Majoran
Majoran ist das milde, fein-süßliche Kraut der deftigen Hausmannskost – das „Wurstkraut", ohne das eine Bratwurst, Leberwurst oder Kartoffelsuppe nicht dieselbe wäre. Verwandt mit dem Oregano, aber zarter und runder im Geschmack, ist er der unverzichtbare Begleiter herzhafter, schwerer Gerichte. Hier kommt alles über den Majoran: Saison, vs. Oregano, Lagerung und Küche.
Origanum majorana
Steckbrief
- Saison (frisch)
- Mai – Oktober
- Botanisch
- Origanum majorana
- Familie / Gattung
- Lippenblütler (Lamiaceae)
- Herkunft / Anbau
- Mittelmeerraum; bei uns meist einjährig kultiviert
- Aufbewahrung
- kühl, im feuchten Tuch; getrocknet sehr lange
- Besonderheit
- milder/süßer als Oregano; das klassische "Wurstkraut"
Saison-Kalender für Majoran
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Majoran Saison hat
Frischer Freiland-Majoran hat von Mai bis Oktober Saison. Anders als der winterharte Oregano wird der wärmeliebende Majoran bei uns meist einjährig kultiviert (oder muss frostfrei überwintern). Getrocknet ist er ganzjährig der Klassiker für die deftige Küche.
Meine Rezepte mit Majoran
Für Majoran habe ich noch kein Rezept hier – aber das kommt. Schau bald wieder vorbei.
Wie gesund ist Majoran?
Gut zu wissen
Majoran enthält ätherische Öle, Vitamin C, Eisen und Antioxidantien. Traditionell wirkt er verdauungsfördernd, krampflösend und beruhigend – er macht vor allem schwere, fette und blähende Speisen (Wurst, Hülsenfrüchte, Kohl, Kartoffeln) bekömmlicher. Genau deshalb ist er in der deftigen Küche so beliebt.
Majoran oder Oregano?
Majoran (Origanum majorana)
Milder, süßlicher, feiner und wärmer. Für deftige Hausmannskost: Wurst, Kartoffel, Eintöpfe, Hülsenfrüchte. Das „Wurstkraut".
Oregano (Origanum vulgare)
Kräftiger, herber, intensiver. Für Pizza, Tomatensoße, mediterrane Küche.
Sie sind eng verwandt, aber nicht austauschbar – Majoran ist der mildere, süßere der beiden.
Woran du guten Majoran erkennst
- Frische, zarte, weich-grüne kleine Blättchen
- Keine welken, gelben oder trockenen Stellen
- Feiner, süßlich-würziger Duft
- Pralle, nicht schlaffe Triebe
Majoran richtig verwenden und lagern
Frischer Majoran hält im Gemüsefach des Kühlschranks einige Tage, in ein feuchtes Tuch gewickelt. Getrocknet hält er im Glas lange.
Majoran haltbar machen
Trocknen gelingt gut (er behält viel Aroma) – Zweige aufhängen, Blättchen abrebeln, im Glas lagern. Getrockneter „gerebelter Majoran" ist die klassische Küchenform. Auch Einfrieren funktioniert. In Wurst und Sülze ist Majoran ein traditionelles Würz- und Konservierungskraut.
Majoran in der Küche
Das deftige Wurstkraut: in Bratwurst, Leberwurst und Sülze, in der Kartoffelsuppe und im Kartoffelpüree, an Bratkartoffeln, in Eintöpfen und Hülsenfrüchten (Linsen, Erbsen, Bohnen), zu Kohlgerichten, an Braten, Gans und Ente, in Hackfleisch und Frikadellen. Er macht Schweres bekömmlich. Er passt zu Wurst, Kartoffel, Hülsenfrüchten, Kohl, Zwiebel und fettem Fleisch.
Kurioses zum Majoran
Majoran war in der Antike das Kraut der Liebesgöttin Aphrodite/Venus und galt als Symbol für Glück und Liebe – Brautpaare wurden mit Majorankränzen geschmückt. Sein deutscher Beiname „Wurstkraut" ist dagegen sehr bodenständig und zeigt seine wahre Bestimmung in der heimischen Küche. In manchen Regionen heißt er auch „Bratenkräutl" oder „Kuttelkraut".
Häufige Fragen zu Majoran
Wann hat Majoran Saison?
Frischer Freiland-Majoran von Mai bis Oktober. Anders als Oregano ist er wärmeliebend und wird bei uns meist einjährig kultiviert. Getrocknet ganzjährig.
Was ist der Unterschied zwischen Majoran und Oregano?
Majoran ist milder, süßlicher und feiner (das „Wurstkraut" für deftige Küche), Oregano kräftiger und herber (für Pizza und mediterrane Gerichte). Sie sind verwandt, aber nicht austauschbar.
Warum heißt Majoran „Wurstkraut"?
Weil er das klassische Würzkraut für Bratwurst, Leberwurst und Sülze ist – und schwere, fette Speisen bekömmlicher macht.
Wozu passt Majoran?
Zu Wurst, Kartoffelsuppe, Bratkartoffeln, Eintöpfen, Hülsenfrüchten, Kohlgerichten, Braten, Gans und Ente. Er macht Deftiges bekömmlich.
Wann gibt man Majoran an die Speise?
Frischen Majoran eher gegen Ende (sein Aroma ist hitzeempfindlich), getrockneten darf man mitkochen.
Macht Majoran Speisen bekömmlicher?
Ja, er wirkt verdauungsfördernd und krampflösend und macht fette, schwere und blähende Speisen (Wurst, Hülsenfrüchte, Kohl) verträglicher.
Kann man Majoran trocknen?
Ja, gut – „gerebelter Majoran" ist die klassische Küchenform und behält viel Aroma. Auch Einfrieren funktioniert.
Ist Majoran gesund?
Ja, er enthält ätherische Öle, Vitamin C und Eisen und wirkt verdauungsfördernd, krampflösend und beruhigend.