Rotkohl
Rotkohl, Rotkraut oder Blaukraut – schon der Name verrät, dass dieser Kohl je nach Region und Zubereitung die Farbe wechselt. Als klassische Beilage zu Gans, Ente und Braten gehört er zu Weihnachten wie der Christbaum. Sein tiefes Violett kommt von Anthocyanen, denselben Antioxidantien wie in Heidelbeeren. Hier kommt alles über den Rotkohl: Saison, der Farb-Trick, Lagerung und Küche.
Brassica oleracea var. capitata f. rubra
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Juni – November
- Geschützt / Lager
- Januar – März, Dezember
- Botanisch
- Brassica oleracea var. capitata f. rubra
- Familie / Gattung
- Kreuzblütler (Brassicaceae), Gattung Brassica
- Herkunft / Anbau
- Deutschlandweit; v.a. Schleswig-Holstein
- Aufbewahrung
- kühl, ganze Köpfe ca. 2 Wochen bis Monate
- Besonderheit
- Farbe schlägt je nach Säure von rot nach blau um
Saison-Kalender für Rotkohl
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Rotkohl Saison hat
Frischer Rotkohl wird von Juni bis November geerntet und ist – wie Weißkohl – durch gute Lagerung den ganzen Winter über verfügbar. Seine Hochsaison hat er rund um die Feiertage, wenn er als Beilage zu Gänsebraten und Ente auf den Tisch kommt. Hauptanbaugebiet ist auch hier Schleswig-Holstein.
Meine Rezepte mit Rotkohl
Wie gesund ist Rotkohl?
Gut zu wissen
Rotkohl ist kalorienarm und reich an Vitamin C, Vitamin K, Ballaststoffen und Kalium. Seine tiefviolette Farbe stammt von Anthocyanen – denselben antioxidativen Pflanzenfarbstoffen wie in Heidelbeeren und Aubergine. Damit ist er einer der gesündesten Kohlsorten. Roh und schonend gegart bleiben die meisten Vitamine erhalten.
Rot oder blau? Der Farb-Trick
Deshalb gibt man traditionell einen Schuss Essig oder geriebenen Apfel ans Rotkraut – das hält die appetitliche rote Farbe und gibt Säure.
Woran du guten Rotkohl erkennst
- Fester, schwerer Kopf mit pralleren, glänzenden Blättern
- Kräftige, satte violette Farbe
- Keine welken, trockenen oder faulen Außenblätter
- Helle, frische Schnittstelle am Strunk
Rotkohl richtig lagern
Ganze Köpfe halten sich kühl und dunkel etwa zwei Wochen, im kühlen Keller auch deutlich länger. Angeschnitten in Folie gewickelt im Kühlschrank einige Tage. Fertig gekochter Rotkohl hält sich mehrere Tage und schmeckt aufgewärmt sogar oft besser – ideal zum Vorbereiten.
Rotkohl haltbar machen
Fertig geschmorter Rotkohl lässt sich hervorragend einfrieren (hält Monate) und einkochen/einwecken – praktisch für die Feiertage. Auch roh blanchiert einzufrieren ist möglich. Selbstgemachter Rotkohl auf Vorrat ist viel aromatischer als das Glas aus dem Supermarkt.
Rotkohl in der Küche
Der Klassiker ist geschmorter Apfelrotkohl mit Zwiebeln, Apfel, Nelke, Lorbeer und einem Schuss Essig oder Rotwein – die Beilage zu Gans, Ente, Wild und Braten. Roh macht er sich fein gehobelt im bunten Wintersalat (mit Apfel, Walnuss, Orange). Auch als Topping für Bowls und Burger gibt er Farbe und Crunch. Langsames Schmoren macht ihn weich und süßlich.
Kurioses zum Rotkohl
Rotkohl ist tatsächlich ein lebender Chemie-Baukasten: Sein Anthocyan-Farbstoff reagiert so zuverlässig auf den pH-Wert, dass Rotkohlsaft im Schulunterricht als natürlicher Säure-Base-Indikator verwendet wird – von leuchtend rot (sauer) über violett (neutral) bis grün-blau (basisch). Im Glas hast du also ein essbares Experiment.
Häufige Fragen zu Rotkohl
Wann hat Rotkohl Saison?
Frische Ernte von Juni bis November, durch Lagerung den ganzen Winter verfügbar. Hochsaison rund um die Feiertage als Beilage zu Gans und Ente.
Warum heißt Rotkohl auch Blaukraut?
Weil seine Farbe vom pH-Wert abhängt: Mit Säure (Essig, Apfel) wird er rot, mit basischen Zutaten oder hartem Wasser blau. Je nach Region und Zubereitung daher Rotkraut oder Blaukraut.
Warum gibt man Essig oder Apfel an Rotkohl?
Die Säure hält die appetitliche rote Farbe und gibt dem Gericht Frische. Apfel bringt zusätzlich Süße.
Ist Rotkohl gesund?
Sehr. Er ist kalorienarm und reich an Vitamin C, Vitamin K und Anthocyanen – denselben Antioxidantien wie in Heidelbeeren.
Kann man Rotkohl einfrieren?
Ja, am besten fertig geschmort – er hält Monate und ist perfekt zum Vorbereiten für die Feiertage. Aufgewärmt schmeckt er oft sogar besser.
Kann man Rotkohl roh essen?
Ja, fein gehobelt im Salat (mit Apfel, Walnuss, Orange) oder als Topping. Roh bleiben die meisten Vitamine erhalten.
Wie lange hält Rotkohl?
Ganze Köpfe kühl zwei Wochen bis (im Keller) deutlich länger. Angeschnitten in Folie einige Tage im Kühlschrank.
Wozu passt Rotkohl?
Klassisch als geschmorte Beilage zu Gans, Ente, Wild und Braten. Roh im Wintersalat und als farbiges Topping für Bowls und Burger.

