Weißkohl

Weißkohl

Der Weißkohl ist der unangefochtene Klassiker der deutschen Hausmannskost – und der meistgegessene Kohlkopf des Landes. Aus ihm werden Krautsalat, Kohlrouladen und natürlich Sauerkraut. Günstig, extrem lagerfähig und vollgepackt mit Vitamin C, war er über Jahrhunderte ein lebenswichtiger Vitaminlieferant für den Winter. Hier kommt alles, was du über den Weißkohl wissen musst: Saison, Einkauf, Lagerung und Küche.

Brassica oleracea var. capitata f. alba

Steckbrief

Saison (frisch)
Juni – November
Geschützt / Lager
Januar – März, Dezember
Botanisch
Brassica oleracea var. capitata f. alba
Familie / Gattung
Kreuzblütler (Brassicaceae), Gattung Brassica
Herkunft / Anbau
Deutschlandweit; größtes Anbaugebiet Schleswig-Holstein (Dithmarschen)
Aufbewahrung
kühl und dunkel – ganze Köpfe mehrere Monate
Besonderheit
längste Lagerzeit aller Kohlsorten; Basis für Sauerkraut

Saison-Kalender für Weißkohl

  1. Jan
  2. Feb
  3. Mär
  4. Apr
  5. Mai
  6. Jun
  7. Jul
  8. Aug
  9. Sep
  10. Okt
  11. Nov
  12. Dez

Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.

Wann Weißkohl Saison hat

Frischer Weißkohl wird von Juni bis November geerntet, das größte Anbaugebiet ist die Dithmarschen in Schleswig-Holstein – Europas größtes Kohlanbaugebiet. Das Besondere: Weißkohl ist von allen Kohlsorten am längsten lagerfähig und damit den ganzen Winter über als heimische Lagerware verfügbar. Er ist klassisches Winter- und Vorratsgemüse.

Meine Rezepte mit Weißkohl

Für Weißkohl habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.

Wie gesund ist Weißkohl?

Gut zu wissen

Weißkohl ist kalorienarm und ein hervorragender Vitamin-C-Lieferant: 100 Gramm enthalten etwa so viel Vitamin C wie ein Glas Orangensaft. Dazu kommen Ballaststoffe, Kalium, Folsäure und die typischen Glucosinolate (Senföle), denen gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden. Als Sauerkraut wird er durch Milchsäuregärung sogar noch wertvoller – ein natürliches Probiotikum. Früher schützte Sauerkraut Seefahrer vor Skorbut.

Woran du guten Weißkohl erkennst

  • Fester, schwerer Kopf mit knackigen, frischen Außenblättern
  • Keine welken, gelben oder faulen Blätter
  • Glänzende, pralle Blätter
  • Schnittstelle am Strunk hell und frisch (nicht braun oder ausgetrocknet)

Weißkohl richtig lagern

Ganze, unverletzte Weißkohlköpfe halten sich kühl und dunkel (Keller, Gemüsefach) mehrere Monate – die längste Lagerzeit aller Kohlsorten. Angeschnittene Köpfe in ein feuchtes Tuch oder Folie gewickelt im Kühlschrank lagern und innerhalb weniger Tage verbrauchen. Nicht neben Äpfeln lagern (Ethylen).

Weißkohl haltbar machen

Der Klassiker ist Sauerkraut: gehobelt, gesalzen und durch Milchsäuregärung konserviert, hält es monatelang. Auch Einfrieren (blanchiert) funktioniert. Krautsalat hält sich einige Tage im Kühlschrank. Weißkohl ist das Vorratsgemüse schlechthin.

Weißkohl in der Küche

Roh als Krautsalat (Coleslaw!), gekocht als Kohlrouladen, im Eintopf, als Schmorkohl, im Krautfleckerl, als Sauerkraut zu deftigen Gerichten. In der asiatischen Küche im Wok und als Füllung. Ein Tipp: Eine Prise Kümmel macht Kohlgerichte bekömmlicher und ist klassisch. Langsames Schmoren macht ihn weich und süßlich.

Kurioses zum Weißkohl

Sauerkraut hat den Deutschen weltweit den Spitznamen „Krauts" eingebracht. Tatsächlich war fermentierter Kohl als haltbarer Vitamin-C-Lieferant über Jahrhunderte ein Lebensretter – James Cook nahm auf seinen Weltreisen tonnenweise Sauerkraut mit, um seine Mannschaft vor Skorbut zu schützen. Der vermeintlich „typisch deutsche" Kohl wird übrigens in vielen Kulturen fermentiert – von Kimchi bis zum osteuropäischen Krautsalat.

Häufige Fragen zu Weißkohl

Wann hat Weißkohl Saison?

Frische Ernte von Juni bis November. Durch seine hervorragende Lagerfähigkeit ist Weißkohl aber den ganzen Winter über als heimische Lagerware verfügbar.

Wie lange hält Weißkohl?

Ganze Köpfe kühl und dunkel mehrere Monate – die längste Lagerzeit aller Kohlsorten. Angeschnitten in Folie ein paar Tage im Kühlschrank.

Wie macht man Sauerkraut?

Weißkohl fein hobeln, salzen, stampfen und luftdicht unter der eigenen Lake durch Milchsäuregärung mehrere Wochen fermentieren lassen. So wird er haltbar und probiotisch.

Ist Weißkohl gesund?

Sehr. Er ist kalorienarm und reich an Vitamin C (100 g wie ein Glas Orangensaft), Ballaststoffen und Senfölen. Als Sauerkraut zusätzlich probiotisch.

Macht Weißkohl Blähungen?

Er kann blähend wirken. Kümmel, Fenchel oder Anis beim Kochen sowie langes Garen machen ihn bekömmlicher.

Kann man Weißkohl roh essen?

Ja, klassisch als Krautsalat oder Coleslaw. Fein gehobelt und mit Dressing oder Salz „weich" geknetet ist er gut verträglich.

Kann man Weißkohl einfrieren?

Ja, am besten blanchiert. So eignet er sich für Eintöpfe und Schmorgerichte.

Warum heißen die Deutschen „Krauts"?

Wegen des Sauerkrauts, das lange als typisch deutsches Gericht galt. Es war als haltbarer Vitamin-C-Lieferant über Jahrhunderte sehr wichtig.