Kopfsalat
Der Kopfsalat ist der zarte Klassiker unter den Salaten – mild, locker und mit weichen, butterzarten Blättern, die ihm in manchen Regionen den Namen „Buttersalat" eingebracht haben. Schnell gewachsen und vielseitig, ist er der Inbegriff des einfachen, frischen grünen Salats. Hier kommt alles über den Kopfsalat: Saison, Einkauf, Lagerung und Küche.
Lactuca sativa var. capitata
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Mai – Oktober
- Botanisch
- Lactuca sativa var. capitata
- Familie / Gattung
- Korbblütler (Asteraceae)
- Herkunft / Anbau
- Deutschlandweit; Freiland und Gewächshaus
- Aufbewahrung
- kühl – nur 1 bis 2 Tage; sehr empfindlich
- Besonderheit
- zarte, weiche Blätter; enthält Nitrat (Strunk entfernen)
Saison-Kalender für Kopfsalat
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Kopfsalat Saison hat
Heimischer Kopfsalat aus dem Freiland hat von Mai bis Oktober Saison – mit der längsten Hauptsaison unter den klassischen Sommersalaten. Aus dem Gewächshaus ist er fast ganzjährig erhältlich. Er wächst schnell und muss rechtzeitig geerntet werden, sonst „schießt" er (bildet einen Blütenstand) und wird bitter.
Meine Rezepte mit Kopfsalat
Für Kopfsalat habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund ist Kopfsalat?
Gut zu wissen
Kopfsalat ist sehr kalorienarm (er besteht überwiegend aus Wasser) und liefert Folsäure, Provitamin A (Beta-Carotin), etwas Vitamin C, Kalium und sekundäre Pflanzenstoffe. Wie viele Blattsalate kann er Nitrat enthalten – Tipp: die großen Blattrippen und den Strunk entfernen (dort sitzt das meiste Nitrat) und Freilandware bevorzugen, die weniger belastet ist.
Woran du guten Kopfsalat erkennst
- Frische, knackige, pralle Blätter ohne welke oder braune Stellen
- Fester, geschlossener Kopf
- Heller, frischer (nicht brauner oder ausgetrockneter) Strunk
- Keine schleimigen oder matschigen Blätter
Kopfsalat richtig lagern
Kopfsalat ist sehr empfindlich und nur kurz haltbar – am besten am Tag des Kaufs verbrauchen. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er ein bis zwei Tage, am besten locker in ein feuchtes Tuch gewickelt. Welke Blätter werden in kaltem Wasser oft wieder etwas knackiger.
Kopfsalat haltbar machen
Blattsalate eignen sich nicht zum Lagern, Einfrieren oder Konservieren – sie sind reines Frischgemüse. Hier gilt: frisch kaufen, frisch genießen. Reste vom angemachten Salat halten sich kaum, daher lieber nur so viel anmachen, wie gegessen wird.
Kopfsalat in der Küche
Der Klassiker als grüner Blattsalat mit Vinaigrette oder Joghurtdressing. Die zarten Blätter eignen sich auch als „Salatbett", als knackige Einlage in Sandwich, Burger und Wrap oder als essbare Schälchen für Dips und Hack (Lettuce Wraps). Tipp: Den zarten Kopfsalat erst kurz vor dem Servieren anmachen, sonst fällt er zusammen. Er passt zu milden Dressings, Kräutern, Ei und Radieschen.
Kurioses zum Kopfsalat
Salat macht müde – das ist kein Mythos: Der Milchsaft, der beim Anschneiden des Strunks austritt (das namensgebende „Lactuca" kommt von lateinisch lac = Milch), enthält den Stoff Lactucin, dem eine leicht beruhigende Wirkung nachgesagt wird. In sehr konzentrierter Form aus dem wilden Giftlattich wurde er früher sogar als mildes Beruhigungsmittel genutzt.
Häufige Fragen zu Kopfsalat
Wann hat Kopfsalat Saison?
Heimischer Freiland-Kopfsalat von Mai bis Oktober – die längste Saison unter den Sommersalaten. Aus dem Gewächshaus fast ganzjährig.
Warum sollte man den Strunk entfernen?
Im Strunk und den dicken Blattrippen sitzt das meiste Nitrat. Entfernt man sie und bevorzugt Freilandware, reduziert man den Nitratgehalt.
Wie lange hält Kopfsalat?
Nur ein bis zwei Tage – er ist sehr empfindlich. Am besten am Kauftag verbrauchen, locker in ein feuchtes Tuch gewickelt im Gemüsefach.
Warum wird Kopfsalat manchmal bitter?
Wenn er „schießt" (bei Hitze einen Blütenstand bildet), werden die Blätter bitter. Daher muss er rechtzeitig geerntet werden.
Kann man Kopfsalat einfrieren?
Nein, Blattsalate eignen sich nicht zum Einfrieren oder Lagern – sie sind reines Frischgemüse und werden beim Auftauen matschig.
Wie wird welker Kopfsalat wieder knackig?
Die Blätter kurz in kaltes Wasser legen – sie saugen sich voll und werden oft wieder etwas frischer.
Warum macht Salat müde?
Der Milchsaft im Strunk enthält Lactucin, dem eine leicht beruhigende Wirkung nachgesagt wird. Daher der Volksglaube, dass Salat müde macht.
Wann sollte man Kopfsalat anmachen?
Erst kurz vor dem Servieren – die zarten Blätter fallen sonst zusammen. Nur so viel anmachen, wie gegessen wird.