Bohnenkraut
Bohnenkraut ist das würzig-pfeffrige Kraut, dessen Name Programm ist: Es gehört einfach an grüne Bohnen – nicht nur wegen des Geschmacks, sondern weil es sie bekömmlicher macht. Mit seinem kräftigen, leicht scharfen Aroma würzt es deftige Eintöpfe, Hülsenfrüchte und Fleisch. Ein altes, etwas in Vergessenheit geratenes Küchenkraut. Hier kommt alles über das Bohnenkraut: Saison, Sommer vs. Winter, Lagerung und Küche.
Satureja
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Mai – Oktober
- Botanisch
- Satureja
- Familie / Gattung
- Lippenblütler (Lamiaceae)
- Herkunft / Anbau
- Mittelmeerraum; Sommerbohnenkraut einjährig
- Aufbewahrung
- kühl, im feuchten Tuch; getrocknet lange
- Besonderheit
- macht Bohnen/Hülsenfrüchte bekömmlicher; pfeffrig-würzig
Saison-Kalender für Bohnenkraut
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Bohnenkraut Saison hat
Frisches Bohnenkraut hat von Mai/Juni bis Oktober Saison. Man unterscheidet das Sommerbohnenkraut (Satureja hortensis, einjährig, milder und feiner) und das Winterbohnenkraut (Satureja montana, mehrjährig, winterhart, kräftiger und schärfer). Für die Küche wird meist das mildere Sommerbohnenkraut bevorzugt.
Meine Rezepte mit Bohnenkraut
Für Bohnenkraut habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund ist Bohnenkraut?
Gut zu wissen
Bohnenkraut enthält ätherische Öle (u.a. Carvacrol), Gerbstoffe und Bitterstoffe. Sein großer Vorteil: Es wirkt stark verdauungsfördernd und entblähend – genau deshalb ist es das ideale Kraut zu blähenden Hülsenfrüchten. Traditionell gilt es als magenstärkend und appetitanregend. Ein bekömmlich machendes Würzkraut.
Warum Bohnenkraut an Bohnen gehört
Das ist kein Zufall, sondern altes Küchenwissen, das im Namen steckt.
Woran du gutes Bohnenkraut erkennst
- Frische, feste, schmale grüne Blättchen an festen Stängeln
- Keine welken, gelben oder trockenen Stellen
- Würziger, leicht pfeffriger Duft
- Pralle, nicht verholzte Triebe
Bohnenkraut richtig verwenden und lagern
Bohnenkraut darf und soll mitkochen – sein kräftiges Aroma hält der Hitze gut stand und entfaltet sich beim Garen. Am besten ganze Zweige mitkochen und vor dem Servieren herausnehmen. Frisches Bohnenkraut hält im Gemüsefach des Kühlschranks einige Tage, in ein feuchtes Tuch gewickelt. Getrocknet hält es im Glas lange.
Bohnenkraut haltbar machen
Trocknen gelingt sehr gut (es behält viel Aroma) – Zweige bündeln, aufhängen, dann abrebeln. Getrocknetes Bohnenkraut ist die übliche Vorratsform. Auch Einfrieren und Einlegen in Essig/Öl funktioniert.
Bohnenkraut in der Küche
Der Klassiker an grünen Bohnen (Bohnengemüse, Bohnensalat, Bohneneintopf!), an Linsen, Erbsen und allen Hülsenfrüchten, in deftigen Eintöpfen und Suppen, an Kartoffeln, zu Fleisch (besonders Lamm und Wild), in Sauerkraut und Pilzgerichten. Sein pfeffriges Aroma würzt herzhaft. Es passt zu Bohnen, Linsen, Kartoffel, Lamm, Pilzen und Kohl. Darf mitkochen.
Kurioses zum Bohnenkraut
Bohnenkraut wird in Deutschland schon seit dem 9. Jahrhundert angebaut – es war eines der Kräuter, deren Anbau Karl der Große in seiner berühmten Landgüterverordnung („Capitulare de villis") vorschrieb. Sein botanischer Name „Satureja" leitet sich der Legende nach von den „Satyrn" ab, den lüsternen Mischwesen der griechischen Mythologie – dem Kraut wurde nämlich, wie so vielen, eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.
Häufige Fragen zu Bohnenkraut
Wann hat Bohnenkraut Saison?
Frisches Bohnenkraut von Mai/Juni bis Oktober. Sommerbohnenkraut ist einjährig und milder, Winterbohnenkraut mehrjährig, winterhart und kräftiger.
Warum gibt man Bohnenkraut an Bohnen?
Weil es Hülsenfrüchte nicht nur würzt, sondern durch seine ätherischen Öle auch bekömmlicher und weniger blähend macht. Daher der Name.
Was ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winterbohnenkraut?
Sommerbohnenkraut (einjährig) ist milder und feiner, Winterbohnenkraut (mehrjährig, winterhart) kräftiger und schärfer. Meist wird das mildere Sommerbohnenkraut verwendet.
Darf man Bohnenkraut mitkochen?
Ja, sein kräftiges Aroma hält der Hitze gut stand und entfaltet sich beim Garen. Am besten ganze Zweige mitkochen und vor dem Servieren herausnehmen.
Wozu passt Bohnenkraut außer zu Bohnen?
Zu Linsen, Erbsen und allen Hülsenfrüchten, in Eintöpfen, an Kartoffeln, Lamm, Wild, Sauerkraut und Pilzgerichten.
Macht Bohnenkraut Hülsenfrüchte bekömmlicher?
Ja, es wirkt verdauungsfördernd und entblähend – deshalb ist es das klassische Kraut zu blähenden Bohnen und Linsen.
Kann man Bohnenkraut trocknen?
Ja, sehr gut – es behält beim Trocknen viel Aroma. Getrocknetes Bohnenkraut ist die übliche Vorratsform.
Ist Bohnenkraut gesund?
Ja, es wirkt stark verdauungsfördernd und entblähend, gilt als magenstärkend und enthält ätherische Öle und Gerbstoffe.