um 8–10 °C, wo sie ein bis zwei Wochen hält. Im Kühlschrank ins Gemüsefach, aber nicht zu lange, sonst bekommt sie weiche Stellen. Nicht neben stark ethylenabgebendem Obst lagern. Angeschnittene Paprika abgedeckt im Kühlschrank rasch verbrauchen.
Paprika haltbar machen
Einfrieren ist ideal und einfach: waschen, entkernen, in Streifen oder Würfel schneiden und roh einfrieren – gefroren bleibt sie monatelang gut für Pfannengerichte, Soßen und Suppen (wird nach dem Auftauen weicher). Auch Einlegen (eingelegte Paprika, Ajvar, geröstete Paprika in Öl) und Trocknen (Paprikapulver wird aus getrockneter, gemahlener Paprika gemacht) sind klassische Methoden.
Paprika in der Küche
Roh als Snack mit Dip, im Salat, in der Gemüseplatte. Gekocht in Pfannengerichten, Currys, Schmorgerichten (ungarisches Paprikahuhn, Letscho), gefüllt und überbacken, im Ratatouille, auf Pizza. Geröstet (im Ofen, bis die Haut schwarz wird, dann abziehen) wird sie herrlich süß und aromatisch – die Basis für Ajvar und mediterrane Antipasti. Paprika und Tomate, Zwiebel, Knoblauch sind ein eingespieltes Team.
Kurioses zur Paprika
Paprika und Chili gehören zur selben Gattung (Capsicum). Was die Gemüsepaprika so mild macht: Ihr fehlt das Capsaicin, der Scharfstoff, den ihre Verwandten in Hülle und Fülle haben. Das Wort „Paprika" kommt übrigens über das Ungarische zu uns – und das edelsüße Paprikapulver ist bis heute ein Wahrzeichen der ungarischen Küche.
Häufige Fragen zu Paprika
Wann hat Paprika Saison?
Heimische Paprika von Juli bis Oktober. Ein Großteil im Handel ist aber ganzjährig Importware aus Spanien, den Niederlanden oder der Türkei.
Was ist der Unterschied zwischen grüner, gelber und roter Paprika?
Oft Reifegrade derselben Pflanze: grün ist unreif (herber), rot voll ausgereift (am süßesten und vitaminreichsten). Es gibt aber auch eigene farbige Sorten.
Welche Paprika hat das meiste Vitamin C?
Die rote, weil sie am längsten ausgereift ist. Generell enthält Paprika mehr Vitamin C als eine Zitrone.
Kann man Paprika einfrieren?
Ja, sehr gut – roh entkernt und geschnitten. Gefroren hält sie monatelang und eignet sich für Pfannengerichte, Soßen und Suppen.
Wie lagert man Paprika?
Kühl um 8–10 °C, dort ein bis zwei Wochen. Im Kühlschrank-Gemüsefach nicht zu lange, sonst bekommt sie weiche Stellen.
Warum ist manche Paprika bitter?
Vor allem grüne, unreife Paprika schmeckt herber bis leicht bitter. Rote, ausgereifte Paprika ist süß und mild.
Ist Paprika gesund?
Sehr. Sie ist kalorienarm und extrem vitamin-C-reich (mehr als Zitrone), dazu Beta-Carotin, Vitamin E und Folsäure.
Ist Gemüsepaprika mit Chili verwandt?
Ja, beide gehören zur Gattung Capsicum. Gemüsepaprika fehlt aber der Scharfstoff Capsaicin, deshalb ist sie mild.





