Fenchel
Fenchel ist die elegante Knolle mit dem unverwechselbaren Anis-Aroma: frisch, leicht süßlich und mit einer feinen Lakritz-Note. Er teilt die Geschmäcker, aber wer ihn mag, liebt ihn – roh als knackiger Salat oder geschmort als zartes, mildes Gemüse. Dazu ist Fenchel ein traditionelles Heilkraut für den Bauch. Hier kommt alles über den Fenchel: Saison, Knolle, Grün und Samen, Lagerung und Küche.
Foeniculum vulgare
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Juni – November
- Botanisch
- Foeniculum vulgare
- Familie / Gattung
- Doldenblütler (Apiaceae)
- Herkunft / Anbau
- Deutschlandweit; verwandt mit Möhre, Sellerie, Dill
- Aufbewahrung
- kühl – einige Tage bis 1 Woche
- Besonderheit
- Anis-/Lakritz-Aroma; Knolle, Grün und Samen alle nutzbar
Saison-Kalender für Fenchel
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Fenchel Saison hat
Heimischer Knollenfenchel hat von Juni bis November Saison. Botanisch gehört er zu den Doldenblütlern und ist mit Möhre, Sellerie, Dill und Anis verwandt – daher das charakteristische süßlich-würzige Aroma. Im Winter und Frühjahr gibt es überwiegend Importware (oft aus Italien).
Meine Rezepte mit Fenchel
Für Fenchel habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund ist Fenchel?
Gut zu wissen
Fenchel ist kalorienarm und gesund: Er liefert Vitamin C, Kalium, Calcium, Folsäure, Ballaststoffe und vor allem ätherische Öle (u.a. Anethol), die ihm das Anis-Aroma geben. Diese Öle wirken traditionell verdauungsfördernd und krampflösend – Fencheltee ist ein bewährtes Hausmittel bei Bauchweh und Blähungen, auch für Babys. Ein rundum bekömmliches Gemüse.
Knolle, Grün und Samen – alles nutzbar
- Die Knolle – Das eigentliche Gemüse. Roh knackig im Salat, geschmort oder gebraten zart und mild.
- Das feine Grün (Fenchelkraut) – Wie ein Kraut/Dill zum Würzen und Garnieren.
- Fenchelsamen – Getrocknet als Gewürz (Brot, Wurst) und für Tee.
So nutzt du die ganze Pflanze – das Grün also nicht wegwerfen!
Woran du guten Fenchel erkennst
- Feste, pralle, weiße Knollen ohne braune oder weiche Stellen
- Frisches, knackiges grünes Fenchelkraut (ein gutes Frischezeichen)
- Geschlossene, nicht aufgeplatzte Knollen
- Rundliche Knollen gelten als zarter/milder, längliche als würziger
Fenchel richtig lagern
Fenchel hält im Gemüsefach des Kühlschranks einige Tage bis zu einer Woche, am besten in ein feuchtes Tuch gewickelt. Das Grün entzieht der Knolle Feuchtigkeit – zum längeren Lagern abtrennen und separat (rasch) verwenden.
Fenchel haltbar machen
Einfrieren gelingt gut (geputzt, in Stücke geschnitten, blanchiert) – für gekochte Gerichte und Suppen. Auch geschmort und eingelegt möglich. Das Fenchelgrün lässt sich wie Kräuter einfrieren, die Samen trocknen.
Fenchel in der Küche
Vielseitig: roh als knackiger Salat (fein gehobelt mit Orange und Parmesan – ein Klassiker!), geschmort oder im Ofen geröstet (wird zart und mild-süß), gratiniert, in der Suppe, zu Fisch (klassische Kombination!), in der Pasta, als Beilage. Das Grün zum Würzen, die Samen im Brot. Er passt zu Orange, Zitrone, Fisch, Parmesan, Tomate und Olivenöl. Beim Garen verliert sich die Anis-Schärfe, er wird mild und süßlich.
Kurioses zum Fenchel
Fenchel ist ein uraltes Heil- und Gewürzgemüse: Schon in der Antike galt er als Mittel gegen alle möglichen Beschwerden, und Fenchelsamen wurden im Mittelalter gegen Hunger während des Fastens gekaut. In Indien werden geröstete, gezuckerte Fenchelsamen bis heute nach dem Essen als Verdauungshilfe und Atemerfrischer gereicht (Mukhwas). Dasselbe Anethol, das Fenchel sein Aroma gibt, steckt auch in Anis und Sternanis.
Häufige Fragen zu Fenchel
Wann hat Fenchel Saison?
Heimischer Knollenfenchel von Juni bis November. Im Winter und Frühjahr gibt es überwiegend Importware aus Italien.
Wonach schmeckt Fenchel?
Leicht süßlich nach Anis bzw. Lakritz – durch das ätherische Öl Anethol. Roh ist das Aroma kräftiger, gegart wird Fenchel mild und süßlich.
Kann man Fenchelgrün essen?
Ja, das feine Grün lässt sich wie ein Kraut (ähnlich Dill) zum Würzen und Garnieren verwenden. Nicht wegwerfen.
Hilft Fenchel bei Bauchweh?
Ja, traditionell. Die ätherischen Öle wirken verdauungsfördernd und krampflösend. Fencheltee ist ein bewährtes Hausmittel bei Blähungen, auch für Babys.
Kann man Fenchel roh essen?
Ja, fein gehobelt ist er ein knackiger Salat – klassisch mit Orange und Parmesan. Roh ist das Anis-Aroma am ausgeprägtesten.
Wie lagert man Fenchel?
Einige Tage bis zu einer Woche im Gemüsefach, in ein feuchtes Tuch gewickelt. Das Grün zum längeren Lagern abtrennen.
Wie bereitet man Fenchel zu?
Roh als Salat, geschmort oder geröstet (wird zart und süßlich), gratiniert, in Suppe oder klassisch zu Fisch. Beim Garen verliert sich die Anis-Schärfe.
Ist Fenchel gesund?
Ja, kalorienarm mit Vitamin C, Kalium, Calcium und verdauungsfördernden ätherischen Ölen. Ein bekömmliches Gemüse.