Radicchio

Radicchio

Radicchio ist der schöne Italiener unter den Bittersalaten: leuchtend wein- bis purpurrote Blätter mit kräftigen weißen Rippen, knackig und angenehm herb. Seine intensive Farbe und der würzig-bittere Geschmack machen ihn zum dekorativen Highlight in Salat und Pfanne. Aus Italien stammend, ist er ein Klassiker der mediterranen Winterküche. Hier kommt alles über den Radicchio: Saison, Bitterstoffe, Lagerung und Küche.

Cichorium intybus var. foliosum

Steckbrief

Saison (frisch)
Juni – November
Botanisch
Cichorium intybus var. foliosum
Familie / Gattung
Korbblütler (Asteraceae), Zichorien
Herkunft / Anbau
Deutschlandweit; Edelsorten v.a. aus Italien (Treviso, Chioggia)
Aufbewahrung
kühl, dunkel – einige Tage bis 1 Woche
Besonderheit
kräftig rot (Frost intensiviert Farbe); Bitterstoff Intybin

Saison-Kalender für Radicchio

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.

Wann Radicchio Saison hat

Heimischer Radicchio hat von Juni bis November Saison. Den Rest des Jahres und die edlen italienischen Sorten (Radicchio di Chioggia – der runde rote; Radicchio di Treviso – der längliche) gibt es als Import. Bei vielen Sorten intensiviert der erste Frost die kräftige rote Farbe. Er gehört wie Chicorée und Endivie zur Zichorien-Familie.

Meine Rezepte mit Radicchio

Für Radicchio habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.

Wie gesund ist Radicchio?

Gut zu wissen

Radicchio ist kalorienarm und liefert Vitamin A, Vitamin C, Vitamin K, Folsäure, Kalium und Eisen. Sein Markenzeichen ist der Bitterstoff Intybin, der die Verdauung und den Stoffwechsel anregt und als gesund gilt. Die kräftige rote Farbe stammt von Anthocyanen – denselben Antioxidantien wie in Rotkohl und Heidelbeeren. Ein gesunder, dekorativer Bittersalat.

Woran du guten Radicchio erkennst

  • Feste, knackige, kräftig rote Blätter mit weißen Rippen
  • Fester, geschlossener Kopf
  • Keine welken, braunen oder matschigen Stellen
  • Frische, helle Schnittstelle

Radicchio richtig lagern und milder machen

Im Gemüsefach des Kühlschranks hält Radicchio einige Tage bis zu einer Woche (etwas haltbarer als zarte Salate), am besten in ein feuchtes Tuch gewickelt. Tipp gegen zu viel Bitterkeit: die geschnittenen Blätter kurz wässern oder mit Süße/Säure (Honig, Orange, Balsamico) ausbalancieren. Gegart wird Radicchio ebenfalls milder.

Radicchio haltbar machen

Wie alle Salate primär ein Frischgemüse. Gegart (geschmort, gegrillt) lässt er sich auch als Gemüse verwenden. Zum Einfrieren eignet er sich roh nicht.

Radicchio in der Küche

Roh gibt er als knackig-bittere, farbige Komponente jedem Salat Pep und Optik. Eine Spezialität ist die warme Zubereitung: Radicchio kurz gegrillt, geschmort oder gebraten verliert viel Bitterkeit und wird mild-nussig – herrlich im Risotto (Risotto al radicchio!), in der Pasta, als Beilage oder mit Balsamico karamellisiert. Er passt zu Parmesan, Balsamico, Orange, Walnuss, Birne, Gorgonzola und Speck.

Kurioses zum Radicchio

Die edelste Sorte, der Radicchio Rosso di Treviso Tardivo, ist eine echte Delikatesse mit aufwendigem Anbau: Nach dem ersten Frost wird er geerntet und seine Wurzeln in Quellwasser-Bäder gestellt, wo er im Dunkeln nachtreibt und seine zart-bitteren, gebogenen Triebe bildet. Dieser „Spätradicchio" gilt in Italien als Luxusgemüse – ein Salat, der fast wie ein Wein kultiviert wird.

Häufige Fragen zu Radicchio

Wann hat Radicchio Saison?

Heimischer Radicchio von Juni bis November. Die edlen italienischen Sorten (Treviso, Chioggia) und die übrige Zeit gibt es als Import.

Warum ist Radicchio rot?

Durch Anthocyane – dieselben Antioxidantien wie in Rotkohl und Heidelbeeren. Bei vielen Sorten intensiviert der erste Frost die Farbe.

Warum ist Radicchio bitter?

Durch den Bitterstoff Intybin (wie bei Chicorée und Endivie). Bitterstoffe regen Verdauung und Stoffwechsel an und gelten als gesund.

Wie macht man Radicchio milder?

Die Blätter kurz wässern oder mit Süße und Säure (Honig, Orange, Balsamico) ausbalancieren. Gegart (geschmort, gegrillt) wird er ebenfalls milder und nussig.

Kann man Radicchio kochen?

Ja, das ist eine Spezialität – geschmort, gegrillt oder im Risotto verliert er Bitterkeit und wird mild-nussig.

Wie lagert man Radicchio?

Einige Tage bis zu einer Woche im Gemüsefach, in ein feuchtes Tuch gewickelt. Er ist etwas haltbarer als zarte Blattsalate.

Was ist Radicchio di Treviso?

Eine längliche italienische Edelsorte. Der Tardivo wird nach Frost in Quellwasser nachgetrieben – eine aufwendig kultivierte Delikatesse.

Ist Radicchio gesund?

Ja, kalorienarm mit Vitamin A, C, K, Folsäure und Eisen sowie gesunden Bitterstoffen und Anthocyanen.