Grünkohl
Grünkohl ist der König des Winters – ein deftiges, urgesundes Blattgemüse, das in Norddeutschland Kult ist und in den USA als „Kale" die Superfood-Bewegung anführt. Die krausen dunkelgrünen Blätter stecken voller Vitamine und Eisen. Und es gibt einen alten Mythos um den ersten Frost, an dem mehr dran ist, als man denkt. Hier kommt alles über den Grünkohl: Saison, das Frost-Geheimnis, Zubereitung und Küche.
Brassica oleracea var. sabellica
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Januar – März, November – Dezember
- Botanisch
- Brassica oleracea var. sabellica
- Familie / Gattung
- Kreuzblütler (Brassicaceae), Gattung Brassica
- Herkunft / Anbau
- Norddeutschland (Oldenburg, Bremen), deutschlandweit
- Aufbewahrung
- kühl, bis zu 1 Woche; gut zum Einfrieren
- Besonderheit
- bildet keinen Kopf (Blattkohl); nach Frost milder und süßer
Saison-Kalender für Grünkohl
Gerade keine frische Saison – ab November wieder.
Wann Grünkohl Saison hat
Grünkohl ist ein echtes Wintergemüse: Seine Saison läuft von November bis Februar, teils in den März. Er ist extrem frosthart und wird traditionell erst nach den ersten Frostnächten geerntet. In Norddeutschland – rund um Oldenburg und Bremen – hat er Kultstatus mit eigenen „Grünkohlfahrten" und „Kohltouren" samt Kohlkönig.
Meine Rezepte mit Grünkohl
Für Grünkohl habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund ist Grünkohl?
Gut zu wissen
Grünkohl ist ein absolutes Nährstoff-Kraftpaket und zu Recht als „Superfood" gefeiert: Er enthält enorm viel Vitamin C, Vitamin K, Beta-Carotin, Eisen, Calcium und Ballaststoffe – Spitzenwerte unter den Gemüsen. Dazu kommen viele Antioxidantien und gesunde Senföle. Bei nur wenig Kalorien ist er ein echtes Winter-Vitamin-Bündel.
Das Frost-Geheimnis
Der Frost ist also kein Muss, aber er erklärt, warum frischer Grünkohl aus der kalten Jahreszeit besser schmeckt als früh geernteter.
Woran du guten Grünkohl erkennst
- Kräftig dunkelgrüne, knackige, krause Blätter
- Keine welken, gelben oder trockenen Stellen
- Frische, feste Blattstiele
- Bei frischem Bund: prall und nicht schlaff
Grünkohl putzen und lagern
Grünkohl wegen der krausen Blätter gründlich waschen. Die dicken Blattrippen herausschneiden (sie bleiben zäh) und nur das Blattgrün verwenden. Frischer Grünkohl hält im Gemüsefach des Kühlschranks etwa eine Woche. Geputzt und blanchiert lässt er sich hervorragend einfrieren.
Grünkohl haltbar machen
Einfrieren ist klassisch: gewaschen, von den Rippen befreit, kurz blanchiert und eingefroren – hält Monate. Tiefkühl-Grünkohl ist eine gute, praktische Alternative. Fertig gekochtes Grünkohlgericht lässt sich ebenfalls einfrieren und schmeckt aufgewärmt oft noch besser.
Grünkohl in der Küche
Der norddeutsche Klassiker: deftig geschmort mit Pinkel, Kassler, Mettwurst und Kartoffeln. Moderner und leichter: als grüner Smoothie, als „Kale Chips" (im Ofen knusprig gebacken), kurz gedünstet als Beilage, in der Suppe, in Pasta oder als Salat (dann die Blätter mit etwas Öl und Salz „massieren", damit sie zart werden). Er passt zu Speck, Kartoffeln, Knoblauch, Zitrone und Parmesan.
Kurioses zum Grünkohl
In Norddeutschland ist Grünkohl gesellschaftliches Ereignis: Bei den traditionellen „Kohlfahrten" zieht man im Winter mit Bollerwagen durch die Kälte, isst anschließend Grünkohl satt und kürt einen „Kohlkönig". Und während er hierzulande als deftige Hausmannskost galt, wurde derselbe Kohl in den USA als „Kale" zum hippen Superfood-Star der Green-Smoothie-Bewegung.
Häufige Fragen zu Grünkohl
Wann hat Grünkohl Saison?
Von November bis Februar/März – ein echtes Wintergemüse. Traditionell wird er erst nach den ersten Frostnächten geerntet.
Muss Grünkohl Frost abbekommen?
Nicht zwingend, aber er schmeckt danach milder und süßer, weil die Kälte Stärke in Zucker umwandelt. Alternativ kann man ihn ein, zwei Nächte ins Tiefkühlfach legen.
Warum ist Grünkohl so gesund?
Er ist ein Nährstoff-Kraftpaket: enorm viel Vitamin C, Vitamin K, Beta-Carotin, Eisen und Calcium – Spitzenwerte unter den Gemüsen. Daher der Superfood-Ruf.
Wie putzt man Grünkohl?
Gründlich waschen, die zähen dicken Blattrippen herausschneiden und nur das Blattgrün verwenden.
Kann man Grünkohl einfrieren?
Ja, sehr gut – gewaschen, von den Rippen befreit und kurz blanchiert hält er Monate. Auch fertig gekocht lässt er sich einfrieren.
Kann man Grünkohl roh essen?
Ja, als Salat oder Smoothie. Für Salat die Blätter mit etwas Öl und Salz „massieren", dann werden sie zarter und bekömmlicher.
Was sind Kale Chips?
Grünkohlblätter, die mit etwas Öl und Salz im Ofen knusprig gebacken werden – ein gesunder, knuspriger Snack.
Wozu passt Grünkohl klassisch?
Zum norddeutschen Grünkohlessen mit Pinkel, Kassler, Mettwurst und Kartoffeln. Moderner als Smoothie, Chips, Beilage oder in Pasta.