Schoko-Lebkuchen mit weißem Zuckerguss und gehackten Mandeln in der Hand, Nahaufnahme

Einfache Schoko-Lebkuchen

Weiche Schoko-Lebkuchen auf Oblate, mit Nuss-Nougat-Creme, gemahlenen Haselnüssen und Mandeln im Teig und einem klassischen Zuckerguss obendrauf: Diese Lebkuchen sind der Auftakt zu meiner zweiten Runde weihnachtlicher Geschenkideen – innen saftig, außen glänzend, in einer knappen Stunde gebacken.

Zeit45 Min SchwierigkeitEinfach Ergibtca. 20 Stück
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Diese Schoko-Lebkuchen sind Folge 1 der zweiten Staffel meiner Serie Selbstgemacht ist geiler als gekauft, in der ich bis Weihnachten wieder jeden Tag eine kulinarische Geschenkidee zeige – dieses Mal ein komplett neuer Jahrgang mit 24 neuen Rezepten. Den Start macht ein Klassiker: der Lebkuchen, dessen Geschichte bis in die fränkischen Klosterbäckereien des 11. und 12. Jahrhunderts zurückreicht, wo Mönche Honig- und Gewürzbrote buken. Nürnberg wurde später zur Lebkuchen-Metropole, weil die Stadt am Schnittpunkt alter Handelsstraßen lag – Gewürze aus dem Orient und Honig aus dem umliegenden Reichswald trafen hier aufeinander. Bis heute wird der Teig traditionell auf Oblaten gestrichen, eine Technik, die aus den Klöstern stammt.

Meine Version ist die schokoladige Variante des Klassikers: Kakaopulver und Nuss-Nougat-Creme im Teig sorgen für eine dunkle, leicht schokoladige Basis, gemahlene Haselnüsse und Mandeln geben Biss und Fülle, Zimt und Lebkuchengewürz bringen die typische Würze rein. Der Zuckerguss on top macht sie glänzend und hält sie schön saftig – gerade weil sie noch warm bestrichen werden, zieht der Guss leicht ein statt nur oben drauf zu liegen.

Schoko-Lebkuchen im Video

Wie der Teig auf die Oblaten kommt und wie du mit dem Glas die typische runde Form hinbekommst, siehst du im Reel.

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Zutaten für Schoko-Lebkuchen

Wenige Grundzutaten, aber jede hat ihre Aufgabe im Teig. Hier eine kurze Übersicht:

  • Eier: Werden mit dem Zucker schaumig geschlagen und bringen Luft und Bindung in den Teig – ohne sie wird die Masse bröckelig statt saftig.
  • Brauner Zucker: Süßt nicht nur, sondern bringt durch den Melasseanteil eine leichte Karamellnote und mehr Feuchtigkeit als weißer Zucker – wichtig für die saftige Textur.
  • Vanilleextrakt: Rundet die Süße ab und gibt eine dezente Vanillenote, die im Hintergrund bleibt.
  • Weizenmehl: Das Gerüst des Teigs. Zu viel macht die Lebkuchen trocken, deshalb genau abmessen.
  • Backpulver: Sorgt dafür, dass der Teig beim Backen leicht aufgeht und die Lebkuchen ihre typische, leicht gewölbte Form bekommen.
  • Nuss-Nougat-Creme: Bringt Schokoladengeschmack und zusätzliche Feuchtigkeit in den Teig – wer mag, nimmt eine Marke mit höherem Nussanteil für mehr Tiefe.
  • Gemahlene Haselnüsse: Geben Fülle, Biss und einen nussig-warmen Grundgeschmack, der zum Lebkuchengewürz passt.
  • Gemahlene Mandeln: Machen den Teig feiner und milder als reine Haselnüsse – klassische Kombination in Lebkuchenteigen.
  • Zimt: Das Leitgewürz der Adventszeit, historisch ein teures Gewürz, das nur zu besonderen Anlässen verwendet wurde.
  • Lebkuchengewürz: Die fertige Mischung aus Anis, Nelken, Koriander, Ingwer und mehr – spart das einzelne Abmessen von acht verschiedenen Gewürzen.
  • Kakaopulver: Macht den Teig dunkel und schokoladig, ohne die Süße zu sehr zu erhöhen – ungesüßtes Backkakaopulver verwenden, keine Trinkschokolade.
  • Backoblaten: Die traditionelle Unterlage aus Klosterzeiten. Sie verhindern, dass der Teig am Blech klebt, und geben den Lebkuchen ihre runde Form.
  • Salz: Eine Prise hebt die Süße und Würze hervor, ohne selbst schmeckbar zu sein.
  • Puderzucker (für den Zuckerguss): Mit wenig Wasser verrührt ergibt er den glänzenden weißen Guss, der noch warm aufgestrichen leicht einzieht.

