Steckrüben
Die Steckrübe (auch Kohlrübe oder Wruke) ist ein ehrliches, herzhaftes Wintergemüse mit bewegter Geschichte. Lange galt sie als „Arme-Leute-Essen" und Notnahrung, heute wird ihr mild-süßes, leicht kohliges Aroma neu entdeckt. Ob als cremiges Püree, im Eintopf oder als Pommes – die Steckrübe kann viel mehr, als ihr Ruf vermuten lässt. Hier kommt alles über die Steckrübe: Saison, Einkauf, Lagerung und Küche.
Brassica napus subsp. rapifera
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Januar – Februar, September – Dezember
- Geschützt / Lager
- März
- Botanisch
- Brassica napus subsp. rapifera
- Familie / Gattung
- Kreuzblütler (Brassicaceae)
- Herkunft / Anbau
- Deutschlandweit; Kreuzung aus Kohl und Rübe
- Aufbewahrung
- kühl – mehrere Wochen bis Monate (sehr lagerfähig)
- Besonderheit
- Kreuzung Herbstrübe × Kohl; historisches „Steckrübenwinter"-Gemüse
Saison-Kalender für Steckrüben
Gerade keine frische Saison – ab September wieder.
Wann Steckrüben Saison haben
Die Steckrübe ist ein Wintergemüse mit Saison von September bis Februar/März. Sie wird im Herbst geerntet und ist dank sehr guter Lagerfähigkeit den ganzen Winter über verfügbar. Sie ist eine Kreuzung aus einer Herbstrübe und Kohl – was ihr mild-süßes, leicht kohliges Aroma erklärt.
Meine Rezepte mit Steckrüben
Für Steckrüben habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund sind Steckrüben?
Gut zu wissen
Steckrüben sind kalorienarm und liefern Vitamin C, Kalium, Calcium, Folsäure und Ballaststoffe sowie die für Kohlgemüse typischen Senföle. Sie sind gut bekömmlich, sättigend und wärmend – ein klassisches, gesundes und günstiges Wintergemüse, das lange als Grundnahrungsmittel diente.
Woran du gute Steckrüben erkennst
- Feste, schwere Knollen ohne weiche Stellen
- Glatte, unverletzte Schale (oben oft violett, unten gelblich)
- Kleinere bis mittelgroße Knollen sind zarter (große können holzig/strohig sein)
- Keine Risse oder faulen Stellen
Steckrüben richtig lagern
Steckrüben sind sehr gut lagerfähig: im Gemüsefach des Kühlschranks mehrere Wochen, im kühlen Keller (in Sand) Monate. Angeschnittene Knollen abgedeckt im Kühlschrank rasch verbrauchen. Ein verlässliches Vorratsgemüse für den Winter.
Steckrüben haltbar machen
Einfrieren gelingt gut (geschält, gewürfelt, blanchiert) – ideal für Eintopf und Püree. Auch als fertige Suppe oder Püree einfrierbar. Durch die hervorragende Lagerfähigkeit ist Konservieren aber oft gar nicht nötig.
Steckrüben in der Küche
Der Klassiker ist der norddeutsche Steckrübeneintopf (mit Kartoffeln, Möhren und Kasseler). Aber sie kann mehr: als cremiges Püree (allein oder mit Kartoffel), als Pommes/Chips, geröstet im Ofen, in der Suppe, als Gratin oder roh geraspelt im Wintersalat. Sie passt zu Kartoffel, Möhre, Muskat, Speck und Thymian. Ihre mild-süße Note macht sie zum unterschätzten Allrounder.
Kurioses zur Steckrübe
Die Steckrübe trägt schwer an der Geschichte: Im „Steckrübenwinter" 1916/17 während des Ersten Weltkriegs war sie wegen Hungersnot oft das einzige verfügbare Nahrungsmittel – was ihr für Generationen den Ruf als trauriges Notnahrungs-Gemüse einbrachte. Erst heute, mit Abstand und neuer Zubereitung, wird ihr feines, süßlich-mildes Aroma wieder geschätzt.
Häufige Fragen zu Steckrüben
Wann haben Steckrüben Saison?
Von September bis Februar/März – ein Wintergemüse. Durch sehr gute Lagerfähigkeit den ganzen Winter über verfügbar.
Was ist eine Steckrübe?
Ein Wintergemüse und eine Kreuzung aus Herbstrübe und Kohl, auch Kohlrübe oder Wruke genannt. Mild-süß mit leicht kohligem Aroma.
Wie schmeckt die Steckrübe?
Mild-süßlich mit einer feinen kohligen Note. Gekocht wird sie zart und cremig – viel feiner als ihr „Notnahrungs"-Ruf vermuten lässt.
Wie lagert man Steckrüben?
Sehr gut lagerfähig: im Gemüsefach mehrere Wochen, im Keller (in Sand) Monate. Angeschnitten abgedeckt rasch verbrauchen.
Kann man Steckrüben einfrieren?
Ja, geschält, gewürfelt und blanchiert – ideal für Eintopf und Püree. Auch als fertige Suppe.
Wofür verwendet man Steckrüben?
Für Eintopf (klassischer Steckrübeneintopf), Püree, Pommes, geröstet, als Gratin oder Suppe. Roh geraspelt auch im Wintersalat.
Was war der „Steckrübenwinter"?
Der Hungerwinter 1916/17 im Ersten Weltkrieg, in dem die Steckrübe oft das einzige verfügbare Nahrungsmittel war – daher ihr lange schlechter Ruf.
Sind Steckrüben gesund?
Ja, kalorienarm mit Vitamin C, Kalium, Calcium, Folsäure und Ballaststoffen. Gut bekömmlich und sättigend.