Saisonkalender Januar
Der Januar ist der stillste Monat im Garten – draußen ruht das meiste, und doch ist die Auswahl größer, als man denkt. Auf den Feldern trotzen die robusten Wintergemüse der Kälte: Grünkohl und Rosenkohl werden vom Frost sogar süßer, dazu kommen Wurzeln und Knollen wie Pastinake, Schwarzwurzel und Topinambur frisch aus dem Boden. Wer Salat möchte, greift zu Feldsalat, Chicorée oder Postelein – den zähen Wintersalaten, die auch jetzt frisch geerntet werden.
Den größeren Teil der Januar-Küche füllt aber der Vorrat: Äpfel, Birnen, die verschiedenen Kohlsorten, Möhren, Rote Bete, Kartoffeln und Zwiebeln lagern seit dem Herbst kühl und sind weiterhin in bester regionaler Qualität zu haben. Genau das ist die Kunst der Wintersaison – aus wenig Frischem und einem gut gefüllten Lager das Beste zu machen. Hier siehst du, was im Januar alles dran ist.
Gemüse
Das Wintergemüse zeigt im Januar, was in ihm steckt. Grünkohl und Rosenkohl haben jetzt Hochsaison – beide schmecken nach den ersten Frösten am besten, weil die Kälte ihre Stärke in Zucker umwandelt. Dazu kommen die kräftigen Wurzeln und Knollen wie Pastinake, Petersilienwurzel, Schwarzwurzel, Steckrübe und Topinambur, dazu Lauch und Wirsing. Echtes Soulfood für kalte Tage – perfekt für Eintöpfe, Ofengemüse und herzhafte Suppen.
Obst
Frisches heimisches Obst gibt es im Januar nicht – die Bäume und Sträucher ruhen. Dafür sind Äpfel und Birnen als Lagerware (siehe unten) weiterhin in bester Qualität zu haben.
Salate
Auch im tiefsten Winter musst du nicht auf frischen Salat verzichten. Feldsalat ist der Klassiker der kalten Jahreszeit – nussig, vitaminreich und robust. Dazu kommen die leicht bitteren Zichoriensalate Chicorée und der zarte Postelein (Winterportulak), der erst bei Kälte richtig wächst. Frische, knackige Vitamine, wenn man sie am nötigsten braucht.
Kräuter
Bei den Kräutern halten im Januar die robusten, winterharten Sorten die Stellung: Thymian, Rosmarin und Salbei lassen sich auch jetzt draußen ernten und bringen mediterranes Aroma in die deftige Winterküche. Sie passen wunderbar zu Schmorgerichten, Ofengemüse und kräftigen Suppen.
Pilze
Frische heimische Wildpilze haben im Januar keine Saison – die Sammelzeit ist der Herbst. Zuchtpilze wie Champignons gibt es aber ganzjährig frisch zu kaufen, falls du nicht darauf verzichten möchtest.
Nüsse
Frische Nüsse aus heimischer Ernte gibt es im Januar nicht – sie werden im Herbst geerntet. Gut gelagert begleiten Walnüsse, Haselnüsse und Maronen aus dem Herbstvorrat aber weiter durch den Winter.
Aus dem Lager
Das eigentliche Herz der Januar-Küche ist der Vorrat. Was im Herbst geerntet und kühl eingelagert wurde, ist jetzt Gold wert: Äpfel und Birnen halten sich knackig, die Kohlsorten Weißkohl, Rotkohl und Chinakohl warten auf Eintopf und Kraut, und Möhren, Rote Bete, Knollensellerie, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch und Schalotten bilden die Basis für fast jedes herzhafte Wintergericht. Alles aus heimischem Anbau, alles weiterhin regional – die kurzen Wege bleiben auch im Winter.
So karg der Januar auf den ersten Blick wirkt – mit den robusten Wintergemüsen, ein paar frischen Salaten und einem gut gefüllten Lager lässt sich die ganze kalte Jahreszeit über abwechslungsreich und regional kochen. Im Februar kommt dann schon langsam wieder Bewegung in den Kalender.
Häufige Fragen zur Saison im Januar
Welches Gemüse hat im Januar Saison?
Frisch aus dem Freiland kommen im Januar die robusten Wintergemüse: Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing und Lauch sowie die Wurzeln und Knollen Pastinake, Petersilienwurzel, Schwarzwurzel, Steckrübe und Topinambur. Dazu gibt es viel heimische Lagerware wie Kohl, Möhren, Rote Bete und Kartoffeln.
Welches Obst gibt es im Januar?
Frisches heimisches Obst gibt es im Januar nicht. Als Lagerware sind aber Äpfel und Birnen aus dem Herbstvorrat weiterhin in guter regionaler Qualität erhältlich – sie halten sich kühl gelagert bis ins Frühjahr.
Welchen Salat kann man im Januar essen?
Im Januar haben die robusten Wintersalate Saison: Feldsalat, Chicorée und Postelein (Winterportulak) werden auch in der kalten Jahreszeit frisch geerntet und liefern knackige Vitamine.
Warum schmecken Grünkohl und Rosenkohl nach Frost besser?
Die Kälte regt die Pflanzen an, einen Teil ihrer Stärke in Zucker umzuwandeln – ein natürlicher Frostschutz. Dadurch schmecken Grünkohl und Rosenkohl nach den ersten Frösten milder und süßer. Deshalb haben sie im Winter ihre beste Zeit.
Was bedeutet „aus dem Lager“ im Januar?
Viele Gemüse- und Obstsorten werden im Herbst geerntet und halten sich kühl eingelagert über Monate frisch – etwa Äpfel, Kürbis, Kartoffeln, Möhren und Kohl. Diese Lagerware ist im Winter weiterhin regional verfügbar, auch wenn keine Freilandsaison mehr ist.


