Tipps für perfekte Schoko-Lebkuchen

Eier und Zucker wirklich 2–3 Minuten schaumig schlagen. Das bringt Luft in den Teig, die die Lebkuchen später lockerer macht. Wer zu kurz schlägt, bekommt einen dichteren, schwereren Lebkuchen.
Das Glas als Schablone nutzen und ruhig etwas größer wählen als die Oblate. So verteilt sich der Teig gleichmäßig bis zum Rand, ohne dass die Oblate am Ende sichtbar hervorschaut.
Zuckerguss nur auf noch warme Lebkuchen streichen. Er zieht dann leicht in die Oberfläche ein und wird beim Trocknen glänzend-glatt statt stumpf und krümelig wie auf kalten Lebkuchen.
Ein bis zwei Tage in einer Dose durchziehen lassen, bevor du sie isst oder verschenkst. Frisch gebacken schmecken sie gut, aber die Gewürze brauchen Zeit, um sich zu verbinden – nach ein paar Tagen werden Lebkuchen erst richtig aromatisch.

Zubereitung Schritt für Schritt

Die kompakte Version mit allen Mengen findest du weiter unten in der Rezeptkarte – hier ausführlich, worauf es bei den einzelnen Schritten ankommt.

Eier, Zucker und Vanille schaumig schlagen

Eier, braunen Zucker und Vanilleextrakt in eine Rührschüssel geben und mit dem Handrührgerät oder in der Küchenmaschine 2–3 Minuten auf hoher Stufe schlagen, bis die Masse deutlich heller und voluminöser geworden ist.

Woran du erkennst, dass es passt: Die Masse sollte sich sichtbar aufgehellt haben und beim Hochziehen des Schneebesens kurz eine Spur hinterlassen – dann ist genug Luft eingearbeitet.

Restliche Zutaten unterrühren

Mehl, Backpulver, Nuss-Nougat-Creme, gemahlene Haselnüsse und Mandeln, Zimt, Lebkuchengewürz, Kakaopulver und Salz dazugeben und alles zu einem glatten, leicht klebrigen Teig verrühren.

Achtung: Der Teig bleibt bewusst klebrig – nicht versuchen, ihn durch mehr Mehl trockener zu bekommen, sonst werden die Lebkuchen zäh statt saftig.

Teig auf die Oblaten streichen

Backoblaten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Ein Glas mit passendem Durchmesser auf eine Oblate stellen und mit einem Löffel den Teig gleichmäßig rund um das Glas herum auf den Rand streichen.

Tipp: Das Glas erst ganz zum Schluss vorsichtig gerade nach oben herausziehen – so bleibt der Teigrand sauber und die typische, leicht gewölbte Lebkuchenform entsteht.

Backen

Die belegten Oblaten im vorgeheizten Ofen bei 160 °C Ober-/Unterhitze etwa 20 Minuten backen, bis die Oberfläche fest ist und leicht aufgeplatzt aussieht.

Woran du erkennst, dass es passt: Leicht mit dem Finger antippen – die Oberfläche sollte zurückfedern, nicht mehr glänzend-flüssig wirken.

Zuckerguss aufstreichen

Während die Lebkuchen noch warm sind, Puderzucker und Wasser zu einem glatten, dickflüssigen Guss verrühren und direkt auf die warmen Lebkuchen streichen.

Warum noch warm: Der Guss zieht auf warmer Oberfläche leicht ein und trocknet danach glänzend – auf ausgekühlten Lebkuchen bleibt er nur als dicke, stumpfe Schicht liegen.

