Chinakohl
Chinakohl ist der zarte, milde Asiate unter den Kohlsorten – knackig, bekömmlich und so vielseitig, dass er zwischen Salatschüssel und Wok zu Hause ist. Anders als die kräftigen heimischen Kohle ist er wenig blähend und sehr leicht verdaulich. Aus ihm wird auch das berühmte koreanische Kimchi. Hier kommt alles über den Chinakohl: Saison, Einkauf, Lagerung und Küche.
Brassica rapa subsp. pekinensis
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Juni – November
- Geschützt / Lager
- Januar, Dezember
- Botanisch
- Brassica rapa subsp. pekinensis
- Familie / Gattung
- Kreuzblütler (Brassicaceae), Gattung Brassica
- Herkunft / Anbau
- Ursprung China; in DE Bayern, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, NRW
- Aufbewahrung
- kühl, bis zu 1 Woche (oder länger im Kühllager)
- Besonderheit
- sehr bekömmlich, wenig blähend; vermutl. Kreuzung Pak Choi × Rübe
Saison-Kalender für Chinakohl
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Chinakohl Saison hat
Heimischer Chinakohl hat von Juni bis November Saison und ist durch gute Lagerfähigkeit teils bis in den Winter verfügbar. Angebaut wird er vor allem in Bayern, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und NRW. Außerhalb der Saison gibt es Importware. Sein Name verrät die Herkunft: Er stammt ursprünglich aus China, wo er seit dem 5. Jahrhundert angebaut wird.
Meine Rezepte mit Chinakohl
Für Chinakohl habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund ist Chinakohl?
Gut zu wissen
Chinakohl ist kalorienarm, wasserreich und besonders bekömmlich – er enthält weniger Senföle als andere Kohle und bläht daher kaum. Damit ist er ideal für alle, die normalen Kohl schwer vertragen. Er liefert Vitamin C, Folsäure, Kalium und etwas Eisen. Tipp: Da er recht nitratreich sein kann, ihn frisch verbrauchen und gegarte Reste nicht zu lange aufbewahren.
Woran du guten Chinakohl erkennst
- Fester, geschlossener, länglicher Kopf
- Frische, hellgrüne bis gelbgrüne, knackige Blätter mit weißen Rippen
- Keine welken, braunen oder matschigen Außenblätter
- Schwer für seine Größe
Chinakohl richtig lagern
Chinakohl hält im Gemüsefach des Kühlschranks etwa eine Woche, im kühlen Keller auch länger. Am besten ganz lassen und erst vor der Zubereitung schneiden. Angeschnitten in Folie wickeln und rasch verbrauchen. Wegen des hohen Wassergehalts ist er etwas empfindlicher als feste Kopfkohle.
Chinakohl haltbar machen
Der spektakulärste Weg ist Kimchi: fermentiert mit Chili, Knoblauch, Ingwer und Fischsauce wird Chinakohl zum koreanischen Nationalgericht – haltbar und probiotisch. Auch schnelles Einlegen funktioniert. Zum Einfrieren eignet er sich wegen des Wassergehalts weniger gut (nur blanchiert für gekochte Gerichte).
Chinakohl in der Küche
Roh ist er ein knackiger, milder Salat (auch im Asia-Salat mit Sesam-Dressing) und bleibt angemacht erstaunlich lange ansehnlich. Gegart brilliert er im Wok (8–10 Minuten reichen), in Suppen und Eintöpfen, als Füllung für Rouladen, gedünstet als Beilage. Und natürlich fermentiert als Kimchi. Er passt zu Sojasauce, Sesam, Ingwer, Knoblauch und Chili.
Kurioses zum Chinakohl
In China wird der Chinakohl poetisch „Zahn des weißen Drachens" genannt. Vermutlich ist er eine natürliche Kreuzung aus dem asiatischen Pak Choi und einer Speiserübe. Nach Europa kam er erst spät – und das auf einem Umweg über Amerika, bevor er die Gärten und Küchen hierzulande eroberte.
Häufige Fragen zu Chinakohl
Wann hat Chinakohl Saison?
Heimischer Chinakohl von Juni bis November, durch Lagerung teils bis in den Winter. Außerhalb der Saison gibt es Importware.
Ist Chinakohl bekömmlicher als anderer Kohl?
Ja, deutlich. Er enthält weniger Senföle und bläht kaum – ideal für alle, die normalen Kohl schwer vertragen.
Kann man Chinakohl roh essen?
Ja, sehr gut – als knackiger, milder Salat. Angemacht bleibt er sogar über Stunden ansehnlich.
Was ist Kimchi?
Das koreanische Nationalgericht aus fermentiertem Chinakohl mit Chili, Knoblauch, Ingwer und Fischsauce – haltbar, würzig und probiotisch.
Wie lange hält Chinakohl?
Etwa eine Woche im Gemüsefach, im kühlen Keller länger. Wegen des hohen Wassergehalts etwas empfindlicher als feste Kopfkohle.
Wie lange muss Chinakohl garen?
Nur kurz – im Wok reichen 8 bis 10 Minuten. Die zarten Blätter werden schnell weich, daher nicht zu lange garen.
Was ist der Unterschied zwischen Chinakohl und Pak Choi?
Beide sind asiatische Kohlarten und verwandt. Chinakohl bildet einen länglichen geschlossenen Kopf, Pak Choi wächst lockerer mit kräftigen weißen Stielen und ist würziger.
Ist Chinakohl gesund?
Ja, kalorienarm und wasserreich mit Vitamin C, Folsäure und Kalium. Da er nitratreich sein kann, frisch verbrauchen.