Pastinaken

Pastinaken

Die Pastinake ist ein altes Wurzelgemüse mit großem Comeback: cremig-süß, würzig und so mild, dass sie sogar als eines der ersten Beikost-Gemüse für Babys gilt. Geschmacklich liegt sie zwischen Möhre und Sellerie, mit einer feinen süßlich-nussigen Note. Lange war sie vergessen, heute findet man sie wieder in jedem Gemüseregal. Hier kommt alles über die Pastinake: Saison, der Frost-Effekt, Lagerung und Küche.

Pastinaca sativa

Steckbrief

Saison (frisch)
Januar – März, Oktober – Dezember
Botanisch
Pastinaca sativa
Familie / Gattung
Doldenblütler (Apiaceae)
Herkunft / Anbau
Deutschlandweit; schon von den Römern kultiviert
Aufbewahrung
kühl – mehrere Wochen; nach Frost süßer
Besonderheit
mild und cremig-süß; beliebtes erstes Babybrei-Gemüse

Saison-Kalender für Pastinaken

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Gerade keine frische Saison – ab Oktober wieder.

Wann Pastinaken Saison haben

Die Pastinake ist ein Wintergemüse mit Saison von Oktober bis März. Wie Grünkohl profitiert sie vom Frost: Durch die Kälte wandelt sich Stärke in Zucker, und die Wurzel schmeckt nach den ersten Frostnächten süßer und milder. Sie kann sogar im Boden überwintern und frisch geerntet werden.

Meine Rezepte mit Pastinaken

Wie gesund sind Pastinaken?

Gut zu wissen

Pastinaken sind nahrhaft und gut bekömmlich: Sie liefern Ballaststoffe, Kalium, Folsäure, Vitamin C und etwas Eiweiß und sind reich an gesunden ätherischen Ölen, die für ihr würziges Aroma sorgen. Durch ihre Milde und Bekömmlichkeit sind sie ein klassisches erstes Gemüse für Babybrei. Sie sättigen gut und sind dabei moderat in den Kalorien.

Pastinake oder Petersilienwurzel?

Die beiden werden oft verwechselt – ein wichtiger Unterschied:

Pastinake

Dicker, am Blattansatz eingesunken (wie ein „Nabel"). Süßlich-mild, cremig. Größer.

Petersilienwurzel

Schlanker, am Blattansatz herausstehend. Würziger, intensiver nach Petersilie. Kleiner.

Faustregel: Pastinake süßlich-mild und dick, Petersilienwurzel würzig-intensiv und schlank.

Woran du gute Pastinaken erkennst

  • Feste, pralle Wurzeln ohne weiche Stellen
  • Helle, gleichmäßig beige-weiße Schale
  • Kleinere bis mittelgroße Wurzeln sind zarter (große können holzig sein)
  • Glatte Oberfläche

Pastinaken richtig lagern

Im Gemüsefach des Kühlschranks halten Pastinaken mehrere Wochen, im kühlen Keller (in Sand) noch länger. Sie sind gut lagerfähig und damit ein verlässliches Wintergemüse.

Pastinaken haltbar machen

Einfrieren gelingt gut (geschält, gewürfelt, auch roh) – ideal für Suppe und Püree. Auch als fertige Suppe einfrieren ist praktisch. Durch ihre gute Lagerfähigkeit ist Konservieren aber oft gar nicht nötig.

Pastinaken in der Küche

Vielseitig: als cremiges Püree (in England ein Klassiker), in der Suppe, geröstet im Ofen (wird herrlich süß und karamellig), als Pommes/Chips, im Eintopf und Wintergemüse, als Babybrei. Sie passt zu Möhre, Kartoffel, Apfel, Muskat, Thymian und Honig. Roh fein gehobelt im Wintersalat ebenfalls fein. Ihr süßlich-nussiges Aroma macht sie zum Liebling der modernen Winterküche.

Kurioses zur Pastinake

Bevor die Kartoffel im 18. Jahrhundert ihren Siegeszug antrat, war die Pastinake in Europa eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel – ein sättigendes „Brot aus dem Boden". Dann wurde sie von Kartoffel und Möhre fast völlig verdrängt und geriet in Vergessenheit. In England war sie nie ganz weg, und seit einigen Jahren feiert sie auch bei uns ein verdientes Comeback.

Häufige Fragen zu Pastinaken

Wann haben Pastinaken Saison?

Von Oktober bis März – ein Wintergemüse. Nach den ersten Frostnächten schmecken sie süßer und milder.

Was ist der Unterschied zwischen Pastinake und Petersilienwurzel?

Die Pastinake ist dicker, süßlich-mild und am Blattansatz eingesunken. Die Petersilienwurzel ist schlanker, würziger-intensiver und am Blattansatz herausstehend.

Sind Pastinaken für Babybrei geeignet?

Ja, sehr. Durch ihre Milde und gute Bekömmlichkeit gehören sie zu den klassischen ersten Gemüsen im Babybrei.

Wie lagert man Pastinaken?

Kühl im Gemüsefach mehrere Wochen, im Keller (in Sand) länger. Nicht neben Äpfeln lagern – deren Ethylen kann sie bitter machen.

Kann man Pastinaken einfrieren?

Ja, gut – geschält und gewürfelt, ideal für Suppe und Püree. Auch als fertige Suppe.

Warum werden Pastinaken durch Frost besser?

Die Kälte wandelt Stärke in Zucker um (als Frostschutz der Pflanze), wodurch sie süßer und milder schmecken.

Wofür verwendet man Pastinaken?

Für Püree, Suppe, geröstet im Ofen, als Pommes, im Eintopf und als Babybrei. Sie passt zu Kartoffel, Apfel, Muskat und Honig.

Sind Pastinaken gesund?

Ja, sie liefern Ballaststoffe, Kalium, Folsäure und Vitamin C und sind gut bekömmlich.