Variationen für Schoko-Lebkuchen

  • Nüsse: Statt Haselnüsse und Mandeln funktionieren auch gemahlene Walnüsse oder eine Mischung mit Cashewkernen.
  • Glasur: Statt Zuckerguss eine dünne Schicht geschmolzene Zartbitterschokolade – dann werden es waschechte Schoko-Lebkuchen mit Kuvertüre-Finish.
  • Topping: Gehackte Mandeln, Pistazien oder bunte Streusel auf den noch feuchten Zuckerguss geben, bevor er trocknet.
  • Gewürze: Wer es intensiver mag, gibt zusätzlich eine Prise gemahlene Nelken oder etwas geriebene Orangenschale in den Teig.
  • Ohne Oblaten: Der Teig lässt sich auch als flache Kugeln direkt aufs Backpapier setzen – dann werden es rustikalere, etwas dickere Lebkuchen ohne die klassische Waffelunterlage.
  • Anderes Gebäck: Wer lieber ein Dreieck statt eine Rundel mag, probiert unsere Nussecken – gleiche Weihnachtsbäckerei-Saison, andere Form.

Verschenken und aufbewahren

  • Cellophantüte mit Kordel – schnell gemacht und man sieht den glänzenden Guss durch
  • Blechdose mit Backpapier zwischen den Lagen – klassisch und stapelbar für den Versand
  • Zusammen mit Glühwein oder Lebkuchenlikör – als kleines weihnachtliches Geschenkset

Rezept zum Nachbacken

Hier das komplette Rezept kompakt zum Nachbacken, mit allen Mengen und Zeiten auf einen Blick.

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Schoko-Lebkuchen mit weißem Zuckerguss und gehackten Mandeln in der Hand, Nahaufnahme

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Einfache Schoko-Lebkuchen

Rezept von Benne Benzing

Weiche Schoko-Lebkuchen auf Oblate mit Nuss-Nougat-Creme, Haselnüssen und Zuckerguss.


  • Gesamtzeit45 minutes
  • Portionen20 1x
  • ErnährungVegetarisch

Zutaten

Skalieren
  • 4 Eier
  • 140 g brauner Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 300 g Weizenmehl
  • 4 TL Backpulver
  • 3 EL Nutella oder andere Nuss-Nougat-Creme
  • 150 g gemahlene Haselnüsse
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Zimt
  • 3 TL Lebkuchengewürz
  • 3 TL Kakaopulver
  • ca. 20 Backoblaten (7 cm Durchmesser)
  • 1 Prise Salz

Für den Zuckerguss

  • 150 g Puderzucker
  • 12 EL Wasser


Zubereitung

  1. Eier mit braunem Zucker und Vanilleextrakt 2–3 Minuten schaumig schlagen.
  2. Alle weiteren Zutaten (außer Zuckerguss) dazugeben und zu einem glatten, leicht klebrigen Teig verrühren.
  3. Backoblaten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Mit einem Glas als Schablone den Teig gleichmäßig rund auf den Oblatenrand streichen und das Glas vorsichtig wegziehen.
  4. Im vorgeheizten Ofen bei 160 °C Ober-/Unterhitze ca. 20 Minuten backen.
  5. Puderzucker und Wasser zu einem Zuckerguss verrühren und die noch warmen Lebkuchen damit bestreichen.

Recipe Video

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Anmerkungen

Luftdicht verpackt halten sich die Lebkuchen 2–3 Wochen – schmecken nach 1–2 Tagen Ziehzeit sogar noch aromatischer.


Nährwerte

  • Portionsgröße: 1 Stück
  • Kalorien: 219
  • Fett: 9 g
  • Kohlenhydrate: 29 g
  • Eiweiß: 5 g

Häufige Fragen zu Schoko-Lebkuchen

Wie lange sind die Lebkuchen haltbar?

Luftdicht in einer Dose verpackt halten sie sich 2 bis 3 Wochen und werden dabei sogar noch aromatischer, weil die Gewürze durchziehen.

Kann ich die Lebkuchen ohne Backoblaten backen?

Ja, dann formst du den Teig direkt zu flachen Kugeln auf dem Backpapier. Die Oblate ist traditionell und verhindert Anhaften, technisch notwendig ist sie aber nicht.

Warum schmecken Lebkuchen nach ein paar Tagen besser?

Die ätherischen Öle aus Zimt, Anis und den anderen Gewürzen im Lebkuchengewürz brauchen Zeit, um sich mit der Feuchtigkeit im Teig zu verbinden. Frisch gebacken schmecken sie gut, nach 1 bis 2 Tagen Ziehzeit aber runder und intensiver.

Kann ich die Lebkuchen einfrieren?

Ja, ungeglasert lassen sie sich problemlos einfrieren. Erst nach dem Auftauen mit dem Zuckerguss bestreichen, damit er schön glänzend bleibt.

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