Birnen

Birnen

Die Birne ist die sanfte, süße Schwester des Apfels – feiner im Geschmack, zarter im Fleisch und ein bisschen launischer in der Reife. Vom knackigen Williams Christ bis zur saftigen Conference: Birnen gibt es in vielen Formen. Der Trick bei ihnen ist das Timing, denn das Reifefenster ist kurz. Hier kommt alles, was du über die Birne wissen musst: Saison, Sorten, Lagerung und Küche.

Pyrus communis

Steckbrief

Saison (frisch)
August – November
Geschützt / Lager
Januar – Februar, Dezember
Botanisch
Pyrus communis
Familie / Gattung
Rosengewächse (Rosaceae), Kernobst
Herkunft / Anbau
Deutschlandweit; oft gemeinsam mit Apfel angebaut
Aufbewahrung
kühl; reift nach – Reifefenster nutzen
Besonderheit
klimakterisch (reift nach); süßer und säureärmer als der Apfel

Saison-Kalender für Birnen

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Gerade keine frische Saison – ab August wieder.

Wann Birnen wirklich Saison haben

Die heimische Birnensaison läuft von August bis November. Frühe Sorten kommen ab August, die Haupternte ist im September und Oktober. Einige Lagersorten sind bis in den Winter verfügbar, allerdings ist die Birne deutlich schlechter lagerfähig als der Apfel. Außerhalb der Saison kommt viel Importware aus Italien, den Niederlanden oder von der Südhalbkugel.

Meine Rezepte mit Birnen

Für Birnen habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.

Wie gesund sind Birnen?

Gut zu wissen

Birnen sind kalorienarm und liefern Ballaststoffe (Pektin), Vitamin C, B-Vitamine und Kalium. Weil sie weniger Fruchtsäure als Äpfel enthalten, sind sie magenschonender und oft auch für empfindliche Personen und kleine Kinder gut verträglich. Die Ballaststoffe sitzen vor allem in der Schale – also möglichst ungeschält genießen.

Welche Birnensorten gibt es?

Williams Christ

Sehr aromatisch, saftig, süß. Die berühmte Sorte für Edelbrand (Williams), aber auch top zum Frischverzehr und Einmachen.

Conference

Länglich, feinsüß, saftig. Eine der häufigsten Sorten, lange verfügbar.

Abate Fetel

Lang gezogen, sehr süß und saftig.

Alexander Lucas

Groß, mild, saftig.

Gute Luise

Klassische, aromatische Herbstbirne.

Wie beim Apfel gibt es viele alte Sorten auf Streuobstwiesen, oft besonders aromatisch.

Woran du gute Birnen erkennst

  • Heile, pralle Haut ohne braune Druckstellen
  • Am Stielansatz auf sanften Druck leicht nachgebend = essreif
  • Angenehmer, süßer Duft bei reifen Früchten
  • Steinharte Birnen sind unreif – sie reifen bei Zimmertemperatur nach

Birnen richtig lagern

Birnen sind heikler als Äpfel. Unreife reifen bei Zimmertemperatur in wenigen Tagen nach. Reife Birnen halten im Kühlschrank nur kurz (2–4 Tage) und sollten zügig gegessen werden – der Übergang von „perfekt reif" zu „mehlig" ist schnell. Wie Äpfel geben sie Ethylen ab, also getrennt von empfindlichem Obst lagern. Tipp: Hat man harte Birnen, beschleunigt ein Apfel daneben die Reife.

Birnen haltbar machen

Einkochen zu Kompott oder Birnen im Glas ist der Klassiker (Birnen Helene!). Birnen lassen sich auch zu Marmelade, Birnenkraut/Birnenmus verarbeiten, dörren oder einfrieren (gewürfelt). Williams-Birnen sind die Basis für den berühmten Birnenbrand.

Birnen in der Küche

Pur und vollreif ein Genuss. Süß: im Kuchen und Tarte, als Kompott, Birne Helene mit Schokosoße und Eis, im Crumble. Herzhaft brilliert die Birne zu kräftigem Käse (Blauschimmel, Bergkäse), als „Birne, Bohne und Speck" (norddeutscher Klassiker), zu Wild und in Salaten mit Walnüssen und Rucola. Ihre Süße ist ein toller Kontrast zu Salzig-Würzigem.

Kurioses zur Birne

Wie der Apfel ist auch die Birne botanisch eine Scheinfrucht – das Fruchtfleisch ist der verdickte Blütenboden. Die feinen „Körnchen", die man im Birnenfleisch manchmal spürt, sind übrigens echte Steinzellen aus verholzten Zellwänden – eine Besonderheit, die den Apfel nicht hat und die alten, wilden Birnen ihren leicht „grießigen" Biss gab.

Häufige Fragen zu Birnen

Wann haben Birnen Saison?

Von August bis November, Haupternte im September und Oktober. Einige Lagersorten halten bis in den Winter, Birnen sind aber schlechter lagerfähig als Äpfel.

Wie lässt man Birnen nachreifen?

Bei Zimmertemperatur liegen lassen – feste Birnen werden in wenigen Tagen weich. Ein Apfel daneben beschleunigt die Reife durch das Reifegas Ethylen.

Woran erkenne ich eine reife Birne?

Sie gibt am Stielansatz auf leichten Druck nach und duftet süß. Steinharte Birnen sind unreif, matschige überreif.

Wie lange halten reife Birnen?

Nur kurz – etwa 2 bis 4 Tage im Kühlschrank. Der Übergang von reif zu mehlig geht schnell, daher zügig essen.

Was ist der Unterschied zwischen Apfel und Birne?

Birnen sind süßer und säureärmer, das Fruchtfleisch ist weicher und magenschonender. Beide sind Kernobst und reifen nach der Ernte nach.

Welche Birne eignet sich wofür?

Williams Christ ist sehr aromatisch (auch für Brand), Conference vielseitig und lange verfügbar. Zum Einkochen feste Sorten, zum Frischverzehr vollreife.

Kann man Birnen einfrieren?

Ja, am besten gewürfelt. Sie eignen sich danach für Kompott, Kuchen und Smoothies. Frisch sind sie aber am aromatischsten.

Sind Birnen gut verträglich?

Ja, durch ihren geringen Säuregehalt sind sie magenschonend und oft auch für empfindliche Personen und kleine Kinder geeignet.