Oregano
Oregano ist der Inbegriff der italienischen und griechischen Küche – kaum ein anderes Kraut sagt so deutlich „mediterran". Sein kräftig-würziges, leicht herbes Aroma gehört auf jede Pizza und in jede Tomatensoße. Die Besonderheit: Oregano ist eines der wenigen Kräuter, das getrocknet sogar aromatischer ist als frisch. Hier kommt alles über den Oregano: Saison, frisch vs. getrocknet, Lagerung und Küche.
Origanum vulgare
Steckbrief
- Saison (frisch)
- April – Oktober
- Botanisch
- Origanum vulgare
- Familie / Gattung
- Lippenblütler (Lamiaceae)
- Herkunft / Anbau
- Mittelmeerraum; bei uns winterhart
- Aufbewahrung
- kühl, im feuchten Tuch; getrocknet sehr lange
- Besonderheit
- getrocknet aromatischer als frisch; "Wilder Majoran"
Saison-Kalender für Oregano
Hat jetzt Saison – frisch aus der Region.
Wann Oregano Saison hat
Frischer Freiland-Oregano hat von April bis Oktober Saison. Als mehrjährige, winterharte Pflanze (er übersteht Temperaturen bis etwa -25 °C) treibt er zuverlässig wieder aus. Am aromatischsten ist er zur Blütezeit im Hochsommer. Getrocknet ist er ganzjährig der mediterrane Würz-Klassiker.
Meine Rezepte mit Oregano
Wie gesund ist Oregano?
Gut zu wissen
Oregano enthält besonders viele ätherische Öle (Carvacrol, Thymol) und gehört zu den antioxidantienreichsten Kräutern überhaupt. Ihm werden stark antibakterielle, entzündungshemmende und verdauungsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Dazu kommen Vitamin K, Eisen und Calcium. Als kräftiges Würzkraut wird er in kleinen Mengen verwendet.
Frisch oder getrocknet?
Anders als Weichkräuter darf Oregano mitkochen, sein Aroma hält der Hitze gut stand.
Oregano oder Majoran?
Oregano (Origanum vulgare)
Kräftiger, herber, intensiver. „Wilder Majoran". Für Pizza, Tomatensoße, mediterrane Gerichte. Getrocknet top.
Majoran (Origanum majorana)
Milder, süßlicher, feiner. Für deftige Hausmannskost (Wurst, Kartoffeln, Eintöpfe). Siehe eigene Seite.
Sie sind eng verwandt, aber nicht austauschbar – Oregano ist der robustere, herbere Bruder.
Oregano richtig lagern
Frischer Oregano hält im Gemüsefach des Kühlschranks einige Tage bis über eine Woche, in ein feuchtes Tuch gewickelt. Getrockneter Oregano hält in einem dunklen Glas sehr lange (oft über ein Jahr) und ist die praktischste Form.
Oregano haltbar machen
Trocknen ist die ideale Methode (sogar aromasteigernd): Zweige bündeln, kopfüber aufhängen, dann die Blättchen abrebeln und im Glas aufbewahren. Auch Einfrieren und Einlegen in Öl funktioniert. Getrockneter Oregano ist ein Standard jeder Gewürzsammlung.
Oregano in der Küche
Der mediterrane Klassiker: auf Pizza (unverzichtbar!), in Tomatensoße und Pasta-Saucen, in der griechischen Küche (zu Feta, Gyros, im Salat, an Lamm und Fisch), in Kräutermischungen (italienische Kräuter), an Ofengemüse, in Marinaden und an Hülsenfrüchten. Er darf mitkochen. Er passt zu Tomate, Feta, Olivenöl, Knoblauch, Lamm und Paprika. Nur nicht mit Majoran kombinieren – das harmoniert nicht.
Kurioses zum Oregano
Der Name „Oregano" kommt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß „Freude/Zierde der Berge" (oros = Berg, ganos = Glanz/Freude) – passend für ein Kraut, das wild an sonnigen Berghängen des Mittelmeers wächst. In Griechenland flocht man Brautpaaren Oregano-Kränze als Glückssymbol. Sein anderer Name „Dost" oder „Wilder Majoran" zeigt die enge Verwandtschaft zum milderen Majoran.
Häufige Fragen zu Oregano
Wann hat Oregano Saison?
Frischer Freiland-Oregano von April bis Oktober. Als winterharte, mehrjährige Pflanze treibt er zuverlässig wieder aus; getrocknet ist er ganzjährig verfügbar.
Schmeckt getrockneter Oregano besser als frischer?
Oft ja – Oregano ist die große Ausnahme: Getrocknet entfaltet er sein kräftiges Aroma besser, frisch schmeckt er überraschend dezent. Daher ist getrockneter Oregano der Standard.
Was ist der Unterschied zwischen Oregano und Majoran?
Oregano ist kräftiger und herber („Wilder Majoran"), Majoran milder und süßlicher. Sie sind verwandt, aber nicht austauschbar – und harmonieren nicht miteinander.
Darf man Oregano mitkochen?
Ja, sein Aroma hält der Hitze gut stand – anders als bei Weichkräutern darf Oregano mitkochen (z.B. in der Tomatensoße).
Wozu passt Oregano?
Auf Pizza, in Tomatensoße und Pasta, in der griechischen Küche (Feta, Gyros, Lamm), an Ofengemüse und in Marinaden. Er passt zu Tomate, Feta und Olivenöl.
Wie macht man Oregano haltbar?
Trocknen ist ideal und sogar aromasteigernd – Zweige aufhängen, Blättchen abrebeln, im dunklen Glas aufbewahren. Hält oft über ein Jahr.
Ist Oregano gesund?
Ja, er gehört zu den antioxidantienreichsten Kräutern, wirkt stark antibakteriell und entzündungshemmend und enthält Vitamin K, Eisen und Calcium.
Ist Oregano winterhart?
Ja, sehr – er übersteht Temperaturen bis etwa -25 °C und treibt im Frühjahr zuverlässig wieder aus.


