Rosenkohl
Rosenkohl polarisiert wie kaum ein anderes Gemüse: Die einen lieben die kleinen grünen Röschen, die anderen erinnern sich mit Schaudern an zerkochten, bitteren Kindheits-Rosenkohl. Dabei liegt es nur an der Zubereitung – richtig gemacht ist Rosenkohl nussig, süßlich und ein Winter-Highlight. Auch er profitiert vom Frost. Hier kommt alles über den Rosenkohl: Saison, das Bitterkeit-Geheimnis, Zubereitung und Küche.
Brassica oleracea var. gemmifera
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Januar – März, Oktober – Dezember
- Botanisch
- Brassica oleracea var. gemmifera
- Familie / Gattung
- Kreuzblütler (Brassicaceae), Gattung Brassica
- Herkunft / Anbau
- Belgien (daher „Brüsseler Kohl"); deutschlandweit
- Aufbewahrung
- kühl, bis zu 1 Woche; am Stängel länger
- Besonderheit
- die Röschen sind Triebknospen in den Blattachsen; nach Frost milder
Saison-Kalender für Rosenkohl
Gerade keine frische Saison – ab Oktober wieder.
Wann Rosenkohl Saison hat
Rosenkohl ist ein Wintergemüse mit Saison von Oktober bis März. Wie Grünkohl ist er frosthart und schmeckt nach den ersten Frostnächten milder und süßer. Seinen Beinamen „Brüsseler Kohl" (englisch „Brussels sprouts") verdankt er Belgien, wo er ab dem 18. Jahrhundert kultiviert wurde.
Meine Rezepte mit Rosenkohl
Für Rosenkohl habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund ist Rosenkohl?
Gut zu wissen
Rosenkohl ist ein wahres Vitamin-Bündel: Schon eine Portion (200 g) deckt mehr als den Tagesbedarf an Vitamin C. Dazu kommen Vitamin K, Folsäure, Eisen, Kalium und reichlich Ballaststoffe und Eiweiß. Unter den Kohlsorten gehört er zu den nährstoffreichsten und ist dabei kalorienarm.
Das Bitterkeit-Geheimnis
Moderne Sorten sind ohnehin milder gezüchtet als früher. Wer Rosenkohl bisher nicht mochte, sollte ihn mal im Ofen geröstet mit Olivenöl probieren – das überzeugt selbst Skeptiker.
Woran du guten Rosenkohl erkennst
- Feste, geschlossene, knackige Röschen
- Kräftig grüne Farbe ohne gelbe oder welke Blätter
- Kleine bis mittelgroße Röschen sind oft zarter und milder
- Am besten frisch am Stängel (hält länger und ist ein Frischezeichen)
Rosenkohl richtig lagern
Frischer Rosenkohl hält im Gemüsefach des Kühlschranks etwa eine Woche. Noch länger frisch bleibt er, wenn man ihn am ganzen Stängel kauft und so lagert. Die Röschen erst vor der Zubereitung vom Stängel lösen und putzen (äußere welke Blätter entfernen).
Rosenkohl haltbar machen
Einfrieren: geputzt und kurz blanchiert hält Rosenkohl mehrere Monate. Tiefkühl-Rosenkohl ist eine praktische Alternative. Frisch ist er aber am aromatischsten.
Rosenkohl in der Küche
Am besten kurz gegart: im Ofen geröstet mit Olivenöl, Salz und etwas Honig oder Balsamico (modern und überzeugend!), in der Pfanne gebraten mit Speck und Nüssen, gedämpft als Beilage oder in cremiger Form gratiniert. Klassisch zu Wild, Braten und an Weihnachten. Auch roh fein gehobelt im Wintersalat. Er passt zu Speck, Maronen, Nüssen, Parmesan und Zitrone.
Kurioses zum Rosenkohl
Die kleinen Röschen sind botanisch etwas Besonderes: Anders als beim Kopfkohl, der einen einzigen großen Kopf bildet, wachsen beim Rosenkohl viele kleine Knospen entlang eines hohen Stängels – in den Blattachsen. Eine einzige Pflanze trägt so 20 bis 40 Röschen, die nacheinander von unten nach oben reifen.
Häufige Fragen zu Rosenkohl
Wann hat Rosenkohl Saison?
Von Oktober bis März – ein Wintergemüse. Nach den ersten Frostnächten schmeckt er milder und süßer.
Warum schmeckt Rosenkohl manchmal bitter?
Meist durch zu langes Kochen. Kurz garen – gedämpft, gebraten oder im Ofen geröstet – macht ihn nussig und süßlich. Frost und moderne Sorten helfen zusätzlich.
Wie bereitet man Rosenkohl am besten zu?
Im Ofen geröstet mit Olivenöl überzeugt selbst Skeptiker. Auch kurz gebraten mit Speck und Nüssen oder gedämpft. Nicht totkochen.
Warum heißt Rosenkohl auch Brüsseler Kohl?
Weil er ab dem 18. Jahrhundert in Belgien rund um Brüssel kultiviert wurde. Im Englischen heißt er bis heute „Brussels sprouts".
Ist Rosenkohl gesund?
Sehr. Eine Portion deckt mehr als den Vitamin-C-Tagesbedarf, dazu Vitamin K, Folsäure, Eisen, Ballaststoffe und Eiweiß – bei wenig Kalorien.
Wie lange hält Rosenkohl?
Etwa eine Woche im Gemüsefach. Am ganzen Stängel gekauft und gelagert hält er länger. Röschen erst vor der Zubereitung lösen.
Kann man Rosenkohl einfrieren?
Ja, geputzt und kurz blanchiert hält er mehrere Monate.
Kann man Rosenkohl roh essen?
Ja, fein gehobelt im Wintersalat. Roh ist er knackig und nussig; ein Dressing macht ihn zarter.