Bohnenkraut

Bohnenkraut

Bohnenkraut ist das würzig-pfeffrige Kraut, dessen Name Programm ist: Es gehört einfach an grüne Bohnen – nicht nur wegen des Geschmacks, sondern weil es sie bekömmlicher macht. Mit seinem kräftigen, leicht scharfen Aroma würzt es deftige Eintöpfe, Hülsenfrüchte und Fleisch. Ein altes, etwas in Vergessenheit geratenes Küchenkraut. Hier kommt alles über das Bohnenkraut: Saison, Sommer vs. Winter, Lagerung und Küche.

Satureja

Steckbrief

Saison (frisch)
Mai – Oktober
Botanisch
Satureja
Familie / Gattung
Lippenblütler (Lamiaceae)
Herkunft / Anbau
Mittelmeerraum; Sommerbohnenkraut einjährig
Aufbewahrung
kühl, im feuchten Tuch; getrocknet lange
Besonderheit
macht Bohnen/Hülsenfrüchte bekömmlicher; pfeffrig-würzig

Saison-Kalender für Bohnenkraut

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.

Wann Bohnenkraut Saison hat

Frisches Bohnenkraut hat von Mai/Juni bis Oktober Saison. Man unterscheidet das Sommerbohnenkraut (Satureja hortensis, einjährig, milder und feiner) und das Winterbohnenkraut (Satureja montana, mehrjährig, winterhart, kräftiger und schärfer). Für die Küche wird meist das mildere Sommerbohnenkraut bevorzugt.

Meine Rezepte mit Bohnenkraut

Für Bohnenkraut habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.

Wie gesund ist Bohnenkraut?

Gut zu wissen

Bohnenkraut enthält ätherische Öle (u.a. Carvacrol), Gerbstoffe und Bitterstoffe. Sein großer Vorteil: Es wirkt stark verdauungsfördernd und entblähend – genau deshalb ist es das ideale Kraut zu blähenden Hülsenfrüchten. Traditionell gilt es als magenstärkend und appetitanregend. Ein bekömmlich machendes Würzkraut.

Warum Bohnenkraut an Bohnen gehört

Das ist kein Zufall, sondern altes Küchenwissen, das im Namen steckt.

Woran du gutes Bohnenkraut erkennst

  • Frische, feste, schmale grüne Blättchen an festen Stängeln
  • Keine welken, gelben oder trockenen Stellen
  • Würziger, leicht pfeffriger Duft
  • Pralle, nicht verholzte Triebe

Bohnenkraut richtig verwenden und lagern

Bohnenkraut darf und soll mitkochen – sein kräftiges Aroma hält der Hitze gut stand und entfaltet sich beim Garen. Am besten ganze Zweige mitkochen und vor dem Servieren herausnehmen. Frisches Bohnenkraut hält im Gemüsefach des Kühlschranks einige Tage, in ein feuchtes Tuch gewickelt. Getrocknet hält es im Glas lange.

Bohnenkraut haltbar machen

Trocknen gelingt sehr gut (es behält viel Aroma) – Zweige bündeln, aufhängen, dann abrebeln. Getrocknetes Bohnenkraut ist die übliche Vorratsform. Auch Einfrieren und Einlegen in Essig/Öl funktioniert.

Bohnenkraut in der Küche

Der Klassiker an grünen Bohnen (Bohnengemüse, Bohnensalat, Bohneneintopf!), an Linsen, Erbsen und allen Hülsenfrüchten, in deftigen Eintöpfen und Suppen, an Kartoffeln, zu Fleisch (besonders Lamm und Wild), in Sauerkraut und Pilzgerichten. Sein pfeffriges Aroma würzt herzhaft. Es passt zu Bohnen, Linsen, Kartoffel, Lamm, Pilzen und Kohl. Darf mitkochen.

Kurioses zum Bohnenkraut

Bohnenkraut wird in Deutschland schon seit dem 9. Jahrhundert angebaut – es war eines der Kräuter, deren Anbau Karl der Große in seiner berühmten Landgüterverordnung („Capitulare de villis") vorschrieb. Sein botanischer Name „Satureja" leitet sich der Legende nach von den „Satyrn" ab, den lüsternen Mischwesen der griechischen Mythologie – dem Kraut wurde nämlich, wie so vielen, eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

Häufige Fragen zu Bohnenkraut

Wann hat Bohnenkraut Saison?

Frisches Bohnenkraut von Mai/Juni bis Oktober. Sommerbohnenkraut ist einjährig und milder, Winterbohnenkraut mehrjährig, winterhart und kräftiger.

Warum gibt man Bohnenkraut an Bohnen?

Weil es Hülsenfrüchte nicht nur würzt, sondern durch seine ätherischen Öle auch bekömmlicher und weniger blähend macht. Daher der Name.

Was ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winterbohnenkraut?

Sommerbohnenkraut (einjährig) ist milder und feiner, Winterbohnenkraut (mehrjährig, winterhart) kräftiger und schärfer. Meist wird das mildere Sommerbohnenkraut verwendet.

Darf man Bohnenkraut mitkochen?

Ja, sein kräftiges Aroma hält der Hitze gut stand und entfaltet sich beim Garen. Am besten ganze Zweige mitkochen und vor dem Servieren herausnehmen.

Wozu passt Bohnenkraut außer zu Bohnen?

Zu Linsen, Erbsen und allen Hülsenfrüchten, in Eintöpfen, an Kartoffeln, Lamm, Wild, Sauerkraut und Pilzgerichten.

Macht Bohnenkraut Hülsenfrüchte bekömmlicher?

Ja, es wirkt verdauungsfördernd und entblähend – deshalb ist es das klassische Kraut zu blähenden Bohnen und Linsen.

Kann man Bohnenkraut trocknen?

Ja, sehr gut – es behält beim Trocknen viel Aroma. Getrocknetes Bohnenkraut ist die übliche Vorratsform.

Ist Bohnenkraut gesund?

Ja, es wirkt stark verdauungsfördernd und entblähend, gilt als magenstärkend und enthält ätherische Öle und Gerbstoffe.