Topinambur
Topinambur ist die wiederentdeckte Knolle mit dem fein nussig-süßlichen Aroma, das an Artischocke und Maroni erinnert. Die unscheinbare, knubbelige Wurzel einer Sonnenblumen-Art ist ein robustes Wintergemüse, ein altes Grundnahrungsmittel und dank ihres Ballaststoffs Inulin besonders gut für Darm und Blutzucker. Hier kommt alles über Topinambur: Saison, Einkauf, Lagerung und Küche.
Helianthus tuberosus
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Januar – März, Oktober – Dezember
- Botanisch
- Helianthus tuberosus
- Familie / Gattung
- Korbblütler (Asteraceae)
- Herkunft / Anbau
- Ursprung Nordamerika; deutschlandweit angebaut
- Aufbewahrung
- kühl, feucht – nur wenige Tage (trocknet schnell aus)
- Besonderheit
- reich an Inulin (gut für Darm/Diabetiker); roh essbar
Saison-Kalender für Topinambur
Gerade keine frische Saison – ab Oktober wieder.
Wann Topinambur Saison hat
Topinambur hat als Wintergemüse von Oktober bis März Saison – die frostharten Knollen werden den ganzen Winter über bei frostfreiem Boden frisch geerntet. Eine Ernte nach den ersten Frösten erhöht sogar den Inulingehalt. Die Pflanze ist eine nordamerikanische Sonnenblumen-Art und sehr wüchsig.
Meine Rezepte mit Topinambur
Für Topinambur habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund ist Topinambur?
Gut zu wissen
Topinambur ist die „Diabetiker-Knolle": Sie ist reich an dem Ballaststoff Inulin, einem Mehrfachzucker, der den Blutzucker kaum beeinflusst und als Präbiotikum die Darmflora fördert. Dazu liefert sie Kalium, Eisen, B-Vitamine und Vitamin C. Hinweis: Das viele Inulin kann bei empfindlichen Menschen oder großen Mengen zu Blähungen führen – langsam herantasten.
Woran du gute Topinambur erkennst
- Feste, pralle, nicht schrumpelige Knollen
- Keine weichen, faulen oder schimmeligen Stellen
- Möglichst frische (nicht ausgetrocknete) Knollen
- Glatte Exemplare sind leichter zu putzen als sehr knubbelige
Topinambur richtig vorbereiten und lagern
Topinambur muss nicht unbedingt geschält werden – die dünne Schale kann (gut gewaschen) mitgegessen werden, ähnlich wie bei jungen Kartoffeln. Sehr knubbelige Knollen lassen sich aber leichter schälen.
Topinambur haltbar machen
Im Sandbett (kühl, dunkel) hält sie länger. Einfrieren ist möglich (am besten gegart, z.B. als Püree oder Suppe). Auch einlegen ist möglich. Da sie geschält schnell braun wird, die geschälten Stücke in Zitronenwasser legen.
Topinambur in der Küche
Vielseitig wie eine Kartoffel: roh fein gehobelt im Salat (knackig-nussig), als cremige Topinambursuppe (der Klassiker!), als Püree, gebraten oder als Ofengemüse, als Pommes oder Chips, gekocht als Beilage, im Gratin, im Eintopf. Roh schmeckt sie nussig-knackig, gegart süßlich-artischockenartig. Sie passt zu Kartoffel, Nuss, Sahne, Petersilie, Speck, Zitrone und Wild.
Kurioses zum Topinambur
Topinambur hat viele Namen: Erdartischocke, Erdbirne, Jerusalem-Artischocke oder „Diabetiker-Kartoffel". Der Name „Topinambur" geht auf das brasilianische Volk der Tupinambá zurück – kurioserweise hat die Pflanze damit gar nichts zu tun (sie stammt aus Nordamerika), aber sie kam zufällig zeitgleich mit einer Tupinambá-Delegation in Europa an. Vor der Kartoffel war Topinambur ein wichtiges Grundnahrungsmittel; erst die besser lagerbare Kartoffel verdrängte sie.
Häufige Fragen zu Topinambur
Wann hat Topinambur Saison?
Von Oktober bis März – ein frosthartes Wintergemüse, das den ganzen Winter über frisch geerntet wird. Frost erhöht sogar den Inulingehalt.
Warum ist Topinambur gut für Diabetiker?
Sie enthält statt Stärke den Ballaststoff Inulin, der den Blutzucker kaum beeinflusst und zugleich die Darmflora fördert.
Muss man Topinambur schälen?
Nicht unbedingt – die dünne Schale kann gut gewaschen mitgegessen werden. Sehr knubbelige Knollen lassen sich aber leichter geschält verarbeiten.
Kann man Topinambur roh essen?
Ja, roh fein gehobelt im Salat schmeckt sie knackig-nussig. Gegart wird sie süßlich und artischockenartig.
Warum bekommt man von Topinambur Blähungen?
Das viele Inulin kann bei empfindlichen Menschen oder großen Mengen blähen. Am besten langsam an größere Mengen herantasten.
Wie lagert man Topinambur?
Sie trocknet schnell aus – kühl und feucht (feuchtes Tuch/Box) im Kühlschrank nur wenige Tage. Im Boden oder Sandbett hält sie am längsten.
Wonach schmeckt Topinambur?
Fein nussig-süßlich, erinnert an Artischocke und Maroni. Daher auch der Name Erdartischocke.
Ist Topinambur gesund?
Ja, sehr – reich an präbiotischem Inulin, dazu Kalium, Eisen und B-Vitamine. Gut für Darm und Blutzucker.