Kerbel
Kerbel ist ein feines, fast vergessenes Frühlingskraut mit zarten, farnartigen Blättchen und einem delikaten Aroma zwischen Petersilie und Anis. Als eines der traditionellen Kräuter der Frankfurter Grünen Soße und der französischen „fines herbes" verdient er ein Comeback. Sein leiser, süßlich-würziger Geschmack ist eine echte Entdeckung. Hier kommt alles über den Kerbel: Saison, Verwendung, Lagerung und Küche.
Anthriscus cerefolium
Steckbrief
- Saison (frisch)
- März – September
- Botanisch
- Anthriscus cerefolium
- Familie / Gattung
- Doldenblütler (Apiaceae)
- Herkunft / Anbau
- Deutschlandweit; einjährig, schnellwachsend
- Aufbewahrung
- kühl, sehr kurz – wenige Tage
- Besonderheit
- feines Anis-Petersilien-Aroma; Hitze zerstört das Aroma
Saison-Kalender für Kerbel
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Kerbel Saison hat
Kerbel hat von März bis September Saison und ist eines der ersten frischen Kräuter im Frühling – schnellwachsend und früh dran. Er ist einjährig und sät sich im Garten oft selbst aus. Sein zartes Aroma ist im jungen, frischen Zustand am feinsten.
Meine Rezepte mit Kerbel
Für Kerbel habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund ist Kerbel?
Gut zu wissen
Kerbel ist kalorienarm und enthält Vitamin C, Beta-Carotin, Eisen und Magnesium sowie ätherische Öle. Traditionell gilt er als blutreinigendes, entwässerndes und stoffwechselanregendes Frühlingskraut – Teil der klassischen „Frühjahrskur". Als feines Würzkraut zählt vor allem sein delikates Aroma.
Woran du guten Kerbel erkennst
- Frische, zarte, hellgrüne, farnartig gefiederte Blättchen
- Keine welken, gelben oder schlaffen Stellen
- Frischer, fein-würziger Duft
- Junge, zarte Blätter (ältere werden weniger aromatisch)
Kerbel richtig verwenden und lagern
Frischer Kerbel ist sehr kurz haltbar – im Gemüsefach des Kühlschranks nur wenige Tage, in ein feuchtes Tuch gewickelt. Am besten frisch verbrauchen.
Kerbel haltbar machen
Wegen des zarten Aromas eignet sich Kerbel kaum zum Trocknen (er verliert dabei fast alles). Einfrieren (gehackt in Eiswürfeln) bewahrt mehr. Am besten genießt man ihn aber frisch in seiner kurzen Saison. In Kräuterbutter oder -quark eingearbeitet hält er ein paar Tage.
Kerbel in der Küche
Fein und vielseitig: in der Frankfurter Grünen Soße (eines der sieben klassischen Kräuter!), in der französischen Kräutermischung „fines herbes" (mit Petersilie, Schnittlauch, Estragon), in Kerbelsuppe, an Spargel, in Salaten, Eierspeisen, Kräuterquark und an hellem Fleisch und Fisch. Sein delikates Anis-Petersilien-Aroma passt zu feinen, milden Gerichten. Immer frisch und zum Schluss.
Kurioses zum Kerbel
Kerbel war früher ein fester Bestandteil der Frühlings- und Osterküche – die „Gründonnerstagssuppe" aus neun Frühlingskräutern enthielt traditionell Kerbel und sollte Kraft und Gesundheit für das Jahr bringen. Heute ist er etwas in Vergessenheit geraten und in vielen Supermärkten kaum zu finden – ein Grund mehr, das feine Kraut (wieder) zu entdecken oder selbst anzubauen.
Häufige Fragen zu Kerbel
Wann hat Kerbel Saison?
Von März bis September – eines der ersten frischen Frühlingskräuter, schnellwachsend und einjährig.
Wonach schmeckt Kerbel?
Fein und delikat – zwischen Petersilie und Anis, leicht süßlich-würzig. Ein zartes Aroma für milde Gerichte.
Kann man Kerbel mitkochen?
Nein, sein Aroma ist sehr hitzeempfindlich und verfliegt sofort. Immer frisch und erst zum Schluss zugeben.
Wofür verwendet man Kerbel?
Klassisch in der Frankfurter Grünen Soße und den französischen „fines herbes", in Kerbelsuppe, an Spargel, in Salaten und Eierspeisen.
Kann man Kerbel trocknen?
Kaum – er verliert beim Trocknen fast sein gesamtes Aroma. Einfrieren bewahrt mehr, am besten genießt man ihn aber frisch.
Wie lagert man Kerbel?
Nur wenige Tage im Gemüsefach, in ein feuchtes Tuch gewickelt – er ist sehr kurz haltbar. Frisch verbrauchen.
Womit kann man Kerbel ersetzen?
Mit einer Mischung aus Petersilie und einer Spur Anis/Estragon kommt man dem Aroma nahe – ganz ersetzen lässt sich sein feiner Geschmack aber kaum.
Ist Kerbel gesund?
Ja, er enthält Vitamin C, Beta-Carotin und Eisen und gilt traditionell als blutreinigendes, entwässerndes Frühlingskraut.